Lexikon: Charlottenburg-Wilmersdorf von A bis Z
Gedenktafel für den Centralverein Deutscher Staatsbürger Jüdischen Glaubens
Berliner Gedenktafel (Porzellantafel der KPM) am Haus Pariser Str. 44, enthüllt am 8.11.1988
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BERLINER GEDENKTAFEL
In diesem Hause befanden sich
seit 1930 bis zu ihrem Verbot vom 9.November 1938
der 1893 gegründete
C.-V. (CENTRALVEREIN DEUTSCHER
STAATSBÜRGER JÜDISCHEN GLAUBENS) (Emser Straße 42) und der ihm gehörende
PHILO-VERLAG
(Pariser Str. 44)
Der C.-V., die größte jüdische Organisation in Deutschland,
vertrat beharrlich die staatsbürgerlichen Rechte der deutschen
Juden. Er gehörte zu den Vorkämpfern gegen Antisemitismus und
Nationalsozialismus.
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Hier befand sich 1930-38 bis zur Auflösung durch die Nationalsozialisten die Hauptgeschäftsstelle dieser 1893 in der Lindenstraße 13, Kreuzberg, gegründeten größten jüdischen Organisation in Deutschland; ab 1933 in der Pariser Straße 44 die Buchhandlung des zugehörigen Philo-Verlags. Gedenktafel am Haus Pariser Straße 44, 10707 Berlin
Die Gründung des C.V. erfolgte mit dem Ziel, gegen den ausufernden Antisemitismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts anzugehen; unmittelbarer Anlass war eine anonym erschienene Schrift des Direktors des Schillertheaters Raphael Löwenfeld, die die Juden aufrief, die Verteidigung ihrer Rechte selbst zu organisieren. Der Verein trat an, "...die deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens...zu sammeln, um sie zu bestärken in der tatkräftigen Wahrung ihrer staatsbürgerlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung und der unbeirrten Pflege der deutschen Gesinnung"...
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