Spezifische Fragen zur Spartenübergreifenden Förderung

Können nur spartenübergreifende Projekte für die Spartenübergreifende Förderung beantragt werden?

Spartenübergreifend meint hier, dass im Förderprogramm Vorhaben aus allen künstlerischen Sparten, wie auch inter- und transdisziplinäre Projekte Anträge stellen und Berücksichtigung finden können.

Was ist eine Reihe oder Serie?

Unter Reihe oder Serie verstehen wir mindestens 3 Ausgaben zu einem möglichst klar umrissenen Themenfeld.

Was ist ein besonderer Programmschwerpunkt?

Ein besonderer Programmschwerpunkt richtet begleitend zum regulären Spielplan/Jahresprogramm den Fokus auf ein spezielles Ereignis, Thema o.ä. Dies können z. B. besondere Projekte zu einem Jubiläum, einem Jahrestag, zu einem besonderen Thema oder eine spezifische Aktion sein.

Was bedeutet Koproduktion?

Eine Koproduktion ist eine Zusammenarbeit von mind. zwei Projektpartnern, die ein gemeinsames Projekt entwickeln und realisieren. Die Koproduktion zeichnet sich durch eine künstlerische und finanzielle Beteiligung aller Partner aus. Der Koproduktionsbeitrag sollte im Finanzierungsplan aufgeführt werden.

Eine Koproduktion kann auch an einer Spielstätte außerhalb Berlins aufgeführt werden, solange das geförderte Projekt auch in Berlin sichtbar wird. Kosten, die nicht in Berlin anfallen, können nicht durch das Förderprogramm getragen werden und sollten somit nicht in den Finanzierungsplan aufgenommen werden.

Was bedeutet Kooperation?

Eine Kooperation ist ein wechselseitiges Zusammenwirken mind. zweier selbstständiger Projektpartner, die als gemeinsames Ziel ein Projekt realisieren und öffentlich sichtbar machen. Bei Kooperationen zwischen Institutionen und Freier Szene besteht im Förderprogramm Spartenübergreifende Förderung eine besondere Förderungswürdigkeit, wenn die Institution einen finanziellen Eigenanteil einbringt. Es gibt keine Vorgabe bezüglich der Höhe der finanziellen Beteiligung der Projektpartner, diese sollte in Bezug auf die beantragte Projektsumme angemessen sein.

Was sind Ankerpositionen?

Die Koalition der Freien Szene definiert Ankerpositionen als „Initiativen, die das Erarbeiten und Präsentieren von Produktionen der Freien Szene ermöglichen sowie nationale wie internationale (Festival‐)Kooperationen für freie Akteure anstoßen…(es sind) Spielorte von Produktionen der Freien Szene, Projekträume sowie freie Gruppen und Initiativen, die Veranstaltungen der Freien Szene kuratieren, die oftmals aus Eigenmitteln eine räumliche und technische Infrastruktur aufrecht erhalten.“ 10_Punkte Plan der Koalition der Freien Szene

Welche Förderkombinationen sind möglich?

Förderkombinationen mit Bundesmitteln wie dem Hauptstadtkulturfonds, EU-Fördermitteln, Mittel der dezentralen Kulturarbeit (Bezirksmittel), Mittel der Initiative Neue Musik und des Musicboards sind möglich. Vorhaben, für die bereits eine Finanzierung aus der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten (Landesmittel) zugesagt ist, sind ausgeschlossen.

Nicht strukturell geförderte Antragsteller können projektbezogen auch Miet- und sonstige laufende Personal- und Sachkosten geltend machen.

Strukturell geförderte Antragsteller können nur dann projektbezogene Miet- und sonstige laufende Personal- und Sachkosten geltend machen, wenn diese nicht mit ihrer schon bestehenden Förderung abgedeckt sind.

Gibt es eine Obergrenze der Antragssumme?

Nein, die Förderhöhe ist nicht nach oben und auch nicht nach unten begrenzt. Förderergebnisse und bewilligte Fördersummen können als Orientierungswerte dienen, eine Begrenzung der Förderhöhe ist jedoch nicht Bestandteil der Ausschreibungsrichtlinien.

Kann ich mich mit gleichen Anträgen parallel auf die üblichen Förderprogramme der Senatskanzlei von Berlin bewerben?

Parallelbewerbungen sind möglich, allerdings kann das Projekt nur durch eine Maßnahme der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten gefördert werden.

Ist es möglich, mehr als einen Antrag einzureichen?

Ja, sofern die Vorhaben unterschiedlich sind – auch sollten eingereichte Projekte sich nicht überschneiden oder in einem engen Zusammenhang stehen.

Kann ich mich nach einer Ablehnung eines Antrages im selben Antragsjahr wieder bei der Spartenübergreifenden Förderung bewerben?

Ja, sofern das eingereichte Vorhaben den Bewerbungskriterien entspricht, kann man sich im selben Antragsjahr wieder bewerben – auch mit demselben Projekt.

Kann eine Bewerbung auf Englisch eingereicht werden?

Lebensläufe (CVs) können auf Englisch eingereicht werden, der Online-Antrag, die ausführliche Projektbeschreibung sowie der Finanzierungsplan müssen auf Deutsch eingereicht werden.

Kann ich eine Spielstättenbescheinigung nachreichen oder ändern?

Grundsätzlich muss bei Einreichung des Antrages mindestens eine Spielstättenbescheinigung / Bestätigung des Präsentationsortes vorliegen. Nach Absprache mit der Kulturverwaltung kann diese in begründeten Ausnahmefällen (z.B. bei Projekten im öffentlichen Raum) innerhalb weniger Tage nach der Abgabefrist nachgereicht werden. Sollte sich nach Antragsstellung die Spielstätte ändern, bitten wir Sie, dies den Mitarbeitern der Kulturverwaltung umgehend mitzuteilen.

Eine Förderung kann in begründeten Fällen über zwei Jahre gewährt werden, mit der Option auf Verlängerung um ein weiteres Jahr. Muss ich mich bei einem Verlängerungsantrag auch an die Antragsfrist der jeweiligen Antragsrunde halten?

Ja. Auch ein Antrag auf Verlängerung um ein drittes Jahr muss das normale Förderverfahren durchlaufen. Bitte beachten Sie die aktuellen Antragsfristen. Hier finden Sie das jeweils aktuelle Informationsblatt.

Was bedeutet „Projekte der Zeitgeschichte“ und wie kann ich mich bewerben?

Die Projekte der Zeitgeschichte werden im Rahmen des Projektfonds zur Förderung zeitgeschichtlicher und erinnerungskultureller Projekte separat von der Spartenübergreifenden Förderung ausgeschrieben. Die Zielgruppe, die Fördersummen sowie die Ziele der Förderung sind hier unterschiedlich. Zeitgeschichtliche Projekte werden i. d. R. von Historikernnen, Historikern oder entsprechenden Einrichtungen, Vereinen usw. zur Vermittlung und Auseinandersetzung mit zeithistorischen, gesamtberlinerischen Sachverhalten entwickelt.