Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin hat im Juli 2008 eine Kampagne unter dem Titel „Mut zum Gespräch am Arbeitsplatz“ für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestartet. Die Aktion basiert auf der Idee der Workplace Policy (WPP) von TERRE DES FEMMES e. V. und wird begleitet vom für Personalfragen zuständigen Mitglied des Bezirksamtes, der Frauenvertreterin, der für Fortbildung zuständigen Mitarbeiterin, einer Mitarbeiterin von TERRE DES FEMMES und der Gleichstellungsbeauftragten. Durch einen Infobrief an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine Information per Bildschirmschoner wurde auf die Aktion aufmerksam gemacht.
Mit einem Flyer, der im Dezember 2008 an alle Gehaltsnachweise geheftet wurde, sagt die Verwaltungsspitze eindeutig NEIN ZU HÄUSLICHER GEWALT, klärt auf, betont, dass „die Anwendung von Gewalt … für das Bezirksamt inakzeptabel und unentschuldbar ist“ und bietet Hilfe und Beratung für von Gewalt Betroffene an. Zielgruppe dieser Kampagne sind alle über 2300 Beschäftigten des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf. Führungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in zahlreichen Veranstaltungen und zu den Gesundheitstagen der Verwaltung zum Thema Häusliche Gewalt informiert und sensibilisiert.
Betroffene sollen zum Gespräch ermutigt werden. Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers und Fürsorgemöglichkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Schwerpunkte einer Führungskräftefortbildung im Juni 2011.
Das Bezirksamt will 2010 durch Pressearbeit Signalwirkung für andere Unternehmen geben und auch ihnen „Mut“ machen, diese Aktion aufzugreifen und selbst initiativ zu werden.
Im Jahr 2009 führte TERRE DES FEMMES eine Studie zur Implementierung der WPP durch. Wiederum alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung erhielten einen Fragebogen und bekamen dadurch die Möglichkeit sich mit dem Thema zu beschäftigen, sich zu informieren und entsprechende Fragen zu beantworten. Es bestätigte sich, dass die Workplace Policy zu einem größeren Wissen über Häusliche Gewalt führt und zur Enttabuisierung des Themas beiträgt.
Die Ergebnisse der Studie finden Sie hier





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