Sporthalle Charlottenburg

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Sporthalle Charlottenburg, Oktober 1964 Bild: Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen

Bis 1960 war es zwischen Charlottenburg und Wilmersdorf umstritten, ob eine große Sporthalle neben dem Stadion am damaligen Lochowdamm in Wilmersdorf, der heutigen Fritz-Wildung-Straße, oder auf dem trapezförmigen Gelände zwischen Spree, Sömmeringstraße, Nordhauser Straße und Mierendorffstraße gebaut würde. Kurz nach dem Mauerbau 1961 wurde dann der Grundstein gelegt für den bis dahin größten Sporthallenbau Berlins nach dem Krieg. Am 16.3.1962 war Baubeginn.
Der Architekt Ludwig Leo hatte sich für aufwändige Konstruktion entschieden: Die Halle, in Form einer flachen Tonne, wird von einer über 52 m freigespannten Stahlbetonrippenkonstruktion überwölbt, deren Rombenfelder an den Längsseiten zur Belichtung mit Glas ausgefacht sind.

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Sporthalle Charlottenburg, 07.08.2012 Bild: BA CW, Kade

Sie wird von 200 je 8,50 m langen Stahlbetonrammpfählen getragen. Der Lichtregulierung dienen mehrere horizontal übereinander angebrachte Sonnenblenden im Inneren. Die Fassaden des Eingangsbereiches aus Sichtbeton gliedern um die Ecke geführte Fensterbänder unterschiedlicher Höhe.
Der “Kleine Sportpalast”, wie es damals hieß, sollte Plätze für 2.200 Zuschauer bieten. Die 55 mal 25 Meter große Spiel- und Sportfläche kann verkleinert werden, so dass dann weitere 1.000 Zuschauer Platz finden. Die ursprünglich auf 2,2 Millionen DM veranschlagten Kosten erhöhten sich beträchtlich auf 3,5 Millionen, unter anderem durch die Entdeckung, dass der Baugrund im Urstromtal der Spree so schlecht war, dass die Halle auf etwa 150 dicken Stahlpfählen errichtet werden musste. Eröffnet wurde die Halle schließlich am 31.Oktober 1964.
Inzwischen ist die Halle als “Sömmering-Halle” bekannt und beliebt für sportliche und manchmal auch andere Großveranstaltungen.

Vom 01.07.2016 bis 30.06.2017 wurde im Rahmen der energetischen Sanierung die Beleuchtungsanlage durch eine neue und energiesparende LED-Beleuchtung mit einem Lichtmanagement ersetzt. Durch die Sanierung können in 20 Jahren 1.980 t CO2 eingespart werden. Die errechneten jährlichen Stromeinsparungen durch die Beleuchtungssanierung werden auf 167.800 kWh/a geschätzt. Die Umrüstung kommt nicht nur dem Klima und der Umwelt zugute, sondern durch die optimierte Beleuchtungssituation selbstverständlich auch den zahlreichen Nutzergruppen der Sporthalle.

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