Projekt: Charta der Neurourbanistik

Zeichnung
Bild: Charité – Universitätsmedizin Berlin

Europäische Stadtkultur und psychische Gesundheit

Das Projekt strebte die Erarbeitung und Veröffentlichung einer Charta mit neun neurourbanistischen Hypothesen zu den Wirkungen von Städten und urbaner Kultur auf psychische Gesundheit an. Aus ihr sollen Handlungsempfehlungen für Stadtplanung und -politik abgeleitet werden. Zudem soll die Charta die Bedeutungen von europäischer Stadtkultur für lebenswerte und gesunde (Stadt-) Gesellschaften deutlich machen. Neben ihrer Funktion als Forderungskatalog (für z.B. Stadtplanung, Politik, Kulturdezernenten), dient die Charta als Diskussionsgrundlage, die zum Nachdenken und Handeln anregen möchte, um in Zeiten weltweiter Verstädterung die europäische Kultur und den gesellschaftlichen Zusammenhalt europäischer Städte der Zukunft sicherzustellen.

Sitzende Gästegruppe vor einer Leinwandpräsentation
Bild: Anna Schäflein

Der Entstehungsprozess der Charta beinhaltet einen intensiven Austausch, die Wissensgenerierung und -vermittlung, sowie die Vernetzung von möglichst vielen Berliner und europäischen Bürger/innen, Anwender/innen/städtebaulichen Akteur/innenn (z.B. aus Politik, Stadt-/Bau-/Planungsverwaltungen) und internationalen Expert/innen aus den unterschiedlichsten Disziplinen. Durch das Projekt “Charta der Neurourbanistik” sollten urbane Präventionsmaßnahmen für die “Generation der Erbenden” angeregt und gestärkt werden, die die psychische Gesundheit und Resilienz ihrer Bewohnerinnen sicherstellen. Um diese Projektziele zu realisieren wurde die Ausrichtung von öffentlichen neurourbanistischen Salons und die Veröffentlichung des Charta Prozesses sowie der Charta selbst vorgesehen.

Vortragende vor einer sitzenden Gästegruppe
Bild: Anna Schäflein

Im Projekt geplant sind u.a. :

Neurourbanistik Salon I Die neururbanistischen Salons dienten der Präsentation und Diskussion der “Charta der Neurourbanistik” mit ihren 9 neurourbanistischen Hypothesen. Der Entwicklungsprozess der Charta sollte durch den Austausch zwischen Expert/innen, Forscher/innen wie Praktiker/innen, und Berliner Bürgern/innen erfolgen. Zu den Salons wurden ausgewiesene internationale Experten eingeladen um einen intensiven Austausch über nationale Grenzen hinweg sicherzustellen. So wurde der erste Salon durch einen Vortrag des renommierten Stadtsoziologen Richard Sennett bereichert. Anschließend beleuchteten Expert/innen aus Feldern der Medizin, Stadtplanung, Architektur und Professor Sennett kritisch die neurourbanistischen Hypothesen in einer Podiumsdiskussion. Während der Salons hatten Berliner Bürger/innen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen, Ansichten und Wünsche auszutauschen, die Thesen mit den anwesenden Experten zu diskutieren sowie sich weiterzubilden und inspirieren zu lassen.

5 sitzende Personen im Stuhlkreis bei einem Gespräch
Bild: Anna Schäflein

Veröffentlichung der Neurourbanistik Charta Als zweite öffentlichkeitswirksame Maßnahme wurde im Projekt die Veröffentlichung der Charta (u.a. durch die Errichtung einer Website) geplant. Mit ihren illustrativen Beispielen soll die Charta somit über die Grenzen Deutschlands hinweg einer breiteren europäischen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und soll so einen stärkeren europäischen Austausch ermöglichen. Die Veröffentlichung soll zudem aktuelle Informationen zu Projektschritten und –ergebnissen sowie zu anstehenden Veranstaltungen (z.B. den Salons) enthalten. Zusätzlich wurde über die bereits vorhandenen Social Media Kanäle (z.B. Twitter) des Forums dezidiert und fortlaufend über das Charta-Projekt berichtet. Neben dem Prozess mit seinen Salons, ermöglichten die “Post”-Funktionen dieser Kanäle und die Website einen regen Austausch und die Vernetzung zwischen europäischen Bürger/innen, Expert/innen aus Stadtforschung, Neurowissenschaften und Kultur, sowie wichtigen Akteur/innen der Stadtplanung und Politik.

Neurourbanistik Salon I
Datum: 11.01.2019
Veranstaltungsort:
DB Privat- und Firmenkundenbank AG, QuartierZukunft, Friedrichstr. 181, 10117 Berlin

Veröffentlichung der Neurourbanistik Charta
Datum: Anfang 2019
Veranstaltungsort: n.a.

Neurourbanistik Salon II
Datum: 1. Quartal 2019
Veranstaltungsort: n.a.

Neurourbanistik Salon III
Datum: 2. Quartal 2019
Veranstaltungsort: n.a.

Weitere Informationen

Projektträger:
Charité-Universitätsmedizin Berlin; Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie; Campus Charité Mitte

Fördersumme:
9.700 €