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Ehemaliger Grenzübergang Invalidenstraße

Der Grenzübergang Invalidenstraße lag östlich der Sandkrugbrücke über den Spandauer Schifffahrtskanal in der Nähe des heutigen Berliner Hauptbahnhofs Lehrter Bahnhof. Im Mai 1963 ereignete sich an der Übergangsstelle ein dramatischer Fluchtversuch.

Am 12. Mai 1963 versuchten zwölf junge Männer und Frauen mit einem Autobus die Grenze in Richtung West-Berlin zu durchbrechen. Von zahlreichen Kugeln der Grenzposten getroffen, blieb das Fahrzeug wenige Meter vor der westlichen Grenzlinie in dem engen Mauerdurchlass stecken. Die Flüchtlinge wurden verhaftet – mehrere durch Schüsse verletzt.

Wie nach Fluchtversuchen üblich, verstärkten die Grenztruppen anschließend die Sicherung der Sperranlagen. Sie errichteten mehrere hundert Meter vor dem eigentlichen Kontrollpunkt auf Ost-Berliner Gebiet eine zusätzliche Sperre, an der alle Fahrzeuge überprüft wurden, ehe sie in die Grenzübergangsstelle einfahren durften.

Gedenkstein für Günter Litfin

Gedenkstein für Günter Litfin

Am 24. August 1961 starb Günter Litfin bei dem Versuch nach West-Berlin zu fliehen. Er wurde von Transportpolizisten erschossen, die auf dem Bahngelände östlich des Humboldthafens zum Wachdienst eingesetzt waren. Der Gedenkstein, der an das erste Opfer gezielter Schüsse an der Berliner Grenze nach dem 13. August 1961 erinnert, wurde zum ersten Jahrestag seines Todes aufgestellt. … mehr »

Geschichtsmeile Berliner Mauer am Grenzübergang Invalidenstraße

Geschichtsmeile Berliner Mauer am Grenzübergang Invalidenstraße

Zwei Tafeln der Geschichtsmeile Berliner Mauer stehen am ehemaligen Grenzübergang Invalidenstraße (Standorte: westlich der Sandkrugbrücke, nördlicher und südlicher Gehsteig). Die eine berichtet über einen gescheiterten Fluchtversuch im Jahr 1963, die andere würdigt das Schicksal Günter Litfins, der elf Tage nach Beginn des Mauerbaus versuchte durch den nahe gelegenen Humboldthafen von Ost- nach West-Berlin zu fliehen.

„Wahre Geschichte“, Gabriele Basch, 1999

„Wahre Geschichte“, Gabriele Basch, 1999

Mit Waren-Zeichen erzählt die Künstlerin Gabriele Basch eine „Wahre Geschichte“. Auf der Sandkrugbrücke treffen in einem Bodenmosaik ost- und westdeutsche Bildzeichen aufeinander. Sie verweisen auf Firmen oder politische Organisationen, die nicht mehr sind, was sie bis 1990 waren, selbst wenn sie noch immer bestehen. … mehr »

Die „Sinkende Mauer“

Die „Sinkende Mauer“

Bei der Wiederherstellung des Invalidenparks zu einer öffentlichen Grünanlage ist 1997 die skulpturale Brunnenanlage „Sinkende Mauer“ entstanden. Sie erinnert als Zentrum des großen Platzes nicht nur an die 1967 abgetragene Gnadenkirche, sondern auch an das „Verschwinden“ der Grenzmauern zu West-Berlin. Der Entwurf stammt von Christophe Girot.