Stolpersteine Windscheidstraße 35

Bildvergrößerung: Hausansicht Windscheidstr. 35
Hausansicht Windscheidstr. 35
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

Diese Stolpersteine sind am 27.11.2012 verlegt worden.

Bildvergrößerung: Stolperstein Siegfried Beermann
Stolperstein Siegfried Beermann
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

HIER WOHNTE
SIEGFRIED
BEERMANN
JG. 1877
DEPORTIERT 15.8.1942
ERMORDET IN RIGA

Siegfried Beermann wurde am 16. Dezember 1877 in Berlin geboren. Von Beruf war er Versicherungskaufmann. Er betrieb in der Windscheidstraße 35, wo er auch wohnte, ein Versicherungsbüro. Von 1935 bis 1939 stand es im Adressbuch, danach war das Ehepaar Beermann in der Oranienburger Straße 26 gemeldet. An dieser Stelle befindet sich heute die Senatsverwaltung für Kultur. Am 15. August 1942 wurde Siegfried Beermann zusammen mit seiner Frau Elise in einem mit etwa 1000 Menschen besetzten Zug vom Güterbahnhof Berlin-Moabit nach Riga-Skirotava gebracht. Fast alle wurden nach der Ankunft in den Wäldern von Rumbula und Bikernieki erschossen und in Massengräber geworfen.

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Stolperstein Elise Beermann
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

HIER WOHNTE
ELISE BEERMANN
JG. 1876
DEPORTIERT 18.8.1942
ERMORDET IN
RIGA

Elise Beermann geb. Philipp wurde am 11. August 1876 in Köln geboren. Sie war mit Siegried Beermann verheiratet, der bis 1939 in der Windscheidstraße 35 ein Versicherungsbüro führte. Danach sind sie offenbar in die Oranienburger Straße 26 umgesiedelt worden. Beide wurden am 15. August 1942 vom Güterbahnhof Moabit nach Riga in Lettland deportiert und dort wie fast alle etwa 1000 Insassen gleich nach der Ankunft am 18. August 1942 ermordet.