Gedenktafel für Jüdische Sportlerinnen und Sportler im SCC

Enthüllt am 5.11.2006 von Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen, Hazel Shore und dem Präsidenten des Sport-Clubs Charlottenburg SCC-Berlin, Dr. Klaus Henk

Link zu: Gedenktafel für jüdische Sportlerinnen und Sportler im SCC, 5.11.2006, Foto: Andreas Fritsch
Gedenktafel für jüdische Sportlerinnen und Sportler im SCC, 5.11.2006, Foto: Andreas Fritsch
Bild: Bezirksamt

Zum Gedenken
an die jüdischen Sportlerinnen und Sportler
im Sport-Club Charlottenburg e.V.
1933 – 1945
die sich um das Ansehen des Vereins
verdient gemacht haben und Opfer
der nationalsozialistischen Verfolgung geworden sind
Der SCC e.V. dankt Frau Hazel Shore, die uns im
Andenken an ihre Mutter, Martel Jacob,
u.a. Deutsche Meisterin im Speerwerfen,
die Anregung dazu gab.

Link zu: Enthüllung der Gedenktafel für jüdische Sportlerinnen und Sportler im SCC am 5.11.2006 mit Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen, Hazel Shore und Dr. Klaus Henk, Foto: Andreas Fritsch
Enthüllung der Gedenktafel für jüdische Sportlerinnen und Sportler im SCC am 5.11.2006 mit Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen, Hazel Shore und Dr. Klaus Henk, Foto: Andreas Fritsch
Bild: Bezirksamt

Monika Thiemen:
“Charlottenburg und Wilmersdorf waren in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts die beiden Berliner Bezirke mit dem höchsten Anteil jüdischer Bevölkerung. Unter ihnen waren auch viele Sportlerinnen und Sportler. 1995 haben wir beispielsweise eine Sporthalle in Wilmersdorf nach der Weltklasse-Hochspringerin Gretel Bergmann benannt. Ich freue mich sehr, dass jetzt auch der SCC mit einer Gedenktafel an seinem Mommsen-Stadion an seine jüdischen Sportlerinnen und Sportler erinnert, die von den Nationalsozialisten aus dem Sport gedrängt wurden und schließlich aus Deutschland fliehen mussten, wenn sie nicht ermordet wurden.
In wenigen Tagen erinnern wir mit einer Gedenkveranstaltungen von Schülerinnen und Schülern an die Pogromnacht des 9. November 1938, und wir tun dies am Mahnmal am Bahnhof Grunewald, von dem die Deportationszüge abfuhren, mit denen mehr als 50.000 jüdische Bürgerinnen und Bürger Berlins in die Vernichtungslager gefahren wurden. Wir sind es nicht nur den Opfern schuldig, sondern auch uns selbst, dieses Verbrechen nicht zu vergessen und alles zu tun, damit etwas Ähnliches nie mehr geschehen kann.”