Drucksache - 1560/4  

 
 
Betreff: Das Kempinski erhalten!
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:CDU/Piraten/Grüne 
Verfasser:Klose/Herz/Pabst/Dr.Vandrey/Wapler 
Drucksache-Art:AntragVorlage zur Kenntnisnahme
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Beratung
17.03.2016 
55. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin überwiesen   
Ausschuss für Stadtentwicklung Beratung
13.04.2016 
85. Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung vertagt   
27.04.2016 
86. Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung vertagt   
11.05.2016 
87. Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung vertagt   
20.05.2016 
88. Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung vertagt   
25.05.2016 
89. Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung mit Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Beratung
16.06.2016 
59. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag
Beschlussempfehlung
Beschluss
Vorlage zur Kenntnisnahme

Die BVV möge beschließen:

Die BVV hat in ihrer Sitzung am 16. Juni 2016 beschlossen:

 

Das Bezirksamt wird gebeten, beim zuständigen Senator für Stadtentwicklung und dem Landesdenkmalamt zu beantragen bzw. sich dafür einzusetzen, dass das Kempinski Hotel Bristol am Kurfürstendamm mit seinen vier Bauabschnitten 1951/1952, 1957/58, 1963/65, 1966/67 aufgrund seiner geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen und städtebaulichen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt wird.

Die BVV macht sich die Empfehlung der Expertengruppe des Denkmalbeirates vom 18.05.2016 ausdrücklich zu Eigen.

 

Der BVV ist bis zum 30.06.2016 zu berichten.

 

Das Bezirksamt teilt hierzu Folgendes mit:

 

Der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt wurde über den Beschluss unterrichtet und lässt dazu von der Senatsbaudirektorin Folgendes mitteilen:

 

„Der Senator hat mich gebeten, Ihre Anfrage zu beantworten. Das Landesdenkmalamt nimmt wie folgt Stellung:

 

Das Kempinski, nach Entwurf von Paul Schwebes, Günter Klatte und Hans Schoszberger von 1951-67 in vier Bauabschnitten zu einem dynamischen Gesamtkomplex komponiert, dominiert bis heute mit seiner runden Ecke und den anschließenden, in Tiefe und Höhe gestaffelten Baukörpern die Kreuzung Kurfürstendamm / Fasanenstraße.

 

Das Hotel ist zweifellos ein wichtiger Geschichtsort der Berliner Nachkriegszeit. War es doch ein hoffnungsvoller Neubeginn, dass die enteignete jüdische Unternehmerfamilie Kempinski am Ort ihres kriegszerstörten Berliner Traditionslokals einen Neubau initiierte. Gestalt und Ausstattung des ersten Westberliner Luxushotels nach 1945, das gar als modernstes Hotel Europas gefeiert wurde, erregten internationales Aufsehen.

 

Leider ist von der erlesenen Ausstattung kaum mehr Substanz überliefert, da das Innere mehrfach und teils grundlegend überformt wurde. Eine Eintragung als Baudenkmal ist daher schwer darstellbar. Das Landesdenkmalamt wird das Kempinski Hotel Bristol wegen der geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung als Ensembleteil in das umgebende Denkmalensemble Kurfürstendamm aufnehmen. Erhaltene Originalsubstanz im Inneren, wie die Wendeltreppe auf elliptischem Grundriss von 1952, wird ausdrücklich in das Schutzgut integriert.

 

Die Eintragung wird im Zuge der Fertigstellung der Denkmaltopographie Charlottenburg noch 2016 vorgenommen.

 

Das Bezirksamt bittet, den Beschluss damit als erledigt zu betrachten.

 

Reinhard Naumann                                                                                                  Marc Schulte

Bezirksbürgermeister                                                                                    Bezirksstadtrat

 
 

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