Stolpersteine Wilhelmsaue 132

Link zu: Wilhelmsaue 132, 13.3.2013
Wilhelmsaue 132, 13.3.2013
Bild: BA CW, KHMM

Die Stolpersteine wurden am am 30.07.2005 verlegt.

Link zu: Stolperstein für Clara Boas
Stolperstein für Clara Boas
Bild: Sara Götz, BA

HIER WOHNTE
CLARA BOAS
GEB. HULTSCHINSKI
JG. 1873
DEPORTIERT 1942
ERMORDET IN
RIGA

Clara Boas geb. Hultschinski, am 12. April 1873 in Königshütte (Schlesien) geboren. In Berlin wohnte sie Wilhelmsaue 132 und war im Adressbuch 1939 als „Ww.“ (Witwe) eingetragen. Welchen Beruf sie hatte, wo sie vorher wohnte und wer ihr Ehemann war, ist unbekannt. Sie wurde am 25. Januar 1942 aus Berlin in die Hauptstadt Lettlands, nach Riga, deportiert und in der Umgebung ermordet.

Link zu: Stolperstein für Jacob Munter
Stolperstein für Jacob Munter
Bild: Sara Götz, BA

HIER WOHNTE
JAKOB MUNTER
JG. 1876
DEPORTIERT 1942
ERMORDET IN
RIGA

Jakob Munter (Yaakov Monter), am 21. September 1876 in Neidenburg (Ostpreußen) geboren, war ledig. Der Geschäftsmann wohnte in Berlin in der in der Wilhelmsaue 132, er wurde am 13. Januar 1942 nach Riga deportiert und in der Nähe der lettischen Hauptstadt ermordet. Ebenso sind zahlreiche Familienmitglieder von den deutschen Nationalsozialisten umgebracht worden.

Eine gleichnamige Verwandte, genauer gesagt: die Cousine des Vaters, Marga Munter, reichte 1998 aus La Paz (Bolivien) beim Holocaust-Museum in Jerusalem mehrere Gedenkblätter ein. Auch für den Schreiber Georg Munter, geboren am 14. November 1872, ermordet in Trawniki, die Ladenbesitzrin Minna Munter, geboren am 6. April 1869 und am 9. November 1942 nach Theresienstadt deportiert, die am 24. Januar 1876 geborene Geschäftsinhaberin Margarete Munter, die 1942 nach Theresienstadt verschleppt wurde, die Kindergartenerzieherin Frieda Munter, die am 5. November 1904 zur Welt kam und am 1. März 1943 nach Auschwitz transportiert wurde, die Kunstmalerin Henni Munter, geboren am 15. Februar 1905, deportiert am 26. Februar 1943 nach Auschwitz, sowie deren Eltern Arnold Munter und Pauline geb. Markus.

Bei der Volkszählung am 17.5.1939 war in diesem Haus auch Hedwig Less geb. Rothschild, am 17. September 1889 in Kirchhain im Bezirk Kassel geboren, gemeldet. Sie beging am 1. Februar 1940 Selbstmord.

Texte: Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf