Stolpersteine Knesebeckstraße 52/53

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Hausansicht Knesebeckstr. 52-53
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

Dieser Stolperstein wurde am 27.10.2009 verlegt.

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Stolperstein für Frida Staub
Bild: Wolfgang Knoll

FRIDA STAUB
GEB. HIRSCHLAFF
JG. 1876
DEPORTIERT 30.7.1942
THERESIENSTADT
ERMORDET SEPT. 1942 IN
TREBLINKA

Frida Staub geb. Hirschlaff ist am 23. Januar 1876 in Berlin geboren. Über ihr Leben ist nichts mehr zu finden, auch nicht, welchen Beruf sie ausübte und wer ihr gestorbener Mann gewesen war.

Sie wohnte in einer feinen Wohngegend in Charlottenburg in der Knesebeckstraße 52. Vor ihrer Deportation musste die verwitwete Frida Staub in die Mommsenstraße 55 umziehen. Von dort wurde sie in das Sammellager an der Großen Hamburger Straße 26 gebracht und mit 100 Menschen zum Transport nach Theresienstadt eingeteilt. Dieser fand am 30. Juli 1942 statt. Nur fünf überlebten ihn.

Am 26. September 1942 ist Frieda Staub dann von Theresienstadt mit 2008 Menschen in einen Güterzug gesteckt worden, der nach Treblinka fuhr. Niemand von diesen 2008 hat überlebt. Auch Frida Staub nicht.

In der Knesebeckstraße 52 wohnten außer ihr: Clara Fraenkel, Witwe eines Regierungsbaumeisters, die am 14. September 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde; der Kaufmann Georg Borchardt, der sich am 29. September 1940 das Leben nahm; der Rechtsanwalt Paul Hanff, der am 17. November 1941 nach Kowno (Kaunas) verschleppt wurde; und die Arbeiterin Elfriede Lessing, die am 7. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert worden ist.

Text: Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf