Lexikon: Charlottenburg-Wilmersdorf von A bis Z
Maison de France mit dem Cinema Paris
Maison de France, 19.1.2011, Foto: KHMM
Baudenkmal
Das Haus wurde 1897 von W. Klopsch als Mietwohnhaus erbaut und 1927-29 im Stil der Neuen Sachlichkeit von Hans und Wassili Luckhardt und Alfons Anker als "Haus Scharlachberg" umgebaut. 1948-1950 wurde das Gebäude nach Kriegsschäden durch die französische Militärregierung Berlins nach Plänen von Hans Semrau als französisches Kulturhaus um- und teilweise neu gebaut. So entstand ein schmuckloser, auf Stützen aufgeständerter Flachdachbau mit gerundeten Ecken und geschwungenen Formen.
Cinema Paris, Foto: Raimund Müller
Vor allem im Innern ist das Gebäude ein wichtiges Beispiel der frühen 1950er-Jahre-Architektur. Es beherbergt das Institut Français, das Bureau du Théatre und das Kino Cinema Paris.
Am 25.8.1983 wurde auf das Maison de France ein Sprengstoffanschlag ausgeübt, um in Frankreich inhaftierte Mitglieder einer arabischen Terrorgruppe freizupressen. Bei dem Anschlag wurde ein Mann getötet, viele weitere Personen wurden verletzt.
Institut Français de Berlin
Französisches Kultur- und Informationszentrum. Kulturprogramme; Sprachkurse; Veranstaltung von Seminaren, Konferenzen, Lesungen, Ausstellungen etc. Mediathek mit 13.000-Bände-Bibliothek.
Sprachabteilung: Schustehrusstraße 43, 10585 Berlin
Bureau du Théatre
Gründung 1995. Koordination und Unterstützung der theaterpolitischen Aktivitäten der in Deutschland beheimateten französischen Kulturinstitute (Instituts Français), Förderung deutsch-französischer Theaterbeziehungen, Organisation von Gastspielen französischer Ensembles, Zusammenarbeit mit deutschen Theaterschulen, kostenlose Zurverfügungstellung einer Untertitelungsanlage. Gemeinsam mit dem Verlag der Autoren Herausgabe der Reihe "Scène" (Texte junger frankophoner Dramatiker in deutscher Übersetzung) und Vergabe von vier Stipendien jährlich für Übersetzungen französischer Theatertexte.
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