Stolpersteine Sybelstr. 39

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Hauseingang Sybelstr. 39, Foto: A. Bukschat & C. Flegel, 22.07.2012
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Diese Stolpersteine wurden am 08.11.2011 verlegt und gespendet von mehreren Hausbewohner/innen, einigen Wohnungseigentümern und der Parat Hausverwaltung.
Der Stolperstein für Hertha Tockus wurde am 20.3.2012 und der Stolperstein für Thea Herrmann wurde am 30.4.2013 verlegt.

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Schreiben der Vermögensverwertungsstelle
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Schreiben der Vermögensverwertungsstelle

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Stolperstein Max Badrian, Foto: F. Siebold, 20.03.2012
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HIER WOHNTE
MAX BADRIAN
JG. 1874
DEPORTIERT 19.1.1942
ERMORDET IN
RIGA

Max Badrian und seine Frau Rosa stammten aus Oberschlesien und zogen im Juni 1934, als er Pensionär wurde, in die Sybelstraße 39. Eigentümer des Hauses war damals der in Prag lebende Karl Jockel. Max Badrian, der am 26. Juni 1874 in dem Dorf Ober-Heiduk bei Beuthen geboren wurde, war von 1897 bis 1933 Buchhalter bei dem Kohlengroßhändler Emmanuel Friedlaender & Co., Unter den Linden 61, gewesen, sein letztes Gehalt betrug dort 558 Reichsmark (RM). Über die fünf Wochen jüngere, am 1. August 1874 in Beuthen unter dem Namen Reiter geborene Rosa Badrian wissen wir nichts Näheres.
Nicht einmal acht Jahre durften sie ihr Alter in ihrer Wohnung im 1. Stock links genießen. Sie bewohnten zwei Zimmer mit Diele, Küche, Bad, Toilette und einer Kammer. Am 19. Januar 1942 wurden sie, 68 Jahre alt, vom Sammellager in der ehemaligen Synagoge Levetzowstraße auf den Bahnhof Grunewald verschleppt, bei eisiger Kälte in einen Güterzug nach Riga verfrachtet und dort, wie die meisten der 1002 Zuginsassen, sofern sie nicht schon erfroren oder verhungert waren, gleich nach der Ankunft am 23. Januar erschossen.
Die Eheleute Badrian waren, nach ihrem Vermögen zu urteilen, nicht reich, hatten aber für ihr Alter vorgesorgt. Sie bezogen mehrere Renten und waren gut versichert. Nach einer ihnen vor der Deportation abverlangten Auflistung mit Datum vom 22.12.1941 besaßen sie „Papiere“ im Wert von rund 13 000 RM und hatten 503 RM auf dem Konto. Das Gesamtvermögen wurde am 23.8.1943 eingezogen und erbrachte einen Erlös von 13 637,99 RM, wie es in einem amtlichen Vermerk „Verwertung aus dem Judenvermögen“ hieß. Außerdem wurde das Inventar auf 1 171 RM geschätzt. Eine präzise Liste aller in der Wohnung zurückgelassenen Gegenstände ist im Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam erhalten, jede Kleinigkeit wurde penibel erfasst – sogar „5 Likörgläser, 3 Vasen, 1 Strohkorb, 1 Bohnerbesen, 1 Kohlenkasten“, wie die Hausverwaltung D. Bemoully aus Friedenau am 3.2.1942 dem Finanzamt mitteilte.
Der Verwalter übergab die vom Hauptwirtschaftsamt „geräumte Judenwohnung in gutem Zustand ungezieferfrei“, so hieß es in einem Protokoll vom 21. März 1942, an die Witwe des Steuersekretärs Hans Zur, der bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen war. Ihr, die zwei Kinder hatte, wurde diese Wohnung vom Quartier- und Wehrleistungsamt zugewiesen.

Quellen: Bundesarchiv; Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Potsdam; Berliner Adressbücher; Datenbank Jüdische Gewerbebetriebe.

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Stolperstein Rosa Badrian, Foto: F. Siebold, 20.03.2012
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ROSA BADRIAN
GEB. REITER
JG. 1874
DEPORTIERT 19.1.1942
ERMORDET IN
RIGA

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Stolperstein Leopold Weil, Foto: F. Siebold, 20.03.2012
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LEOPOLD WEIL
JG. 1875
DEPORTIERT 13.1.1942
ERMORDET IN
RIGA

Leopold und Margarethe Weil lebten in einer geräumigen Wohnung im 3. Stock der Sybelstraße 39. Leopold Weil, am 9. April 1875 in Baden-Baden geboren, war Apotheker, seine aus Berlin stammende, am 14. August 1886 geborene Frau Margarethe, geb. Pasch, war die Tochter von Jakob Pasch, der ebenfalls in dieser Wohnung lebte.
Erhalten ist im Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam ein Schreiben der Gothaer Lebensversicherung an den Oberfinanzpräsidenten Berlin-Brandenburg vom 1.2.1943, in dem mitgeteilt wird, dass die Lebensversicherung der Weils, die aus „10 000 Feingoldmünzen“ bestand, „dem Deutschen Reich verfallen“ sei. Näheres ist hierzu nicht bekannt, es ist jedoch sicher, dass sie wie das gesamte Besitztum vom Nazi-Staat beschlagnahmt wurden.
Am 13. Januar 1942 wurden Leopold und Margarete Weil zusammen mit ihrer Untermieterin Hertha Tockus und vier anderen in der Etage darüber lebenden Menschen (Wolf und Słata Lewin sowie Siegfried und Thea Herrrmann) über das Sammellager in der ehemaligen Synagoge an der Levetzowstraße vom Bahnhof Grunewald aus nach Riga deportiert, wo sie – wie fast alle der überwiegend alten und kranken 1042 Zuginsassen – wahrscheinlich sofort nach der Ankunft am 16. Januar 1942 erschossen worden sind. Von ihrem uralten Vater Jacob Pasch hatten sie sich schon vorher verabschieden müssen.

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Stolperstein Margarethe Weil, Foto: F. Siebold, 20.03.2012
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MARGARETHE WEIL
GEB. PASCH
JG. 1886
DEPORTIERT 13.1.1942
ERMORDET IN
RIGA

Lebensversicherungsbescheinigung M. Weil

PDF-Dokument (1.1 MB)

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Stolperstein Jakob Pasch, Foto: F. Siebold, 20.03.2012
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JAKOB PASCH
JG. 1848
DEPORTIERT 21.7.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 2.11.1942

Jakob Pasch , der um 1931 in der Pariser Straße 27 gewohnt hatte, lebte im hohen Alter mit seiner Tochter Margarethe und deren Mann Leopold zusammen. Er stammte aus Rawitsch in der Nähe von Posen (Poznan, Polen), wo er am 20. Februar 1848, also noch vor der deutschen Märzrevolution, geboren wurde. Mit 94 Jahren musste er die Deportationen seiner Tochter, seines Schwiegersohns und anderer Bewohner des Hauses Sybelstraße 39 miterleben, er selbst wurde zunächst in ein Altersheim an der Grabenstraße 12 in Lichterfelde gebracht. Von dort transportierten ihn die Nazis am 21. Juli 1942 vom Anhalter Bahnhof in einem Personenzug mit 100 weiteren überwiegend alten Menschen nach Theresienstadt ab, wo er am 2. November im völlig überfüllten Ghetto entkräftet ums Leben kam. Im Sterbedokument, das von vier Ärzten unterschrieben wurde (http://www.holocaust.cz/de/document/DOCUMENT.ITI.9644 ), ist als Todesursache „Altersschwäche“ angegeben.

Am 1. Juli 1942 war Jakob Pasch im Altersheim zur Abgabe einer „Vermögenserklärung“ gezwungen worden, die erhalten ist. Als Beruf wurde, offenbar nicht von ihm selbst, ausgefüllt: „Privatmann“, in der Rubrik Familienstand: „verwitwet“. Als „Familienangehörige“ nannte er seine Tochter Margarethe, die – falsch geschrieben – an dieser Stelle als „Margareta Sara Weil“ eingetragen wurde. Auch der Zusatz, sie sei „abgewandert“, kann kaum von ihm selbst stammen, denn diese Umschreibung ist Nazi-Vokabular.

Außerdem ist in den beim Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam archivierten Akten eine Verfügung der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) vom 1.6.1942 enthalten, wonach „das gesamte volks- und staatsfeindliche Vermögen“ von Jakob Pasch „zu Gunsten des Deutschen Reiches eingezogen“ wurde. Hierzu hatte die Dresdner Bank am 10.2.1942 der Gestapo eine Depotaufstellung geliefert, in der Aktien mit einem Kurswert von 35 968 Reichsmark (RM), ein Schatzbrief im Wert von 12 276 RM und ein Bankguthaben von 1 270,30 RM aufgeschlüsselt sind. Hiervon wurden 65 RM Verwaltungsgebühren einbehalten, bevor die Nazis Jakob Paschs angespartes Vermögen einzogen und für ihren verbrecherischen Krieg und für die ebenso verbrecherische Judenvernichtung verwendeten.

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Stolperstein Hertha Tockus, Foto: F. Siebold, 20.03.2012
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HERTHA TOCKUS
GEB. ROTMANN
JG.1893
DEPORTIERT 13.1.42
ERMORDET IN
RIGA

Hertha Tockus , geboren am 21. Februar 1893 in Berlin als Hertha Rotmann, war als Untermieterin in der Sybelstraße 39 bei der Familie Weil/Pasch gemeldet. Die Schwester Margareta Cohen, geb. Rotmann, hat den Namen ihrer Mutter mit Frida und das Geburtsjahr von Hertha mit 1892 angegeben. Sie sei mit Bruno Tockus verheiratet gewesen, über den keine gesicherten Daten herauszufinden sind.
Mit sechs anderen Menschen aus diesem Haus wurde Hertha Tockus am 13. Januar 1942 unter grauenvollen Bedingungen in einem völlig überfüllten Zug bei Eiseskälte nach Riga deportiert. Wenn sie überhaupt lebend dort angekommen ist, wurde sie, wie die meisten, umgebracht.
http://db.yadvashem.org/names/nameDetails.html?itemId=1104321&language=de#!prettyPhoto[gallery2]/0/

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Stolperstein Paula Palistrant, Foto: F. Siebold, 20.03.2012
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PAULA PALISTRANT
JG.1881
DEPORTIERT 13.6.1942
ERMORDET IN
SOBIBOR

Als sie von den Nazis aus ihrer Wohnung abgeholt und nach Sobibor verschleppt wurde, wohnte die damals 61 Jahre alte Paula Palistrant schon fast 40 Jahre in der Sybelstraße 39. Die am 28. April 1881 in Berlin geborene unverheiratete Frau war als „ledig, staatenlos“ registriert. Bis 1938 hatte sie für einen Monatslohn von 200 Reichsmark (RM) als Buchhalterin bei der Firma Julius Hartstein gearbeitet, einer Gardinenfabrik in der Klosterstraße 8/9, die zwangsaufgelöst wurde, weil Hartstein Jude war. Danach war Paula Palistrant arbeitslos. Über ihre Herkunft und Familie ist nichts mehr herauszufinden.

Im linken Seitenhaus im ersten Stock bewohnte sie „3 Zimmer, Mädchenzimmer, 1 Badezimmer, Warmwasser&Heizung“, wie sie in einer ihr abverlangten Vermögenserklärung korrekt in feiner Handschrift eintrug, zum Mietpreis von 80 RM. Zwei Zimmer hatte sie untervermietet an Fritz Berneis für 45 RM und Peter Boschkoff, einen Bulgaren, für 35 RM, sodass sie letztlich umsonst wohnte.

1939 und 1940 war sie Verwalterin des Hauses Kaiserdamm 59, das Selma Lipschitz gehörte, die nach England geflüchtet war. Diese Informationen sind dem Berliner Adressbuch von 1940 zu entnehmen.

Bevor Paula Palistrant am 1. Juni 1942 in das Sammellager in der ehemaligen Synagoge an der Levetzowstraße gebracht wurde, musste sie wie alle Juden eine Vermögenserklärung abgeben. Darin gab sie unter anderem an: „1 Anrichte, 2 Sessel, 1 davon kaputt, 3 Matratzen, 1 Leiter …“ und alles zusammen wurde mit 359,80 RM bewertet. Ihr „Gesamtvermögen“ wurde mit „ca. 40 RM“ beziffert.

Am 13. Juni 1942 wurde Paula Palistrant auf dem Gleis 17 des Bahnhof Grunewald in einen Zug mit 748 Berliner und etwa 250 Potsdamer Juden gesteckt und in das Vernichtungslager Sobibor in Ostpolen abtransportiert, wo sie ermordet worden ist.

Die Untermieter Berneis und Boschkoff erhielten am 9.7.1942, als ihre Vermieterin vermutlich schon umgebracht war, von der Charlottenburger Wohnungsbehörde kurzfristige Kündigungen. Beide baten schriftlich darum, bleiben zu dürfen, weil sie keine andere Bleibe finden könnten. Das Amt antwortete hartherzig: „Der Kündigungstermin zum 1.8.1942 bleibt“ und kündigte die „Einweisung eines neuen Hauptmieters“ an. Außerdem: „Die Abholung des gesamten Mobiliars der Abgeschobenen (hiermit war Paula Palistrant gemeint) steht in Kürze bevor.“

Vermögenserklärung Paula Palistrant

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Stolperstein Georg Lubszynski, Foto: F. Siebold, 20.03.2012
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HIER WOHNTE
GEORG LUBSZYNSKI
JG. 1884
DEPORTIERT 19.10.1942
RIGA
ERMORDET 22.10. 1942

Georg und Rosa Lubszynski hatten ihre Wohnung im 4. Stock rechts. Zwei Zimmer waren an Berta Tucholsky und Luise Friedländer vermietet. Über Lubczynskis sind keine Akten aufzufinden, aber einiges lässt sich aus verschiedenen Quellen rekonstruieren.

Georg Lubszynski wurde am 27. Mai 1884 in Berlin geboren. Verheiratet war er mit Rosa Lubszynski, die am 9. Juli 1889 in Stolp (Słupsk) in Pommern geboren ist. Ob sie Kinder hatten, ist nicht mehr herauszufinden.

1931 hatte Georg Lubszynski in der Dahlmannstraße 3 gewohnt, sein Bruder Georg wohnte damals in der Mainzer Straße 12, später in der Mannheimer Straße 12. Beide zusammen führten ein Geschäft, das im Branchenbuch in der Rubrik „Fabrikation chemischer Produkte“ unter der Adresse Sybelstraße 39 eingetragen war. Da ein solcher Gewerbebetrieb wohl kaum in dem Wohnhaus gewesen sein dürfte, ist anzunehmen, dass es die Firmenanschrift war und es sich um die in der Liste jüdischer Unternehmen verzeichnete Kabra Handelsgesellschaft für chemische Produkte mbH handelte, die von der Wohnung aus geführt wurde.

Zehn Tage, nachdem seine Untermieterin Luise Friedländer, geboren am 12. Februar 1868 in Waren/Müritz, am 12. Juni 1942 deportiert worden war, schrieb Lubszynski an die Behörde des Oberfinanzpräsidenten Berlin-Brandenburg, er beanspruche „mir gehörige Gegenstände“ aus dem versiegelten Zimmer Friedländers. Ein Finanzbeamter, der das peinliche Gezerre um einige Einrichtungsgegenstände – es ging um Übergardinen und Lampen – in einem Vermerk festhielt, machte sich über Lubsczynski lustig, indem er dessen Namen als „Sauergurki“ verunstaltete. Tatsächlich wurde ihm die Nutzung zugestanden, was aber die Geheime Staatspolizei nicht hinderte, das Ehepaar Lubszynski ebenfalls auf die Deportationsliste zu setzen. Am 19. Oktober 1942 wurden sie nach Riga deportiert und dort gleich nach der Ankunft am 22. Oktober erschossen.

Quellen: Bundesarchiv; Berliner Adressbücher und Branchenbücher; Jüdische Gewerbebetriebe in Berlin 1930-1945, Datenbank der Humboldt-Universität zu Berlin ; Akten der Oberfinanzdirektion Berlin-Brandenburg (zu Friedländer).

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Stolperstein Rosa Lubszynski, Foto: F. Siebold, 20.03.2012
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ROSA LUBSZYNSKI
GEB. ROSENOW
JG 1889
DEPORTIERT 19.10.1942
RIGA
ERMORDET 22.10. 1942

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Stolperstein Berta Tucholsky, Foto: F. Siebold, 20.03.2012
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BERTA TUCHOLSKY
JG. 1859
DEPORTIERT 17.8.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 29.8.1942

Berta Tucholsky , die am 8. Juni 1856 in Greifswald geboren wurde, hat viele Jahre bis September 1940 in der Sybelstraße 39 zur Untermiete bei Georg und Rosa Lubszynski im 4. Stock rechts gelebt. Dann zog sie, offenbar pflegebedürftig, in die Niebuhrstraße 76 um, wo sie bis zu ihrer Deportation im August 1942 möbliert und mit Verpflegung für 135 Reichsmark bei Dr. Elise Lent wohnte.
In einer ihr wie allen Juden von der Berliner Finanzbehörde abverlangten Vermögenserklärung mit Datum vom 10.8.1942 gab sie als Beruf „Dipl.-Lehrerin für höhere Schulen“ und an anderer Stelle „Privatlehrerin“ an. Außerdem schrieb sie fein säuberlich in das Formular, dass sie „ledig“ war, „kein Vermögen“ besaß und „alle Steuern bezahlt“ habe.

Zu diesem Zeitpunkt wird die damals 89 Jahre alte Dame gewusst oder zumindest geahnt haben, welches Schicksal ihr drohte. Wenige Tage danach wurde sie abgeholt, zunächst in das Sammellager Große Hamburger Straße 26 gebracht und am 17. August 1942 vom Bahnhof Grunewald ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie zwölf Tage später ums Leben gebracht worden ist.
In einem Vermerk vom 21.9.1942 an das Amtsgericht hat ein Gerichtsvollzieher namens Dewitz bestätigt, dass „kein Nachlass vorhanden“ war. Am 8.10.1942 schickte er dem Gericht eine „Kostenrechnung“ über „Gebühren und Fahrkosten“ in Höhe von 2 Reichsmark (RM).

Diese im Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam verwahrten Unterlagen sind die letzten der spärlichen Spuren, die es von Berta Tucholsky noch gibt.

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Stolperstein Luise Friedländer, Foto: A. Bukschat & C. Flegel, 22.07.2012
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LUISE FRIEDLÄNDER
GEB. BEHRENS
JG. 1861
DEPORTIERT 12.6.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 15.9.1942

Untermieterin von Georg und Rosa Lubszynski, die ihre Wohnung im 4. Stock rechts hatten, war außer Berta Tucholsky seit Dezember 1938 auch Luise Friedländer , geb. Behrens. Sie wurde am 12. Februar 1868 in Waren/Müritz geboren und war verwitwet. Seit 1.1.1926 erhielt sie eine staatliche Versorgungsrente von 800 Reichsmark jährlich, die in zwei Raten ausgezahlt wurde.

In ihre Vermögenserklärung, die sie vor ihrer Deportation ausfüllen musste, schrieb sie: „Ich wohne in Pension 1 Zimmer teilmöbliert Pensionspreis monatl. 140 RM, Wohnungsinhaber Georg Lubszynski Jude.“ Unter „Beruf“ trug sie ein: „ohne Beschäftigung“, bei „Konfession“ formulierte sie: „Jude“. Ihr früherer Beruf ist unbekannt.

Offenbar hatte Luise Friedländer etwas zurücklegen können. Neben einem Guthaben von 399 Reichsmark hatte sie bei der Commerzbank elf Wertpapiere für insgesamt 17 600 Reichsmark, die ihr nach der Deportation geraubt wurden. Am 23.1.1943 notierten die NS-Behörden in ihrer grausamen Sprache: „Das Vermögen der abgeschobenen Jüdin Luise Friedländer ist … dem Reich verfallen.“ Am 11.6.1943 wurde bestätigt, dass ihr Erspartes „zugunsten des Deutschen Reiches eingezogen“ worden ist. Auch Inventar und Wäsche sowie allerlei Gegenstände einschließlich Silberlöffel und Reisekoffer wurden verhökert. Möbel und Hausrat waren auf 30,10 RM taxiert worden und gingen an den Gebrauchtmöbelhändler Wilhelm Hahn, Gatschkestraße 17. Die Textilien wurden von der Firma Hedwig Andruck, Spreestraße 23, für 14 RM aufgekauft. Sie bereicherten sich ebenso wie der Nazi-Staat am Eigentum der am 15. September 1942 im Alter von 74 Jahren ums Leben gebrachten Frau.

Am 12. Juni 1942 war Luise Friedländer in einem mit 50 alten Menschen vollbesetzten Waggon vom Bahnhof Grunewald ins Ghetto Theresienstadt deportiert worden. Sie sei „mit unbekanntem Ziel nach dem Osten evakuiert“, hielt der Beamte Dr. Schulzenstein von der Reichsschuldenverwaltung am 27.8. fest, der den Auftrag hatte, Geld einzutreiben.

Besonders absurd erscheint ein im Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam erhaltener amtlicher Vorgang. Am 23.6.1942 schrieb Lubczynski an den Oberfinanzpräsidenten Berlin-Brandenburg in unterwürfigem Ton und mit Nazi-Wortschatz, dass das Zimmer, das er an „die vor 2 Wochen abgewanderte Luise Friedländer“ vermietet habe, „mir gehörige Gegenstände enthält. Für baldige Entsiegelung des Zimmers wäre ich Ihnen sehr verbunden.“ Vier Wochen später erließ die Oberfinanzbehörde tatsächlich eine Verfügung an den „Herrn Vollstreckungsbeamten“, dass die Übergardinen und die Beleuchtungskörper, die dem Hauptmieter Lubczynski gehörten, „freizugeben sind“, die Möbel aber hätten „im Zimmer zu verbleiben“, unterzeichnet: Berger.

In einem hierzu verfassten Bericht des Beamten Röder vom 17.8.1942 heißt es: „Zimmer bleibt versiegelt, bis die Sachen der Jüdin Friedländer abgeholt werden.“ Und in einem handschriftlichen Zusatz ist zu lesen: „Lubszynski ist inzwischen abgewandert, die Freigabe ist überholt. Händler ist benachrichtigt.“ Unterschrift: Hahn. Dieser Zusatz ist vom 21.8.1942 datiert, obwohl Georg und Rosa Lubczynski erst am 19. Oktober 1942 nach Riga deportiert und dort gleich nach der Ankunft am 22. Oktober erschossen wurden. Vielleicht waren sie zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr in ihrer Wohnung. Über sie sind keine Akten auffindbar. Jedenfalls ist Luise Friedländers Wohnungseinrichtung am 19.9.1942 „dem Einzelwarenhändler Wilhelm Hahn zum Händlereinkaufspreis von 30,10 RM übergeben“ worden.

Das elende Gezerre um Luise Friedländers Nachlass ist ein anschauliches Beispiel für die unmenschliche Bürokratie der deutschen Nationalsozialisten und ihrer willigen Erfüllungsgehilfen, ohne die solche Verbrechen in diesem Ausmaß nicht möglich gewesen wären.

Vermögenserklärung Luise Friedländer

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Stolperstein Anna Pessen, Foto: F. Siebold, 20.03.2012
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ANNA PESSEN
GEB. SCHNURMACHER
JG. 1890
DEPORTIERT 3.3.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Anna Pessen wurde am 22. November 1890 in Berlin als Anna Schnurmacher geboren. Sie war mit dem Kaufmann Harry Pessen, geboren am 28. August 1883, verheiratet, der 1936 in Meran (Italien) Selbstmord beging. Er führte einen 1911 gegründeten Vertrieb für Getreide-, Futtermittel und Saatgut und war in den Adressbüchern zunächst in der Güntzelstraße 35, später in der Augsburger Straße 16, dann ab 1934 in der Sybelstraße 39 eingetragen. Nach seinem Freitod übernahm Arthur Goebel, Leonhardtstraße 2, die Firma, wobei ungewiss bleibt, ob es sich um einen damals noch möglichen Verkauf oder um eine Enteignung durch den NS-Staat handelte.

Anna Pessen hatte ein warmherziges Wesen und begrüßte ihre Neffen mit „dicken, feuchten Küssen, was wir gar nicht mochten“, so erinnerte sich einer von ihnen. Sie bekamen von „Onkel Harry und Tante Anna“ aber auch großzügige Geschenke, darunter eine „Wagendecke“, wie Großneffe Noam Pessen, der in Israel lebt, aus Erzählungen weiß.

Als letzte Anschrift, von wo Anna Pessen zur Deportation abgeholt werde, wird Hansa-Ufer 8 angegeben. Warum sie sich dort aufhielt und was sich dort ereignete, ist nicht rekonstruierbar. Auf diesem Grundstück gibt es kein Gebäude mehr. Jedenfalls wurde sie, ohne vorher in ein Sammellager geschickt zu werden, am 3. März 1943 am Gleis 17 in den berüchtigten Zug mit 1732 Menschen gesteckt, den die Nazis als „33. Osttransport“ bezeichneten. Dieser schreckliche Massentransport ging nach Auschwitz, wo Anna Pessen im Alter von 52 Jahren ums Leben gebracht worden ist.

Vor der Freisinger Straße 8 in Schöneberg liegt ein Stolperstein zum Gedenken an Celia (Lina) Wrzeszynski, geboren am 18. Dezember 1870, die eine Cousine von Harry Pessen war und am 17. August 1942 nach Theresienstadt und dann nach Treblinka deportiert worden ist.

Quellen: Überlieferungen aus der Familie Pessen (Israel)

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Stolperstein Bianca Zobel, Foto: F. Siebold, 20.03.2012
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BIANCA ZOBEL
JG. 1865
DEPORTIERT 25.8.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 9.11.1944

Über Irene Levy, die ihre Wohnung im 1. Stock des rechten Seitenflügels hatte, ist nichts bekannt. Obwohl der Name Levy einer der häufigsten jüdischen Nachnamen war, ist sie in der einzigen noch vorhandenen Akte von ihrer Untermieterin Bianca Zobel als „arisch“ gekennzeichnet (siehe Dokument unten) – vermutlich war sie mit einem jüdischen Mann verheiratet gewesen. Jedenfalls taucht eine Irene Levy aus der Sybelstraße 39 in den Todeslisten nicht auf.

Immerhin ist über Bianca Zobel , geboren am 10. August 1865 in Krotoschin (Schlesien), einiges herauszufinden. Sie war ledig, bezog eine ärmliche Rente in Höhe von 27,10 Reichsmark und hatte angeblich für 30 Reichsmark ein möbliertes Zimmer von der „Untervermieterin Frau Levy“ gemietet. Da dies mehr als ihre monatlichen Einkünfte waren, ist denkbar, dass die Angabe nicht stimmt.

Bevor Bianca Zobel am 11. August 1942 abgeholt und in ein Sammellager, ins ehemalige Jüdische Altersheim an der Großen Hamburger Straße, gebracht wurde, musste sie eine 16 Seiten lange „Vermögenserklärung“ ausfüllen. Was hatte eine 77jährige Frau, die nach heutigen Begriffen unter der Armutsgrenze lebte, schon hineinzuschreiben? In die Spalte „Gesamtvermögen“ trug sie in fein säuberlicher Handschrift ein: „Bargeldbestand RM 10.50 im Hause“. Das schien den Nazi-Behörden wohl nicht glaubhaft. Denn die Geheime Staatspolizei verfügte am 1.8.1942: „Das gesamte Vermögen wird … zugunsten des Deutschen Reichs eingezogen.“ Unterschrieben war dieses bürokratische Schriftstück von einem Beamten namens Scheffler, der gleich drei Gestapo-Stempel auf dieses sinn- und nutzlose Papier drückte.

Die amtliche Mitteilung, über die Bianca Zobel sich gewundert haben dürfte, wurde ihr am 24.8.1942 zugestellt, als sie sich schon seit 13 Tagen unter grauenvollen Umständen in dem überfüllten Sammellager befand, wo die Deportationslisten für die Züge in den Osten zusammengestellt wurden. Am 24. August 1942 wurde sie auf dem Anhalter Bahnhof in einen von zwei mit je 50 Menschen vollbesetzten Waggon gezwängt, die an einen planmäßigen Zug in Richtung Dresden-Prag angehängt wurden. Seit dem 2. Juni waren schon 50 solcher Transporte aus der damaligen Reichshauptstadt nach Böhmen abgegangen.

Einige Zeit nach ihrem Abtransport begaben sich einige Herren in ihr Zimmer in der Sybelstraße 39, an der Spitze der Gerichtsvollzieher Schüler aus Wittenau, die nach verwertbarem Vermögen fahndeten. Auf einem roten Formblatt trug Schüler am 9.10.1942 in der Spalte „Inventar“ entnervt mit Bleistift ein: „Fehlanzeige“. Trotzdem brauchten er und seine Begleiter, wie vermerkt wurde, „von 13.30 bis 14 Uhr“, um das Zimmer – und vielleicht die Wohnung – zu durchsuchen. Sie fanden nichts. Bianca Zobel hat sie wohl genarrt.
Noch länger als zwei Jahre überlebte Bianca Zobel, die für ihr Alter offenbar eine gute Konstitution hatte, im Ghetto Theresienstadt, wo tausende Jüdinnen und Juden eingesperrt waren. Erst am 9. November 1944 hat sie dieses grauenvolle Dasein nicht mehr ertragen müssen, da war sie schon 79 Jahre alt.

Vermögenserklärung Bianca Zobel

PDF-Dokument (2.0 MB)

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Stolperstein Wolf Lewin, Foto: F. Siebold, 20.03.2012
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WOLF LEWIN
JG.1868
DEPORTIERT 13.1.1942
ERMORDET IN
RIGA

Das Ehepaar Wolf und Słwata Lewin war 1936 aus der Waitzstraße 23 in die Sybelstaße 39 in die Wohnung im 4. Stock links gezogen, Untermieter waren Siegfried und Thea Herrmann. Wolf Lewin wurde am 12. August 1868 in einem nicht mehr identifizierbaren Ort namens Trab in Russland geboren. Seine Frau Słata, geb. Dolginower, ist am 16. Januar 1868 ebenfalls in Russland, in dem Ort Aschmjany (poln. Oszmiana) nahe der litauischen Grenze im heutigen Weißrussland geboren.
In Berlin stand Wolf Lewin im Adressbuch 1936 als „Tabakagent“ und 1939 als Kaufmann, im Branchenbuch ließ er sich unter der Rubrik Handelsvertreter für Tabakwaren eintragen. Beide wurden zusammen mit mehreren anderen Hausbewohner/innen (siehe Leopold und Margarethe Weil) am 13. Januar 1942 bei bitterer Kälte vom Bahnhof Grunewald nach Riga deportiert und dort wie fast alle mit diesem Massentransport eintreffenden Juden sofort in der Nähe des Bahnhofs erschossen.

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Stolperstein Slata Lewin, Foto: F. Siebold, 20.03.2012
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SLATA LEWIN
GEB. DOLGINOWER
JG. 1868
DEPORTIERT 13.1.1942
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RIGA

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Stolperstein Siegfried Herrmann, Foto: F. Siebold, 20.03.2012
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SIEGFRIED
HERRMANN
JG. 1877
DEPORTIERT 13.1.1942
ERMORDET IN
RIGA

Siegfried und Thea Herrmann waren Untermieter bei Wolf und Słata Lewin im 4. Stock links. Siegfried Herrmann ist am 6. Mai 1877 auf dem Gut Augken (Ostpreußen) geboren, Thea Hermann, geb. Mittwoch, am 12. Juli 1885 in Schrimm (Šrem, Polen). Sie sind am 13. Januar 1942 zusammen mit ihren Vermietern Lewin, den darunter wohnenden Weils und deren Untermieterin Hertha Tockus vom Bahnhof Grunewald in einem mit 1034 Menschen voll besetzten, trotz des harten Winters unbeheizten Zug in die lettische Hauptstadt Riga deportiert worden, wo er am 16. Januar auf dem Bahnhof Skirotava ankam. Fast alle wurden im Wald von Rumbula in der Nähe ermordet.
Nur 15 überlebten diesen Transport nach dem Zweiten Weltkrieg (Gottwald/Schulle: Die Judendeportationen. Wiesbaden 2005).

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Stolperstein Thea Herrmann, Foto: H. Lölhöffel, Juli 2013
Bild: Initiative Stolpersteine Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf

HIER WOHNTE
THEA HERRMANN
GEB. MITTWOCH
JG. 1885
DEPORTIERT 13.1.1942
ERMORDET IN
RIGA

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Stolperstein Helmut Gottschalk, Foto: F. Siebold, 20.03.2012
Bild: Achtung - Copyrighthinweis muss ergänzt werden!

HIER WOHNTE
HELMUT
GOTTSCHALK
JG. 1892
DEPORTIERT 3.2.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Über die Familie Gottschalk ist so gut wie nichts mehr herauszufinden, denn es gibt über sie keine erhaltenen Akten und merkwürdigerweise sind sie in Adressbüchern nicht verzeichnet. Im Melderegister der Volkszählung vom 17.5.1939 standen Helmut, Käte und Gerd-Günter Gottschalk mit der Adresse Sybelstraße 39. Vermerkt war, dass sie vorher in der Fredericiastraße 15 gewohnt hatten und nachher in der Witzlebenstraße 33 im Gartenhaus, 1. Stock, als Untermieter von Paula Schwarz.

Helmut (manchmal auch Helmuth geschrieben) Gottschalk ist am 9. Oktober 1892 in Magdeburg geboren, Käte (auch Käthe geschrieben) Gottschalk, geb. Hirschfeld, am 17. September 1894 in Bielefeld. Am 15. Dezember 1930 wurde in Berlin der Sohn Gerd-Günter Gottschalk geboren. Alle drei wurden, vermutlich aus ihrem Unterschlupf in der Witzlebenstraße, zunächst in die Hamburger Straße 26 transportiert und nach der Registrierung am 3. Februar 1943 nach Auschwitz deportiert.

Paula Schwarz, geb. Abraham, geboren am 15. August 1891 in Lobsens bei, Posen, wurde am 24. August 1943 nach Auschwitz deportiert.

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Stolperstein Käte Gottschalk, Foto: A. Bukschat & C. Flegel, 22.07.2012
Bild: Achtung - Copyrighthinweis muss ergänzt werden!

HIER WOHNTE
KÄTE GOTTSCHALK
GEB. HIRSCHFELD
JG. 1894
DEPORTIERT 3.2.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

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Stolperstein Gerd Günter Gottschalk, Foto: F. Siebold, 20.03.2012
Bild: Achtung - Copyrighthinweis muss ergänzt werden!

HIER WOHNTE
GERD GÜNTER
GOTTSCHALK
JG. 1930
DEPORTIERT 3.2.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

alle Recherchen und Texte: Helmut Lölhöffel, Stolpersteine-Initiaitve
Charlottenburg-Wilmersdorf