Bezirkswappen

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Bezirkswappen von Charlottenburg-Wilmersdorf seit 2001 Bild: Bezirksamt

Das Wappen des Fusionsbezirkes Charlottenburg-Wilmersdorf setzt sich unter der Berliner Mauerkrone mit dem Bären aus den Wappen der früheren Bezirke Charlottenburg im unteren Teil und Wilmersdorf im oberen Teil zusammen.
Die heraldische Beschreibung, in der die Seiten aus der Sicht des Wappens, nicht aus der Sicht des Betrachters definiert werden, lautet folgendermaßen:
“Unter silbern-blau gespaltenem Schildhaupt, darin drei Lilien in verwechselten Farben, in Gold eine gezinnte blaue Torburg mit offenem schwarzem Fallgatter, die Seitentürme mit Kuppeldächern, der Mittelbau mit einem Zeltdach, das oben mit zwei abgewendeten Fahnen besteckt ist, die rechte schwarz-silbern, die linke silbern-rot geteilt. Die Seitentürme sind belegt mit je einem Schild: rechts in Silber ein goldengekrönter und –bewehrter schwarzer Adler mit goldenen Kleeblattstengeln auf den Flügeln und auf der Brust belegt mit dem goldenen Monogramm FR, überhöht von einer goldenen Königskrone; links in Rot ein springendes silbernes Pferd.
Das Schildhaupt greift in abgeänderter Komposition die Embleme des bisherigen Wilmersdorfer Bezirkswappens auf, während in den unteren Teil des Schildes das bisherige Bezirkswappen von Charlottenburg – zwar grafisch überarbeitet und vereinfacht – in heraldischem Sinne unverändert übernommen worden ist.”

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Bezirkssymbol Charlottenburg-Wilmersdorf Bild: Bezirksamt

Die Verwendung von Hoheitszeichen des Landes Berlin richtet sich nach dem Gesetz über die Hoheitszeichen des Landes Berlin vom 22.10.2007 (GVBl. S. 549). Zuständige Ordnungsbehörde ist die Senatsverwaltung für Inneres und Sport.
Nach den von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport erlassenen Ausführungsvorschriften zum Gesetz über die Hoheitszeichen des Landes Berlin ist die Verwendung des Bezirkswappens dem Bezirk zu seiner Darstellung in der Öffentlichkeit vorbehalten.
Vom Bezirkswappen ist das Bezirkssymbol zu unterscheiden. Das Bezirkssymbol ist der Wappenschild des Bezirkswappens ohne Mauerkrone. Das Symbol darf als Zeichen der Verbundenheit oder des Bezugs zum Land Berlin von jedermann zu Zwecken frei verwendet werden, die mit dem Sinn dieses Symbols vereinbar sind, ausgenommen Sieglen, Stempeln oder auf Schildern.

Senatsverwaltung für Inneres und Sport: Informationen zu den Hoheitszeichen Berlins und der Bezirke

Das Charlottenburger Bezirkswappen

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Bezirkswappen Charlottenburg 1957-2000 Bild: Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

Während die Wappen der meisten anderen Berliner Bezirke Neuschöpfungen waren, die vielfach erst im 20. Jahrhundert entworfen wurden, ist das heraldische Sinnbild Charlottenburgs ebenso alt wie die Stadt selbst. Das dem Bezirk laut Senatsbeschluss vom 08. Januar 1957 verliehene Wappen ist in allen wesentlichen Details ein Abbild des zum ersten mal auf der Charlottenburger Fahne von 1704 erscheinenden Wappens, das kurz darauf nach der Verleihung der Stadtgerechtigkeit im Jahre 1705 auch Hauptteil des ersten Charlottenburger Stadtsiegels wurde.
Das Wappen zeigt im goldenen Schilde ein schwebendes blaues gezinntes Burgtor mit aufgezogenem schwarzen Fallgatter im Durchgang des Mittelbaus. Die seitlichen Türme sind mit Kuppeldächern, der Mittelbau mit einem Walmdach versehen, das auf dem First mit nach außen abwehrenden Flaggen besetzt ist. Die linke Flagge ist schwarz-silbern, die rechte silbern-rot geteilt. Die Türme sind mit je einem Wappenschilde, links mit dem Schild von Preußen, rechts mit dem Schild von Niedersachsen (Hannover) belegt. Der preußische Schild – in der Form vom Jahre 1704 – zeigt in Silber einen mit der Königskrone gekrönten, rotbezungten und goldbewehrten schwarzen Adler, der auf der Brust den ebenso gekrönten goldenen verschlungenen Namenszug FR trägt. Seine Flügel sind mit goldenen Kleestengeln belegt. Der niedersächsische Schild zeigt in Rot ein springendes silbernes Roß. Auf dem Schilde ruht eine dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit einem kleinen Berliner Wappenschilde belegt ist. Die beiden Schilde weisen auf die Gründer Charlottenburgs hin, Preußens König Friedrich I. und seine aus Hannover stammende Gemahlin Sophie Charlotte, die Namenspatronin der Stadt.

Das Wilmersdorfer Bezirkswappen

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Bezirkswappen Wilmersdorf 1955-2000 Bild: Bezirksamt

Nach einer Legende soll ein Ritter “derer von Wilmerstorf” König Ludwig IX. bei seinem ersten Kreuzzug zwischen 1248 und 1254 in der Schlacht von Damiette in Ägypten das Leben gerettet haben. Zur Belohnung soll er den Wappenschild des Königs mit den drei Lilien erhalten haben. Auch wenn das französische Königswappen der Bourbonen erst seit dem 15. Jahrhundert drei goldene Lilien im blauen Felde zeigt, so steht doch fest: Das Rittergeschlecht “derer von Wilmerstorf”, das seit dem sechzehnten Jahrhundert in Wilmersdorf und Schmargendorf ansässig war und Land besaß, führte das Lilienwappen, die Großstadt Deutsch-Wilmersdorf übernahm es 1906 als ihr Stadtwappen. In der Fassung mit der Mauerkrone und dem Berliner Bären wurde es dem Bezirk Berlin-Wilmersdorf durch Senatsbeschluss vom 3.10.1955 verliehen.

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Familienwappen derer von Wilmerstorf Bild: Bezirksamt