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Verwaltungsinformationszentrum (VIZ) Charlottenburg-Wilmersdorf

Bibliothek und Informationsvermittlungsstelle für das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin

Was bieten wir?

Das VIZ ist eine Serviceeinrichtung für die Bezirksverwaltung Charlottenburg-Wilmersdorf. Wir unterstützen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei ihrer täglichen Arbeit, indem wir bei der Suche und Beschaffung von Informationen behilflich sind sowie sie regelmäßig oder auf besonderen Wunsch mit Zeitschriften und Büchern beliefern.

Da die Informationsbeschaffung unser alltägliches "Geschäft" ist und wir als Verwaltungsmitarbeiter die Probleme der Verwaltung kennen, sind wir in der Lage, schneller und kostengünstiger zu arbeiten.

In unseren Räumen befindet sich auch eine Bibliothek.
Dort findet man Bücher, Zeitschriften, Loseblatt-Sammlungen und Datenbanken (z.B. Juris) zu allen Fragen der Verwaltung, insbesondere Verwaltungsrecht, Zivil- und Prozessrecht, Arbeits- und Sozialrecht, Baurecht, aber auch andere für die Verwaltung wichtige Rechtsgebiete und Literatur zur Europäischen Union.
Die Bibliothek kann auch von Bürgern und Bürgerinnen genutzt werden.


Nur für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf


Geschichte

Die Königliche Magistratsbibliothek zu Charlottenburg ist eine Einrichtung, die auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Der älteste bisher aufgefundene Nachweis ihrer Existenz datiert vom 19. Januar 1898 in Form einer Anweisung zur Führung der Magistratsbibliothek. Die neuen Räume, in denen sich das Verwaltungsinformationszentrum (VIZ) als Nachfolgeeinrichtung der Königlichen Magistratsbibliothek bis heute befindet, wurden nach der Fertigstellung des Rathauses Charlottenburg im Jahre 1905 bezogen.

Charlottenburg war zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht nur eine unabhängige Stadt, sondern zugleich eine der reichsten Gemeinden Preußens. Inmitten des Booms der Gründerzeit hatte der Magistrat der Stadt über zahlreiche wichtige Aufgaben zu entscheiden. Dies spiegelt sich in dem Bestand an Akten und Büchern jener Zeit wider. Entsprechend ihrer Bedeutung legte die Stadtverwaltung großen Wert auf die Vermittlung von Wissen und neuesten Kenntnissen an ihre Bediensteten und die politischen Entscheidungsträger. Zur Information der Stadtverordneten wurden Publikationen und Zeitschriften zu allen Problemkreisen der Kommunalpolitik angeschafft, insbesondere zu den Gebieten Recht, Staatswissenschaft, Verwaltung, Sozialwissenschaften, Kunst, Städtebau und städtische Infrastruktur. Einen nicht unbedeutenden Anteil daran haben auch offizielle Publikationen der Stadt bzw. kommunaler Einrichtungen, etwa des Statistischen Amts oder von lokalen Fürsorgeeinrichtungen. Diese Schwerpunkte machen etwa 80% des Bestandes aus. Mit dem enormen Bevölkerungsanstieg und der Verdichtung der Bebauung nahmen auch in Charlottenburg die sozialen Probleme zu. Hier suchte und fand die Stadt innovative Lösungen. Dazu gehört beispielsweise die Errichtung von Milchhäuschen auf städtischen Plätzen, die einen Beitrag zur Senkung der hohen Säuglingssterblichkeit leisten sollten. Darüber und über viele andere Bereiche der Kommunalverwaltung geben die Akten der Stadtverordnetenversammlung und die Verwaltungsberichte Auskunft.

Mit der Schaffung von Groß-Berlin 1920 wurde die Entscheidungskompetenz des nunmehr zum Stadtbezirk degradierten Charlottenburg stark eingeschränkt, vor allem in den Bereichen der Stadtentwicklungs-, der Sozial- und der Kulturpolitik. Auch das äußert sich im Bibliotheksbestand. Fortan überwiegen Gesetzes- und Amtsblätter, Entscheidungssammlungen der Gerichte, Gesetzestexte und Kommentare in der Erwerbungspolitik.

Die Königliche Magistratsbibliothek zu Charlottenburg ist ein in sich geschlossener Bestand, der ungefähr 12.000 Bände umfasst; darunter auch viele wertvolle Bände, die Historiker und Forscherinnen aus nah und fern anziehen. Die gesamte Buchsammlung ist im Berliner Gesamtkatalog nachgewiesen und damit bundesweit auffindbar, jedoch erst zu einem kleinen Teil elektronisch erfasst.

Das älteste Buch stammt von Rubens aus dem Jahre 1622. Es ist das einzige Architekturwerk des Malers und enthält Zeichnungen der Stadtpaläste von Genua. Das Standardwerk von Palladio zur Architektur gehört ebenso zum Bestand der Magistratsbibliothek wie Handschriften aus der Gründungszeit der Stadt Charlottenburg.

Die Magistratsbücherei Wilmersdorf entstand ähnlich wie die Charlottenburger Magistratsbibliothek am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als der südliche Nachbar Charlottenburgs zunächst eine Landgemeinde und seit 1907 selbständige Stadt war. Wilmersdorf profitierte vor allem von der Nähe zur aufstrebenden Hauptstadt Berlin und entwickelte sich zügig zu einer wohlhabenden Großstadt, zu der auch die Villenkolonie Grunewald gehörte. Insgesamt spiegelt sich aber im Bestand die gegenüber Charlottenburg deutlich geringere Bedeutung Wilmersdorfs wider. Die Bücherei umfasst etwa 4.500 Bände. Die Schwerpunkte bilden auch hier die Bereiche Recht, Staatswissenschaft und Verwaltung. Publikationen zu Themen wie Architektur und Städtebau und Kultur sind hingegen seltener, ebenso wie die selbständigen Veröffentlichungen der Stadtverwaltung oder städtischer Institutionen. Dennoch verfügt auch dieser Bestand über viele wertvolle und seltene Werke und bildet eine willkommene Ergänzung der Charlottenburger Bibliothek.

Mit der Fusion der Bezirke Charlottenburg und Wilmersdorf 2001 wurde die Magistratsbücherei in das Verwaltungsinformationszentrum Charlottenburg-Wilmersdorf integriert und 2004/2005 im Rahmen eines Katalogisierungsprojektes elektronisch erfasst.

Insbesondere die Publikationen seit 1860 sind vom Papierzerfall bedroht. Die Ursache dafür ist die zunehmende Verwendung industriell gefertigter Papiere im ausgehenden 19. Jahrhundert, die nicht mehr alterungsbeständig sind. Deshalb wurden die beschädigten Bände der Magistratsbibliothek Charlottenburg in Massenentsäuerungsverfahren wieder haltbar gemacht. Bei den Wilmersdorfer Büchern steht dies derzeit noch aus. Hingegen werden jetzt die äußerlich am stärksten beschädigten Bücher beider Bestände restauratorisch behandelt. So wird der kulturell wertvolle Gesamtbestand der Magistratsbibliotheken Charlottenburg und Wilmersdorf mit knapp 20.000 Büchern und Zeitschriften schrittweise für die Nachwelt gesichert.

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Informationsvermittlung

Wir beschaffen die Informationen, die die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für ihre Arbeit benötigen, und zwar nicht nur aus unseren eigenen Bibliotheksbeständen, sondern im Rahmen unserer Möglichkeiten daher, wo diese Informationen erhältlich sind. Das sind z.B. die eigene oder andere Behörden, Bibliotheken, Institutionen, Datenbanken (z.B. Juris) usw. Im Idealfall wendet sich der Kunde mit einer Frage an uns und bekommt dann auf dem schnellstmöglichen Weg von uns eine zufriedenstellende Antwort. Ein Beispiel aus der Praxis: Eine leitende Beamtin bittet uns um Informationen zum Thema Fachaufsicht. Unser Weg: Suche in Standardwerken, Suche nach Fachaufsätzen in Datenbanken, Sichtung des gefundenen Materials nach Relevanzkriterien, Weiterleitung und Rücksprache mit der Auftraggeberin. Eine gute Kommunikation zwischen Kunden und uns als Serviceeinrichtung erhöht selbstredend die Qualität der gelieferten Informationen. Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können bei uns aber auch im Internet recherchieren. Wir leisten dabei auch gerne Hilfestellung.

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Informationsservice

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Bezirksverwaltung werden regelmäßig von uns mit den von ihnen gewünschten Zeitschriften beliefert. Gleichzeitig werten wir die Zeitschriften nach relevanter Information aus und machen sie den von der Materie betroffenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ebenso zugänglich wie die Neuerwerbungen der Bibliothek.

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Medienbeschaffung

Wir beschaffen die Medien (Bücher, Zeitschriften, Loseblatt-Sammlungen, CD-ROMs, Disketten etc.) für die Abteilungen und Ämter der Bezirksverwaltung auf deren Wunsch und Kosten zentral und arbeiten sie in den zentralen elektronischen Bibliothekskatalog ein. Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf können damit am eigenen PC-Arbeitsplatz sehen, ob und welche Medien im Bestand des Bezirksamtes sind und in welchem Raum bzw. bei welchem Mitarbeiter sie normalerweise stehen. So kann der Bestand effektiv von allen genutzt werden.

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Kontakt

Bezirksamt Charlottenburg- Wilmersdorf von Berlin Abteilung Bürgerdienste
Verwaltungs- informationszentrum (VIZ)
Otto-Suhr-Allee 100
10585 Berlin

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Tel 030 9029 12 420
Tel 030 9029 12 946
Fax 030 9029 12 228

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Sie können aber auch jederzeit einen Termin zwischen 08.00 und 20.00 Uhr mit uns vereinbaren.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch, Ihren Anruf oder Ihre E-Mail

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Frau Lübcke
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