Gedenktafel für jüdische Kassenärzte

1933 – 1945
Gegen Vergessen – Verdrängen – Verharmlosen – Verschweigen
Heinz Galinski
Die kassenärztliche Verteidigung Berlin verneigt sich vor den Ärztinnen und Ärzten, die verfolgt, entrechtet, ins Exil oder in den Tod getrieben wurden.

Bildvergrößerung: Gedenktafel für jüd. Ärzte
Gedenktafel für jüd. Ärzte Bild: Hupka

Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin KVB enthüllte die Gedenktafel am 29.9.2008 an ihrem Haus an der Masurenallee 6b . 2063 Namen jüdischer Kassenärzte ziehen als Lichtprojektion am Betrachter vorbei. Am 30.9.1938 wurde ihnen per Gesetz die staatliche Zulassung zum Arztberuf entzogen. Juden durften nicht mehr als Ärzte tätig sein. Sie mussten sich “Krankenbehandler” nennen. Die Medizinhistorikerin Rebecca Schwoch machte die 2063 von rund 3600 Ärzten ausfindig, die damals in Berlin lebten und arbeiteten.