Margarete-und-Arthur-Eloesser-Park

Margarete-und-Arthur-Eloesser-Park, 23.8.2011, Foto: KHMM

Margarete-und-Arthur-Eloesser-Park, 23.8.2011, Foto: KHMM

Am 23.04.2008 wurde der umgestaltete Grünzug südlich der Bahntrasse an der Gervinusstraße zwischen Windscheid- und Lewishamstraße eröffnet. Auf einer Fläche von ungefähr 5000 qm wurden verschiedene Gartenbereiche für die Anwohnerinnen und Anwohner als Ruhe- und Aktivräume angelegt. Die Maßnahme wurde, einschließlich des Ankaufs des Grundstückes, von der DB Netz AG als Ersatzmaßnahme für den Ausbau der Schnellbahnverbindung Hannover Berlin mit rund 750.000 Euro finanziert.
Der höher gelegene Haupteingangsbereich an der Windscheid- Ecke Gervinusstraße. ist von einer doppelreihigen weißen Stahlpergola überstellt, an der sich Kletterrosen und Efeu hochranken.

Spielplatz im Margarete-und-Arthur-Eloesser-Park, 23.8.2011, Foto: KHMM

Spielplatz im Margarete-und-Arthur-Eloesser-Park, 23.8.2011, Foto: KHMM

Im Anschluss an diesen „Rosengarten“ schließt sich ein sog. Senkgarten an, dessen große Rabatte mit einer vielfältigen Staudenbepflanzung angelegt ist. Zahlreiche Bänke laden zum Verweilen ein.
Eine große Spiel- und Liegewiese bildet den zentralen Gartenteil der Anlage und eröffnet den Aufenthaltsbereich für Kinder und deren Begleitung. Einrichtungen für ältere Kinder und Jugendliche, wie zwei Ballspielflächen, einer Tischtennisplatte und Hängematten runden das Angebot der Anlage im östlichen Teil des Grünzuges ab.
Insgesamt wurden 42 Bäume neu gepflanzt, darunter gelbblühende Kastanien, Schnurbäume, immergrüne Eichen, Zieräpfel, Zierkirschen und Sanddorn. Dazu kommen zahlreiche Sträucher und unzählige Stauden.
Am 6.9.2011 wurde der Grünzug nach Margarete und Arthur Eloesser benannt. Geehrt wurde damit das jüdische Ehepaar Eloesser. Margarete (1881-1942) war Lyrikerin, ihr Mann Arthur (1870-1938) Theater- und Literaturkritiker. Initiiert wurde die Benennung der Grünanlage durch eine engagierte Bürgerschaft.

Literatur
Arthur Eloesser: „Wiedereröffnung“ – Berliner Feuilletons 1920-1922 mit dem Essay „Der Geist von Berlin“, Berlin (Verlag H. Olbrich) 2011