Stolpersteine Düsseldorfer Straße 49/50

Link zu: Hauseingang Düsseldorfer Str. 49/50
Hauseingang Düsseldorfer Str. 49/50
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Bukschat&Flegel

Alle fünf Stolpersteine, die an diesem Haus liegen, wurden von Lutz Steinmann (Berlin) gespendet und am 23.8.2011 verlegt.

Link zu: Stolperstein Frieda Weinstein, 25.08.2012
Stolperstein Frieda Weinstein
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Bukschat&Flegel

HIER WOHNTE
FRIEDA WEINSTEIN
GEB. RAWITSCHER
JG. 1891
DEPORTIERT 12.1.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Frieda Weinstein geb. Rawitscher ist am 19. Juni 1891 in Berlin geboren; sie war mit Liebmann Weinstein verheiratet, hatte einen Sohn Fred und wohnte mit ihrer Familie in Wilmersdorf in der Düsseldorfer Straße 49/50.
Mit einem umfangreichen Transport ist sie zusammen mit ihrer Familie am 12. Januar 1943 vom Berliner Güterbahnhof Moabit nach Auschwitz deportiert worden. 127 Männer der 1196 Menschen wurden aussortiert, alle anderen sind in Birkenau vergast worden.

Link zu: Stolperstein Fred Weinstein
Stolperstein Fred Weinstein
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Bukschat&Flegel

HIER WOHNTE
FRED WEINSTEIN
JG. 1929
DEPORTIERT 12.1.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Fred Weinstein wurde am 3. März 1929 in Berlin geboren. Mit seinen Eltern wohnte er in der Düsseldorfer Str. 49/50. Mit 14 Jahren wurde Fred Weinstein gemeinsam mit Ihnen am 12. Januar 1943 nach Auschwitz deportiert.

Link zu: Stolperstein Liebmann Weinstein
Stolperstein Liebmann Weinstein
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Bukschat&Flegel

HIER WOHNTE
LIEBMANN WEINSTEIN
JG. 1881
DEPORTIERT 12.1.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Liebmann Weinstein ist am 19. März 1881 in Memel, Ostpreußen, geboren. Im Adressbuch war er unter der Anschrift Düsseldorfer Straße 49/50 als Kaufmann eingetragen. In der Bergstrasse 30/31 führte Liebmann Weinstein einen eigenen Webwaren-Vertrieb, den er 1937 gründete. 1939 ist sein Geschäft geschlossen und aufgelöst worden. Verheiratet war er mit Frieda Weinstein, sie hatten einen Sohn namens Fred. Am 12. Januar 1943 sind alle drei in einem mit 1196 Menschen besetzten Zug der Reichsbahn rund 570 Kilometer weit nach Auschwitz deportiert und dort ermordet worden.

Link zu: Stolperstein Jenny Hirschfeld
Stolperstein Jenny Hirschfeld
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Bukschat&Flegel

HIER WOHNTE
JENNY HIRSCHFELD
GEB. STEIN
JG. 1864
DEPORTIERT 11.8.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 19.9.1942

Jenny Hirschfeld geb. Stein ist am christlichen Weihnachtsfest, am 26. Dezember 1864, in Offenburg in Baden geboren. In Berlin wohnte sie in der Düsseldorfer Straße 49/50. Sie wurde am 11. August 1942 nach Theresienstadt deportiert, am 19. September 1942 ist sie in Theresienstadt umgekommen. Wie ihr Totenschein ausweist, starb sie an einem „Darmkatarrh“, was die übliche Bezeichnung für die Folgen der unhygienischen Zustände in diesem Ghetto war.

Link zu: Stolperstein Emma Koch
Stolperstein Emma Koch
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Bukschat&Flegel

HIER WOHNTE
EMMA KOCH
GEB. KREBS
JG. 1857
DEPORTIERT 17.8.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 27.8.1942

Emma Koch geb. Krebs ist am 18. Februar 1857 in Gleiwitz in Schlesien geboren. In Berlin lebte sie in Wilmersdorf in der Düsseldorfer Straße 49/50, ihr letzter Wohnsitz war die Bleibtreustraße 17. Ihr Mann, der gestorben war, ist nicht mehr zu finden.
Im Alter von 85 wurde sie am 17. August 1942 in das Ghetto Theresienstadt verschleppt, von dem ihr wie den meisten alten Menschen vorgegaukelt worden war, es handele sich um ein „Alterssanatorium“. Wenige Tage nach ihrer Einlieferung ist sie ums Leben gebracht worden. Die Ghetto-Ärzte schrieben in die Todesurkunde Emma Koch sei an Altersschwäche und Gelbsucht gestorben. In die Spalten „Geburtsort“ und „Stand“ trugen sie ein „unbekannt“, ein Personalausweis sei „nicht vorhanden“, als Todesdatum registrierten sie den 27. August 1942.

Zusammenstellung der Daten und Texte: Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf