Verzweifelte Menschen sprangen aus dem Fenster ihrer Wohnung nach West-Berlin und bezahlten mit dem Leben dafür. Aber auch erfolgreiche Fluchten fanden in der Bernauer Straße statt. Mit Fotoapparat und Filmkamera war die Weltöffentlichkeit dabei.
Die gewalttätige Zerstörung des Alltags durch den Bau der Berliner Mauer hat an der Bernauer Straße bis heute deutliche Spuren hinterlassen. Zwischen Brunnen- und Gartenstraße wurde der ehemalige Todesstreifen nicht überbaut und ist in ganzer Breite erhalten geblieben. Hier entsteht zurzeit die Open-Air-Ausstellung der Gedenkstätte Berliner Mauer.
Etwa in der Mitte dieses Grenzabschnitts befindet sich auch das Denkmal Berliner Mauer. Die Bundesrepublik Deutschland ließ es 1998 „In Erinnerung an die Teilung der Stadt vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 und zum Gedenken an die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft“ errichten. Sechzig Meter des Todesstreifens haben die Stuttgarter Architekten Kohlhoff & Kohlhoff damals als Sachzeugnis erhalten, künstlerisch interpretiert und überformt.
Das Denkmal Berliner Mauer, die Kapelle der Versöhnung, das Dokumentationszentrum, die Open-Air-Ausstellung, die Ausstellung im S-Bahnhof Nordbahnhof und das Besucherzentrum bilden gemeinsam das Ensemble Gedenkstätte Berliner Mauer. 2011 wird der Ausbau abgeschlossen sein.
Stiftung Berliner Mauer
Gedenkstätte Berliner Mauer
Bernauer Straße 111
13355 Berlin-Mitte
Besucherzentrum
Bernauer Straße 119
13355 Berlin
Besichtigung und Eintritt frei
Öffnungszeiten:
November bis März: 9.30 – 18.00 Uhr
April bis Oktober: 9.30 – 19.00 Uhr
Besucherdienst:
Telefon +49 (0)30 467 98 66 66
Fax +49 (0)30 467 98 66 77
Politische Bildung:
Telefon +49 (0)30 467 98 66 68
Fahrverbindungen:
S-Bhf. Nordbahnhof (S1, S2, S25)
U-Bhf Bernauer Straße (U8)
Tram M10
Bus 245, 247
info@berliner-mauer-gedenkstaette.de
www.berliner-mauer-gedenkstaette.de
(siehe auch unter "Mauerdenkmale")









