Anregungen, Kritik und Austausch zur Ehrenamtlichen Mitarbeit

Gerhard Gutsche , 19.06.2010 Aufgrund meiner persönlichen Veränderung vor 5 Jahren habe ich gehört, dass das Bezirksamt Personen für die verschiedenen Ehrenämter sucht. / Ich war interessiert mehr von diesem Angebot zu erfahren. / Nach persönlichen Informationen entschied ich mich für das Ehrenamt: / Geburtstagsehrungen – bei Bürgerinnen und Bürger ab dem 80 ten (85/90/91…) Lebensjahr sowie zu Ehejubiläen. / Diese Aufgabe macht mir bis heute viel Freude. / Ich habe die Möglichkeit Menschen zuzuhören, zu ermutigen oder einfach mal da zu sein – Zeit zu haben. / So wünsche ich mir noch recht viele und interessante Begegnungen mit den Jubilaren. / Elli Michler: “Ich wünsche dir Zeit / Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken, nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken. Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen, sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.”
Ete Jermis , / 15.06.2010 ..wie alles begann / Nachdem ich mein intensives, kreatives und arbeitsreiches Berufsleben als Grafikerin beendete, fiel ich nach ersten Wochen des Genießens in ein tiefes Loch. Was macht man mit langen Tagen des Nichtstuns, die man stets gefordert war bei über 40 Jahre Berufstätigkeit? Zu meinem Glück, welches mir erst später aufging, stellte mir mein Sohn einen Computer zu Hause hin mit dem Rat: “Kümmere Dich jetzt um Technik (von der ich nie etwas wissen wollte), dann kannst Du auch weiterhin kreativ von zu Hause aus tätig sein.” / Es war eine gute Zeit für mich, da unser damaliger Bundespräsident Roman Herzog propagierte: “Senioren ans Netz” und an eine dieser Einrichtungen wandte ich mich und begann dort, mich anzufreunden mit der neuen Technik und deren vielen Möglichkeiten. / Ich wollte auch gleich loslegen und suchte in vielen Institutionen ein ehrenamtliches Betätigungsfeld, was sich recht schwierig gestaltete, bis ich erfuhr, dass es eine FreiwilligenAgentur im Rathaus meines Bezirks gab, wo ich mich dann auch hinwandte. Zu meiner großen Freude suchte gerade ein Sportverein jemanden, der ihnen Flyer erstellen sollte. Man gab mir einige Unterlagen und beschwingt fuhr ich nach Hause und wollte am nächsten Tag dort vorstellig werden. Abends rief mich dann die Leiterin der FreiwilligenAgentur an, dass sie von mir gehört hätte und mich fragte, ob ich nicht für ihre Einrichtung die gesamte Werbung machen würde, sie könnten auch eine Grafikerin gebrauchen und ich sagte freudig zu. Jetzt bin ich schon lange aktiv tätig und wurde dieses Jahr mit vielen anderen für 10 Jahre Ehrenamt geehrt. Ich hoffe, dass es noch lange so weiter geht und kann nur jeden in ähnlicher Situation zurufen: “Machen Sie mit, engagieren Sie sich ehrenamtlich, Sie helfen anderen und damit auch sich selber, denn was gibt es Schöneres, als gebraucht zu werden!“´Außerdem? was wäre unser Land ohne Ehrenamt! / Ete Jermis
Jürgen Borchert / 13.06.2010 “Wie kam ich zum Ehrenamt”: / Ein halbes Jahr vor meiner Pensionierung – nach mehr als 40 Jahren Berufstätigkeit in verantwortlichen Tätigkeiten, die mir viel Anerkennung und Befriedigung gegeben haben – stellte sich mir plötzlich eine Frage, die ich bis dahin immer verdrängt hatte, mit großer Intensität: “Was machst du eigentlich im Ruhestand den ganzen Tag, wenn du und deine beruflichen Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen nicht mehr gefragt sind?” Mir wurde klar, dass ich mir eine Aufgabe suchen musste, die mich ausfüllt und mir das Gefühl vermittelt, weiterhin gebraucht zu werden. / Also fing ich an, nach entsprechenden Möglichkeiten zu suchen und entdeckte das vielfältige Angebot an ehrenamtlichen Tätigkeiten. Meine Recherchen im Internet und die Informationen, die ich mir auf den Ehrenamtsbörsen einholte, machten mir erstmals so richtig deutlich, wie viele Menschen und Institutionen auf diesem Feld tätig sind und wie viele Menschen aber auch auf Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer/innen angewiesen sind! Da mir die Vielzahl der Angebote eine Entscheidung aber nicht leichter machte, suchte ich eine Möglichkeit, in persönlichen Kontakt mit selbst ehrenamtlich Tätigen zu treten, um mir über meine Wünsche und Interessen Klarheit zu verschaffen und so ein geeignetes Betätigungsfeld für mich zu finden. Dabei stiess ich auf die FreiwilligenAgentur Charlottenburg-Wilmersdorf, die Ehrenamtliche an gemeinnützige Organisationen und Initiativen vermittelt, besuchte die Sprechstunden und konnte so in Gesprächen mit dem Team meine diffusen Vorstellungen präzisieren und in ein Ehrenamt vermiitelt werden: Seit Anfang des Jahres bin ich nun in eben dieser FreiwilligenAgentur tätig und arbeite mich in die Praxis der Vermittlung von Interessierten in die ihren Wünschen und Fähigkeiten entsprechenden Ehrenämter ein. Eine Arbeit, die mir große Freude macht und mir auch Raum gibt für die Umsetzung eigener Vorstellungen und Ideen.
Carola Gündel , / 31.03.2010 Liebe ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sehr geehrte Interessentin oder Interessent, / ich heiße Sie in unserem Forum zum bürgerschaftlichen Engagement in Charlottenburg-Wilmersdorf herzlich willkommen und freue mich über die Möglichkeit des Austausches, der Anregungen und konstruktiven Kritik. / Ich bin schon sehr gespannt darauf und würde mich auch freuen, wenn die bereits Tätigen berichten, warum sie ehrenamtlich tätig sind und wie es ihnen in ihrem Aufgabenbereich gefällt. Vielleicht geben Sie auch anderen Menschen damit den Anstoß, sich bürgerschaftlich zu engagieren. / Carola Gündel

Freiwilligenagentur Charlottenburg-Wilmersdorf

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