Prenzlauer Berg: Szenekieze im Süden

Prenzlauer Berg: Szenekieze im Süden

Nach dem Mauerfall wurde vielerorts saniert und modernisiert, heute ist der Kiez beliebtes Vergnügungsviertel mit Cafés, Bars, Galerien und Läden.

  • Ortslagenkarte Prenzlauer Berg Süd© GNU
    Der Süden des Stadtteils Prenzlauer Berg
  • Berlin - Prenzlauer Berg© dpa
    Ein junges Paar schiebt einen Kinderwagen an der Sredzkistraße / Ecke Kollwitzstraße in Berlin-Prenzlauer Berg vorbei.
  • Prenzlauer Berg - Helmholtzkiez© Franziska Delenk
    Greifenhagener Straße auf Höhe der Stargarder Straße
  • Prenzlauer Berg als Spottobjekt© dpa
    Häuserfassade in der Kastanienallee im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg, aufgenommen am 27.07.2010.
  • Prenzlauer Berg - Kollwitzkiez© Franziska Delenk
    Wochenmarkt am Kollwitzplatz
  • Prenzlauer Berg - Winskiez© Franziska Delenk
    Altbauten in der Immanuelkirchstraße
  • Prenzlauer Berg - Winskiez© Franziska Delenk
    Winsstraße im Winskiez
  • Prenzlauer Berg - Bötzowviertel© Franziska Delenk
    Modernes Wohnen in den "Prenzlauer Gärten"
  • Prenzlauer Berg - Helmholtzkiez© Franziska Delenk
    Gethsemanestraße
  • Die Gethsemanekirche© dpa
    Die Gethsemanekirche nahe S-Bahnhof Schönhauser Allee.

Kastanienallee und Teutoburger Platz

Ursprünglich sollte die gesamte Gegend um die Kastanienallee und den Teutoburger Platz noch zu DDR-Zeiten für ein Wohnungsbauprogramm vollständig abgerissen werden. Die dadurch teilweise leerstehenden Häuser wurden von jungen Leuten besetzt, später wurden daraus Mietwohnungen.

Nach der Sanierung in der Nachwendezeit wurden die Mieten Schritt für Schritt angehoben. Doch nach wie vor ist die Kastanienallee - auch "Castingallee" genannt - eine Szenemeile, die in vielen Reiseführern erwähnt wird. Zwischen hippen Läden, edlen Boutiquen und Coffeeshops finden sich ein paar Läden mit Waren des täglichen Bedarfs.

Auch die die Kastanienalle kreuzende Oderberger Straße ist Heimat vieler ungewöhnlicher Läden und Cafés. Noch jung ist der "Marthashof" mit über 150 luxuriösen Eigentumswohnungen im Eck Schwedter Straße/Oderberger Straße/Kastanienallee, der aus stadtplanerischer Sicht jedoch umstritten ist.

Kollwitzkiez und Kollwitzplatz

Der Kollwitzkiez wurde nach der deutschen Grafikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz benannt, die einen Großteil ihres Lebens im Haus der Kollwitzstraße 58 - damals Weißenburger Straße 25 - wohnte. Vor allem hier gibt es kaum noch unsanierte Ecken.
Im Sommer tragen die zahlreichen Cafés in der Ryke-, Husemann- und Kollwitzstraße Tische und Stühle vor die Tür und schaffen ein mediterranes Flair.

Am Kollwitzplatz, der den Mittelpunkt des Kollwitzkiezes bildet, lockt samstags ein Wochenmarkt, donnerstags ein Ökomarkt und an den Adventssonntagen ein Weihnachtsmarkt. Die Kulturbrauerei - die ehemalige Schultheiß-Brauerei - in der Knaackstraße bietet Unterhaltung mit Kino, Konzerten und Veranstaltungen.

Winsviertel in Prenzlauer Berg

Das Winsviertel zwischen Prenzlauer Alle und Greifswalder Straße ist eher ruhig im Vergleich zum benachbarten Kollwitzkiez und bekommt weniger touristische Aufmerksamkeit. Es besteht aus zwei Teilen: Nördlich der Heinrich-Roller-Straße dominieren Altbauten aus der Gründerzeit, im Süden Richtung Berlin-Mitte stehen Plattenbauten. Die Lebensader des Kiezes ist die Winsstraße.

Bötzowviertel rund um den Arnswalder Platz

Den Zweiten Weltkrieg überstand das Bötzowviertel um den Arnswalder Platz weitgehend unversehrt, verfiel aber zunehmends in der DDR. Nach der Wende wurde das Viertel zum Sanierungsgebiet.

Zahlreiche Gebäude stehen heute unter Denkmalschutz, wie das 1924/25 erbaute Filmtheater am Friedrichshain, die Kurt-Schwitters-Gesamtschule, das Gelände der Brauerei Schneider sowie der Arnswalder Platz.

Im Schweizer Garten befinden sich jetzt die "Prenzlauer Gärten" eine Wohnanlage mit Townhouses, schicken Wohnungen, Penthouses und viel Grün. Die Wohnanlage war Berlins erste Gated Community.

Helmholtzkiez und "Göhrener Ei"

Der Helmholtzkiez (auch LSD-Viertel nach Lychener-, Schliemann- und Dunckerstraße) zählt zu den am dichtesten bebauten Gebieten Berlins. Der Helmholtzplatz selbst ist rechteckig, stark bewachsen, mit mehreren Kinderspielplätzen und einem Kieztreff und vermittelt Parkcharakter. Er liegt ein paar Meter über dem Niveau der ihn umgebenden Wohnstraßen.

Auch dieser Kiez ist sehr beliebt zum Ausgehen, da es hier zahlreiche Cafés, Kneipen, Restaurants und kleine Läden gibt. Sehenswert ist das "Göhrener Ei" - ein denkmalgeschütztes Bauensemble im südöstlichen Teil des Kiezes. Seinen Namen bekam es durch die länglich-halbrunde Form, in der die Häuser angeordnet sind.

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Aktualisierung: 7. August 2019

Prenzlauer Berg im Portrait