Denkmal für im Verkehr verunglückte Kinder

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Denkmal für Kinder im Straßenverkehr 11.9.2006, Foto: Andreas Fritsch Bild: Bezirksamt

Hier starb am 23. März 2004 der neunjährige Dersu Scheffler durch einen rechts abbiegenden Lastkraftwagen, der den radfahrenden Jungen trotz grüner Fußgänger- und Fahrradampel übersehen hatte.
Die Bildhauerin Rachel Kohn hat eine etwa drei Meter hohe Stele angefertigt, und der Keramik-Künstler Michael Stürenburg hat eine Platte mit einem von Dersu Scheffler gemalten Bild erstellt. Beides bildet ein künstlerisches Ensemble, das die Erinnerung an die viele unschuldige Opfer wach halten soll.
Verantwortlich für die Realisierung des Denk- und Mahnmals für verletzte Kinder im Straßenverkehr war eine Initiative von Künstlerinnen, Künstlern und Aktiven des “Kiezbündnisses Klausenerplatz”. Finanziert wurde das Denkmal durch Spenden von Einzelpersonen, Gewerbetreibenden und Unternehmen. Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf unterstützen die Initiative bei der Errichtung des Denkmals.

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Denkmal für Kinder im Straßenverkehr, 2.12.2011, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

Dersu Scheffler war laut Statistischem Bundesamt eines von 37 285 Kindern unter 15 Jahren in Deutschland, das 2004 bei Straßenverkehrsunfällen verunglückte. 153 Kinder wurden wie er tödlich verletzt, 6577 Kinder wurden schwer und 30555 leicht verletzt. Presse und Politik nahmen den Tod Dersu Schefflers zum Anlass, bessere und EU-weite Sicherheitsstandards einzufordern.

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Denkmal für Kinder im Straßenverkehr, Enthüllung am 11.9.2006, Foto: Andreas Fritsch Bild: Bezirksamt

Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen, Verkehrsstadträtin Martina Schmiedhofer, Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer, Martin Keune von der Initiative gegen den “Toten Winkel” und Lutwin Temmes vom Kiezbündnis Klausenerplatz e.V. enthüllten am Montag, dem 11.9.2006, um 11.00 Uhr, an der Kreuzung Bismarckstraße Ecke Kaiser-Friedrich-Straße dieses bundesweit erste Denkmal für Kinder im Straßenverkehr.

Vgl. auch Rede von Bezirksstadträtin Martina Schmiedhofer Redebeitrag von Tim Roussey