Gedenktafel für Marcel Reich-Ranicki

Bildvergrößerung: Güntzelstraße 53, 13.9.2014, Foto: KHMM
Güntzelstraße 53, 13.9.2014, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

Die Berliner Gedenktafel (Porzellantafel der KPM) an dem Haus Güntzelstraße 53 wurde am 12.9.2014 vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und Reich-Ranickis Sohn Andrew Ranicki enthüllt.
Bereits am 6.8.2014 wurden auf dem Gehweg vor dem Haus zwei Stolpersteine für Reich-Ranickis Eltern David und Helene Reich eingesetzt.

Bildvergrößerung: Gedenktafel für Marcel Reich-Ranicki, 13.9.2104, Foto: KHMM
Gedenktafel für Marcel Reich-Ranicki, 13.9.2104, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

“Meine Heimat ist die Literatur”
In diesem Haus wohnte von 1934 bis 1938
Marcel Reich-Ranicki
2.6.1920 – 18.9.2013
Geboren in Wloclawek, kam er mit den Eltern 1929 nach Berlin
1938 im Rahmen der “Polenaktion” in Berlin
verhaftet und ausgewiesen, floh er 1943 mit seiner
Frau Teofila aus dem Warschauer Ghetto
1958 bis 2013 Mitarbeiter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Von 1988 bis 2002 Leiter des “Literarischen Quartetts”

Marcel Reich-Ranicki hat als einer der letzten jüdischen Schüler des damaligen Fichte-Realgymnasiums für Jungen 1938 sein Abiturzeugnis erhalten.