Stolpersteine Regensburger Straße 14 a

Bildvergrößerung: Hausansicht Regensburger Str. 14a
Hausansicht Regensburger Str. 14a
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

Diese Stolpersteine wurden auf Wunsch der Enkelin Yael Rath (Israel) am 6.10.2016 in ihrer Anwesenheit verlegt.

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Stolperstein Ida Weil
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

HIER WOHNTE
IDA WEIL
JG. 1892
DEPORTIERT 12.1.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Bildvergrößerung: Stolperstein Raphael Weil
Stolperstein Raphael Weil
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

HIER WOHNTE
RAPHAEL WEIL
JG. 1881
DEPORTIERT 12.1.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Familie Weil
Bild: Yael Rath (Israel)

Ida Jette Weil geb. Frank wurde am 26. August 1892 in Augsburg geboren. Ihre Eltern waren Adolf und Laura Frank geb. Lemele.
Ida Weil heiratete am 18. Dezember 1919 in München Leonard Schmid. Die gemeinsame Tochter Margot wurde am 28. Oktober 1921 geboren. Ida und Leonard Schmid ließen sich am 2. November 1923 scheiden; Ida nahm wieder ihren Geburtsnamen Weil an. Die Tochter Margot wurde in einem jüdischen Waisenhaus in Fürth untergebracht.

1939 war Ida Weil in Schöneberg in der Meraner Straße 2 gemeldet. Am 3. Oktober 1940 heiratete sie in Berlin Raphael Weil. Die letzte Wohnanschrift der Eheleute war die Regensburger Straße 14a.

Mit einem Güterzug wurde Ida Weil zusammen mit ihrem Mann Raphael am 12. Januar 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Raphael Weil wurde am 9. April 1881 in Friesenheim (bei Lahr in Baden) geboren.
In Berlin war er 1939 in Charlottenburg in der Cauerstraße 31 gemeldet. Zuletzt wohnten er und seine Frau Ida, wie auf der Deportationsliste vermerkt ist, in der Regensburger Straße 14a.
Am 12. Januar 1943 wurde er vom Güterbahnhof Moabit mit seiner Frau und 1188 weiteren Menschen im Viehwaggon ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert und in Birkenau ermordet.

Margot Schmid, der Tochter von Ida und Leonhard Schmid, gelang am 3. September die Emigration nach Palästina.

Ein Gedenkblatt für ihre Großmutter Ida Weil schrieb 1999 eine Enkelin, Rut Martefi. Es ist in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem aufbewahrt.

Text: Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf mit Informationen der Enkelin Yael Rath (Israel) sowie aus dem Bundesarchiv und dem Zentralarchiv Yad Vashem