Siemensstadt

Siemensstadt

Der traditionsreiche Industriestandort bietet Wohnen in Siedlungen des "Neuen Bauens" und in Großsiedlungen.

  • Ortsteilkarte Siemensstadt© GNU
    Lage von Siemensstadt im Stadtteil Spandau
  • Siemensstadt© Franziska Delenk
    Gebäude der Siemenswerke am Siemensdamm
  • Siemensstadt© Franziska Delenk
    Siedlungsbauten im Jungfernheideweg
  • Siemensstadt© Franziska Delenk
    Siedlungsbauten im Jungfernheideweg
  • Siemensstadt© Franziska Delenk
    Jungfernheideweg
Der Ortsteil wird begrenzt vom Hohenzollernkanal im Norden, der Spree im Süden und dem Jungfernheideweg im Osten.
Siemensstadt
© Franziska Delenk

Siedlungsbauten in der Mäckeritzstraße

Er zählt zu Deutschlands ältesten und bekanntesten Industriestandorten, und ist auch heute noch überwiegend industriell geprägt. Siemensstadt hat historischen Charakter, Siemens baute hier eine eigene Gewerbe- und Wohnstadt mit zum Teil 10-15-etagigen Gebäuden im typischen rot, die heute denkmalgeschützt sind.

Charakteristisch sind die Siedlungsbauten (Großsiedlungen und Neues Bauen) und vereinzelte Altbauten aus der Zeit der Jahrhundertwende sowie begrünte Straßenzüge.
Im Nordwesten befindet sich die Insel Gartenfeld. Hier befanden sich verschiedene Produktionsstätten. Seit 2002 wurde es zum Gewerbepark Gartenfeld umgewandelt.

Alt-Siemensstadt besteht aus der Siedlung Nonnendamm die zwischen 1904 und 1914 erbaut wurde. Sie erstreckt sich zu beiden Seiten der Nonnendammallee. Die meisten der 4-geschossigen Wohnbauten sind erhalten geblieben. Das Gebiet hat seinen kiez-ähnlichen Charakter bewahren können.

Zum mittleren und nördlichen Teil des Ortsteils zählen verschiedene Siedlungen:

Die Siedlung Heimat, die von 1930 bis 1935 errichtet wurde, befindet sich zwischen Schuckertdamm, Quellweg, Goebelstraße und Lenther Steig. Bezeichnend sind zeilenförmige Gebäude, die dreigeschossig mit hohen Mansardenwalmdächern sind und der Siedlung einen ländlichen Charakter geben. In der Umgebung sind großzügige Grün- und Gartenanlagen.

Die Großsiedlung Siemensstadt ist denkmalgeschützt und zählt seit Juli 2008 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie wird auch als Ring- bzw. Reformsiedlung bezeichnet. Der Großteil gehört doch zu Charlottenburg, nur der westliche Teil zählt zu Spandau. Begrenzt wird sie vom Heckerdamm, Popitzweg, Jungfernheideweg, Mäckeritzstraße, Goebelplatz, und Geißlerpfad. Die flachen Zeilenbauten im Stil des Neuen Bauens, durchsetzt von Grüngürteln, wurden von 1929 bis 1931 erbaut. Sie sind zwei- bis fünfgeschossig.

Die Siedlung Siemensstadt (auch Siemens-Siedlung) befindet sich zwischen Harriesstraße, Dihlmannstraße, Rohrdamm und im Heidewinkel. Sie wurde von 1922 bis 1932 erbaut. Bis in die 1980er Jahre war sie nur für Siemens-Beschäftigte und ihre Familien vorgesehen. Die Gartenstadtbewegung diente als Vorbild. Dementsprechend gibt es hier Reihenhäuser und mehrgeschossige Wohnbauten mit ländlichem Charakter.

Außerdem weist Siemensstadt noch zwei weitere Siedlungen im Norden auf:

Die Siedlung Rohrdamm-West wurde in den 1950er und 1960er Jahren errichtet. Sie liegt westlich des Rohrdammes. Es gibt hauptsächlich viergeschossige Zeilenblöcke, und außerdem das höchste Wohnhochhaus des Ortsteils mit 16 Etagen.
Die Siedlung Saatwinkler Damm liegt östlich des Rohrdamms und parallel zum Saatwinkler Damm. Die mehrgeschossigen Reihenhochhäuser wurden 1975 errichtet.

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Aktualisierung: 13. März 2018

Spandau im Portrait