Stolpersteine Darmstädter Straße 2

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Hausansicht Darmstädter Str. 2
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

Diese Stolpersteine sind auf Wunsch von Amos Rozdiel und weiteren Familienmitgliedern aus Berlin und aus Israel in deren Anwesenheit am 21.9.2013 verlegt worden.

Link zu: Stolperstein Hermann Masur
Stolperstein Hermann Masur
Bild: H.-J. Hupka

HIER WOHNTE
HERMANN MASUR
JG. 1869
DEPORTIERT 3.10.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 17.10.1942

Hermann Masur wurde am 3. Dezember 1869 in Lissa (Leszno) in der Provinz Posen (Poznan) geboren. Er wohnte in der Darmstädter Straße 2 in Wilmersdorf. Im Melderegister der Volkszählung vom 17.5.1939 war Hermann Masur, als “verheiratet“ eingetragen, eine Frau dieses Namens war aber nicht registriert. Im Adressbuch 1939 stand Hermann Masur, obwohl schon fast 70 Jahre alt, als „Kaufmann“. Mir ihm zusammen wohnten seine Tochter Clara Bornstein geb. Masur, geboren am 10. November 1900, und sein Schwiegersohn Walter Bornstein, geboren am 19. Juli 1900.

Am 3. Oktober 1942 ist Hermann Masur im Alter von fast 73 Jahren abgeholt und zunächst ins Sammellager an der Großen Hamburger Straße und dann vom Güterbahnhof Moabit mit 1022 Menschen, von denen fast alle ums Leben gebracht wurden, ins Ghetto Theresienstadt deportiert worden. Nach 14 Tagen konnte er die entsetzlichen Umstände nicht mehr erleiden, am 17. Oktober 1942 ist sein Tod bescheinigt worden Die Ghetto-Ärzte nannten als Todesursache „Darmkatarrh“, eine gängige Umschreibung für die Folgen der hygienischen und sanitären Missstände.
Walter und Clara Bornstein sind am 3. und am 1. März 1943 nach Auschwitz deportiert worden.

Quelle: Bundesarchiv; Datenbank der Holocaust-Opfer Theresienstadt www.holocaust.cz

Zusammengestellt von der Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf anhand öffentlich zugänglicher Quellen. Von der Familie wurden trotz wiederholter Bitten keine biografischen Angaben geliefert.

Link zu: Stolperstein Walter Kurt Bornstein
Stolperstein Walter Kurt Bornstein
Bild: H.-J. Hupka

HIER WOHNTE
WALTER KURT
BORNSTEIN
JG. 1900
DEPORTIERT 3.3.1943
AUSCHWITZ
ERMORDET 15.3.1943

Walter Bornstein ist am 6. Juli 1900 in Berlin geboren. Seine nur wenig jüngere Frau war Clara Bornstein geb. Masur, geboren am 19. Dezember 1900 in Berlin, eine Tochter von Hermann Masur, bei dem das Ehepaar in der Darmstädter Straße 2 wohnte. Walter Bornstein war im Adressbuch 1939 mit dem Zusätzen Dr. phil. und Assessor a.D. registriert.

Sicherlich mussten beide Zwangsarbeit leisten, denn wenige Tage vorher waren alle in Rüstungsbetrieben arbeitenden jüdischen Beschäftigten in einer „Fabrikaktion“ an ihren Arbeitsplätzen verhaftet worden. Clara Bornstein wurde im Sammellager Große Hamburger Straße 26, einem ehemaligen jüdischen Altersheim, ihr Mann Walter Bornstein in der teilweise beschädigten Synagoge Levetzowstraße 7-8 für die Deportationen registriert. Sie haben sich also nicht mehr sehen können, bevor sie am 1. und am 3. März im Alter von 41 Jahren nach Auschwitz deportiert worden sind.

Quellen: Bundesarchiv; Volkszählungsregister 1939; Adressbuch.

Aufgezeichnet von der Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf anhand öffentlich zugänglicher Quellen. Von der Familie wurden trotz wiederholter Bitten keine biografischen Angaben geliefert.

Link zu: Stolperstein Clara Bornstein
Stolperstein Clara Bornstein
Bild: H.-J. Hupka

HIER WOHNTE
CLARA BORNSTEIN
GEB. MASUR
JG 1900
DEPORTIERT 1.3.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ