Stolpersteine Meierottostraße 1

Link zu: Hauseingang Meierottostr. 1, 25.03.2012
Hauseingang Meierottostr. 1, 25.03.2012
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Bukschat&Flegel

Diese Stolpersteine wurden am 12.05.2006 verlegt.

Link zu: Stolperstein Hugo Loebell, 25.03.2012
Stolperstein Hugo Loebell, 25.03.2012
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Bukschat&Flegel

HIER WOHNTE
HUGO LOEBELL
JG. 1875
DEPORTIERT 1942
ERMORDET IN
RIGA

Hugo Loebell wurde am 15. August 1875 in Rosdzien-Schoppinitz bei Kattowitz (Katowice) in Schlesien geboren. In Berlin wohnte er, der als Kaufmann eingetragen war, mit seiner Frau Margarete Gwendel in der Meierottostraße 1.

Die deutsche Verwaltung beschlagnahmte ihr Kulturgut und versteigerte es Anfang 1937 im Auktionshaus Achenbach und Wüst.

Eines Tages mussten sich Loebells zur Deportation melden und wurden zur Sammelstelle in der ehemaligen Synagoge Levetzowstraße gebracht. Von dort wurden sie am 19. Oktober 1942 nach Riga deportiert und nach ihrer Ankunft am 22. Oktober 1942 ermordet

Alexander Loebell aus Santiago de Chile und Heinz Loebell aus Philadelphia in den USA, vermutlich zwei Söhne, stellten 1959 Entschädigungsanträge.

Link zu: Stolperstein Margarete Loebell, 25.03.2012
Stolperstein Margarete Loebell, 25.03.2012
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Bukschat&Flegel

HIER WOHNTE
MARGARETE
LOEBELL
GEB. BERNER
JG. 1876
DEPORTIERT 1942
ERMORDET IN
RIGA

Margarete Gwendel Loebell, geb. Berner ist am 15. Oktober 1876 in der Bergbaustadt Krasno im Kaiserwald in Böhmen (heute: Tschechien) geboren.

Zusammen mit ihrem Mann Hugo wurde sie am 19. Oktober 1942, weil sie Jüdin war, abgeholt und über die Sammelstelle in der Levetzowstraße 7-8 nach Riga deportiert und dort nach der Ankunft des Zuges auf dem Güterbahnhof Skirotava am 22. Oktober 1942 ermordet.

Alexander Loebell aus Santiago de Chile und Heinz Loebell aus Philadelphia in den USA, vermutlich zwei Söhne, stellten 1959 Entschädigungsanträge.

Loebells hatten zwei jüdische verwitwete Untermieterinnen: Hedwig Lindemann geb. Bernstein, die am 13. Juni 1942 nach Sobibor deportiert wurde, und Rosa Rosenbaum geb. Zade, die am 18. Dezember 1944 in Theresienstadt umgebracht wurde.

Text: Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf