SO 36

SO 36

Der Südosten Kreuzbergs war vor dem Mauerfall von drei Seiten von der deutsch-deutschen Grenze umschlossen. In den 1970ern und 1980ern befand sich hier das Zentrum der Alternativbewegung und Hausbesetzerszene.

  • Ortslagenkarte SO36© GNU
    Lage von SO36 im Stadtteil Kreuzberg
  • Kreuzberg - SO 36© Franziska Delenk
    Kottbusser Tor
  • Kottbusser Tor© dpa
    Das Kottbusser Tor in der Abenddämmerung.
  • Kreuzberg - SO 36© Franziska Delenk
    Paul-Lincke-Ufer
  • Kreuzberg - SO 36© Franziska Delenk
    Heinrichplatz
  • Kreuzberg - SO 36© Franziska Delenk
    Oranienstraße
  • Kreuzberg - SO 36© Franziska Delenk
    Wrangelstraße
  • Kreuzberg - SO 36© Franziska Delenk
    Wrangelstraße
  • Kreuzberg - Nordwesten© Georg Slickers / Creative Commons
    Engeldamm mit zugeschüttetem Luisenstädtischen Kanal gesehen vom Engelbecken
  • Kinderbauernhof im Görlitzer Park, Berlin© dpa
    Tim aus Berlin füttert die Schafe im Kinderbauernhof im Görli.
  • Görlitzer Park© dpa
    Menschen genießen die Sonne im Görlitzer Park in Berlin.
SO 36 ist die alte Bezeichnung für den Postzustellbezirk Südost 36. Er umfasste neben dem Kreuzberger Teil noch Teile von Alt-Treptow und Mitte. Berlin SO 36 wird heute vom Landwehrkanal und dem ehemaligen Luisenstädtischen Kanal begrenzt.

Kottbusser Tor

Der Verkehrsknotenpunkt Kreuzbergs ist das Kottbusser Tor, von den Einheimischen auch "Kotti" genannt. Geprägt wird der Platz vor allem durch das NKZ (Neues Kreuzberger Zentrum) im Norden, einem in den 1970ern erbauten Hochhaus das die Adalbertstraße überspannt. Der Platz im Herzen Kreuzbergs ist Ausgangspunkt für Kneipentouren, Treffpunkt und sozialer Brennpunkt zugleich. Es geht sehr international zu am Kotti: Die Gegend gilt als Herzstück des multikulturelle Kreuzbergs.

Wassertorplatz

Ähnlich sieht es am Wassertorplatz aus, besonders im südlichen Teil, der fast flächendeckend von Neubauten beherrscht wird. Hier nahm einst der mittlerweile zugeschüttete Luisenstädtische Kanal seinen Lauf. Heute ist er eine denkmalgeschützte Grünfläche mit Teich, Skulpturen und einer Gartenbrücke. Einige Gründerzeitaltbauten am Platz erinnern an das einstige großbürgerliche Flair.

Paul-Lincke-Ufer

Weiter südlich findet sich das Paul-Lincke-Ufer mit einer Vielzahl kleiner Biergärten und Grüngürtel zum Landwehrkanal. Hier gibt es einen im Sommer stark frequentierten Bouleplatz, daneben einen öffentlich betreuten Spielplatz. Die Gegend ist beliebt zum Wohnen, die Mieten sind noch vergleichsweise günstig. Das ehemalige Umspannwerk beherbergt heute Medienunternehmen, Ausstellungen, Edelgastronomie und einen Veranstaltungsbereich.

Oranienstraße

Sehr bekannt ist die Gegend um die Oranienstraße, die wichtigste und älteste Geschäftstraße Kreuzbergs. Sie ist Heimat vieler Kneipen, Cafés und Läden, mit Altbausubstanz aus der Gründerzeit, welche unter Denkmalschutz steht. Ebenso hat der naheliegende Heinrichplatz zahlreiche Küchenlokale sowie traditionsreiche Cafés und Kneipen vorzuweisen.

Mariannenplatz

Unweit davon befindet sich der Mariannenplatz mit dem Künstlerhaus Bethanien. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein ehemaliges Krankenhaus, bekannt geworden durch die Besetzung eines Nebengebäudes, des Georg-von-Rauch-Hauses. Der große Platz hat einen parkähnlichem Charakter mit Liegewiese und eine Freiluftbühne wo Straßenfeste u.ä. veranstaltet werden.

Lausitzer Platz und Görlitzer Park

Der in der Nähe liegende Lausitzer Platz wird bestimmt durch die Emmauskirche, die bis zum Zweiten Weltkrieg die nach dem Berliner Dom die zweitgrößte Kirche Berlins war. Hier gibt es regelmäßig Straßenfeste und Märkte, wie beispielsweise einen Biomarkt jeden Freitag. Gleich nebenan liegt der Görlitzer Park, auch "Görli" genannt. Mit seinen Liegeweisen, Spiel- und Sportplätzen ist die Grünanlage ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Wrangelkiez

Auf der anderen Seite des Görlitzer Parks liegt der Wrangelkiez, der östlichste Kiez Kreuzbergs.
Dieser ist ein gründerzeitliches, dicht besiedeltes Wohnquartier - und eine aufstrebende Szenegegend dank Ansiedlung von Clubs, Bars, Künstleragenturen und internationalen Restaurants. Die meisten Wohnstraßen sind verkehrsberuhigt und viele Hinterhöfe begrünt.
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© dpa

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Aktualisierung: 27. Mai 2021

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