Aktuelle Sprache: Deutsch

Friedrichstadt-Palast

  • Der Schriftzug Friedrichstadt-Palast ist auf dem Gebäude zu sehen.

    Der Schriftzug auf dem Friedrichstadt-Palast.

  • Die Lichter des Friedrichstadt-Palastes leuchten in der Dammerung.

    Blick auf den beleuchteten Friedrichstadt-Palast bei Dunkelheit.

  • Foyer im Friedrichstadt-Palast Berlin mit Freitreppe, Säulen, Galerien und großen Kronleuchtern im Art-déco-Stil.

    Foyer im Friedrichstadt-Palast Berlin.

  • Das Ensemble des Friedrichstadt-Palast steht in farbenfrohen Kostümen, Wasserspielen und choreografierter Tanzszene auf der Bühne.

    Nach der Premiere feiert das Ensemble der Grand Show "Falling - In Love" beim Schlußapplaus auf der Bühne vom Friedrichstadt-Palast. (Archivbild)

Der Friedrichstadt-Palast ist das prominenteste Beispiel der DDR-Postmoderne und ein Höhepunkt der Plattenbau-Architektur. Das Theater in Berlin-Mitte präsentiert das ganze Jahr hindurch große Shows. Er gehört zu den wichtigsten Kulturinstitutionen Berlins und ist Europas größtes Revuetheater.

Die Geschichte des Friedrichstadt-Palastes beginnt als Markthalle. Diese wurde 1865 in dreijähriger Bauzeit am Schiffbauerdamm errichtet. Theaterregisseur und Intendanten Max Reinhardt baute das Gebäude in den Jahren 1918 und 1919 zum Großen Schauspielhaus um. Hier beginnt die Geschichte des Palastes als wichtige Adresse für Unterhaltung. Der Entwurf für das Schauspielhaus stammte von den Berliner Architekten Hans Poelzig und Marlene Moeschke-Poelzig. Im Volksmund hieß das Theater Tropfsteinhöhle. Grund für den Spitznamen war die expressionistische Stalaktitenkuppel im Zuschauerraum.

Der Friedrichstadt-Palast wird abgerissen

Die Kultureinrichtung bestand unter verschiedenen Namen bis zum Jahr 1943. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude erst stark zerstört; 1945 wurde es wieder aufgebaut. Seit 1947 ist die Kulturstätte unter dem Namen Friedrichstadt-Palast bekannt. Die Bauweise des Palastes auf Holzpfählen wurde ihm 1980 zum Verhängnis: Schwankungen im Grundwasser führten zum morschen Pfählen. Das Theater musste 1980 schließen und wurde 1986 abgerissen.

Der letzte Prestigebau der DDR

Der neue Friedrichstadt-Palast wurde ca. 200 Meter entfernt von seinem alten Standtort errichtet. Die Pläne stammen von Walter Schwarz, Manfred Prasser und Dieter Bankert. Nach der Grundsteinlegung am 26. Juni 1981 betrug die Bauzeit fast drei Jahre. Die Eröffnung fand am 27. April 1984 statt.

Der Friedrichstadt-Palast gehörte mit seiner Fertigstellung zu den letzten Prestigebauten der DDR. Der Bau aus Betonplatten hat mit seinen großen Rundbogenfenstern aus buntem Glas Elemente von Jugendstil und Art Déco. Er erinnert damit an die Goldenen Zwanziger in Berlin. Im Inneren beleuchten große Kronleuchter das Foyer. Der große Saal, der ähnlich einem Amphitheater angelegt ist, bietet 1900 Menschen Platz.

Der größte Showpalast Europas

Nach dem Fall der Mauer schaffte es der Friedrichstadt-Palast sich als Ort für Shows und Unterhaltung weiter zu etablieren. Noch immer ist er der größte und modernste Showpalast in Europa. Seit März 2020 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

Adresse, Öffnungszeiten und Kontakt

Kartenansicht

Es folgt eine Kartendarstellung. Karte überspringen

Zum Stadtplan

Ende der Kartenansicht

 Adresse
Friedrichstr. 107
10117 Berlin
Telefon
(030) 2326 2326
Internetadresse
www.palast.berlin
Öffnungszeiten
abhängig von der Veranstaltung
Barrierefrei
Der Friedrichstadt-Palast ist barrierefrei. Im Saal verfügt er über vier Rollstuhlplätze und eine Induktionsschleife für hörbehinderte Menschen.
Eintritt
abhängig von der Veranstaltung
Architekt
Kollektiv Walter Schwarz

Verkehrsanbindungen

Friedrichstadt-Palast: Veranstaltungen, Touren und Führungen

Blinded by Delight: Grand Show im Friedrichstadt-Palast

In der Hauptstadt werden Träume wahr: Auch 2026 zeigt der Friedrichstadt-Palast die Grand Show "Blinded by Delight" auf der größten Theaterbühne der Welt. mehr

Spooky Charlottenburg

Ein harmloser Schulausflug ins prachtvolle Schloss Charlottenburg wird für Amira, Johanna und Hamza zu einem unerwarteten Abenteuer. mehr

Chanson - Eine Hommage an Charles Aznavour, Edith Piaf und Jacques Brel

Eine leidenschaftliche Hommage an die unsterblichen Klassiker von Charles Aznavour, Edith Piaf und Jacques Brel Schließen Sie die Augen und träumen Sie sich nach Paris! Für einen Abend verwandelt sich die Bühne in die malerischen Gassen von Montmartre... mehr

Frank Schöbel & Band - Die Tournee zum 65. Bühnenjubiläum

In den Annalen der Geschichte der populären Musik ist der Jahrgang 1962 ein ganz besonderer. Die Beach Boys und die Rolling Stones hatten sich in jenem Jahr gegründet und die Beatles, Conny Froboess sowie Rex Gildo feierten ihre ersten Nr.1-Hits. Und... mehr

GLENN MILLER ORCHESTRA

„SWING FOREVER“: Die unvergessliche Musik von Glenn Miller! Der unverwechselbare, auffallend harmonische und zugleich elektrisierende Sound bringt das Lebensgefühl der 40/50er Jahre zurück und lässt von der ersten Minute keinen Zweifel an dem Können... mehr

Das könnte Sie auch interessieren

Berliner Ensemble (3)

Theaterbühnen

Die großen und kleinen Bühnen Berlins formen zusammen eine bunte Theaterlandschaft.  mehr

Quelle: Berlin.de | Alle Texte, Fotografien und Grafiken auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt (Copyright). Sie dürfen weder kopiert, vervielfältigt, übersetzt noch in anderer Weise verwendet werden.

Aktualisierung: 20. Oktober 2026