Seit 1878 wurde das Hochschulviertel südlich der heutigen Straße des 17. Juni aufgebaut und sukzessive erweitert, seit 1958 auch nördlich der heutigen Straße des 17. Juni.
1878-1884 errichteten Richard Lucae, Friedrich Hitzig und Julius Raschdorff einmonumentales Hauptgebäude im Stil der italienischen Hochrenaissance um fünf Innenhöfe. Der Bau der damaligen Technischen Hochschule Charlottenburg wurde am 1.11.1884 in Anwesenheit des Kaisers feierlich eingeweiht. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Während der Seitenflügel und der rückwärtige Teil, sowie drei der Innenhöfe weitgehend rekonstruiert wruden, errichtete Kurt Dübbers 1965 einen Neubau des Nordflügels (Hauptfront) als aluminiumverkleideten zehngeschossigen Hochhausbau mit vorgelagertem fensterlosen Auditorium Maximum.
Von den Ende des 19. Jahrhunderts errichteten Gebäuden sind ferner das ehemalige Chemische Laboratorium (heute Institut für Chemie) im Stil Florentiner Palazzi bemerkenswert, von der neueren Bebauung das Alte Physikgebäude von Otto Weißberger und Fritz Schirmer (1929-31). Das Architekturgebäude wurde 1963-68 von Bernhard Hermkes, den zugehörigen Flachbau schuf Hans Scharoun. Der Gesamtkomplex wurde 1991-93 asbestsaniert. Die Fassade wurde vollständig erneuert. Das Institut für Mathematik und EDV-Grundausbildung (heute Mathematik-Gebäude) wurde 1976-83 von Kohlmaier & Sartory gebaut.
Die Technische Universität stand zwischen 1968 und 1978 mehrmals im Mittelpunkt der Studentenbewegung. Am 17.2.1968 rief Rudi Dutschke hier auf dem Internationalen Vietnamkongress die Weltrevolution aus. Vom 27. bis zum 29.1.1978 veranstaltete die Spontibewegung hier ihren legendären Tunix-Kongress.