Umzugsratgeber: Meldebehörden

Umzugsratgeber: Meldebehörden

Die wichtigsten Stellen für Anmeldung und Ummeldung der Adresse, des Autos, der Kinder und des Hundes.

Ein Schild mit der Aufschrift Bürgeramt

© dpa

Bürgeramt in Berlin-Wedding.

Wer nach Berlin umzieht, kommt um ein bisschen Papierkram nicht herum. Während man bei einigen Meldebehörden für bestimmte Dienstleistungen nach wie vor persönlich erscheinen und Formulare abgeben muss, können andere auch auf dem Postweg oder elektronisch erledigt werden. Die wichtigsten Meldebehörden und Dienstleistungen für Neuberliner im Überblick.

An- und Ummeldung der Wohnung

Wer neu nach Berlin umzieht oder innerhalb der Stadt die Wohnung wechselt, muss sich innerhalb von 14 Tagen nach dem Einzug bei der zuständigen Behörde anmelden oder ummelden. In Berlin ist das das Bürgeramt. Über 40 davon gibt es im gesamten Stadtgebiet. Persönliches Erscheinen ist bei der Anmeldung einer Wohnung Pflicht. Der Termin kann über das Service-Portal gebucht werden. Neben dem Personalausweis oder Reisepass müssen zum Termin gegebenenfalls mehrere ausgefüllte Formulare und eine Einzugsbestätigung des Vermieters vorgelegt werden.

Kfz-Ummeldung in Berlin

Die Kfz-Zulassungsbehörden bieten Services rund um das An- und Ummelden von Autos nach einem Umzug nach Berlin und innerhalb der Stadt an. Wer sein altes Kennzeichen behalten möchte, braucht eine neue Zulassungsbescheinigung. Wer ein Wunschkennzeichen reservieren möchte, kann sich ebenfalls an die zuständigen Stellen wenden. Um die Dienstleistungen der Kfz-Zulassungsbehörden in Anspruch nehmen zu können, muss vorher einen Termin vereinbart werden. Persönliches Erscheinen ist auch hier Pflicht.

Anmeldung bei Kita und Schule

Wer sein Kind in einer Kita oder bei einer Tagesmutter anmelden möchte, wendet sich an die Kita-Gutscheinstelle im Jugendamt des zuständigen Bezirksamts. Der Kita-Gutschein kann dann bei der Kita oder Kindertagespflege, wo das Kind betreut werden soll, eingelöst werden - vorausgesetzt, ein Platz ist frei. Ansprechpartner für schulpflichtige Kinder sind das Schulamt oder die Schulaufsicht. Kinder im Grundschulalter müssen zunächst bei der Schule angemeldet werden, die für den neuen Wohnsitz zuständig ist.

Hund in Berlin anmelden

Bei einem Umzug müssen Hundehalter ihre neue Anschrift dem zuständigen Finanzamt mitteilen. In der Regel ist dies das Finanzamt des Wohnbezirks. Die steuerliche Anmeldung des Hundes muss innerhalb eines Monats nach dem Umzug nach Berlin oder nach dem Kauf bzw. der Geburt des Hundes erfolgen. Ist der Hund angemeldet, bekommt er eine Hundesteuermarke. Einige Hunderassen - sogenannte Kampfhunde wie Pitbull, American Staffordshire Terrier, Bullterrier oder deren Kreuzungen - müssen zusätzlich beim Ordnungsamt gemeldet werden.

Ummelden bei den Sozialleistungsträgern

Als Empfänger von Sozialleistungen wie Kindergeld, Wohngeld, Erziehungsgeld, Arbeitslosengeld, Hartz IV, Sozialhilfe u.ä. müssen Um- und Zuzügler das zuständige Amt rechtzeitig informieren. In der Regel wird die zuständige Stelle direkt über den Umzug informiert. Eine zentrale Stelle für alle Sozialleistungsträger gibt es nicht.

Abmeldung einer Wohnung

Wer aus Berlin wegzieht, muss sich in einigen Fällen bei der Meldebehörde abmelden. Ein solcher Fall ist beispielsweise, wenn jemand ins Ausland zieht, jemand eine von mehreren Wohnungen in Deutschland aufgibt und den Berliner Wohnsitz behält, oder wenn jemand eine von mehreren Berliner Wohnungen aufgibt. Die Abmeldung muss innerhalb von 14 Tagen nach dem Auszug vorgenommen werden. Die Abmeldung kann mit Termin persönlich im Bürgeramt oder auf dem Postweg erfolgen.

Aktualisierung: 5. November 2018

Service: Umzug