Admiralspalast

Admiralspalast

Wieder auferstandene Pracht: der Admiralspalast ist ein traditionsreicher Multifunktionsort des Genusses mit Comedy, Theater und Chanson.

Admiralspalast

© S. Greuner

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Der Admiralspalast am Bahnhof Friedrichstaße hat eine lange Geschichte. Er gehört zu den wenigen erhaltenen, großen Vergnügungsstätten Berlins aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Im August 2006 wurde das jahrelang leer stehende Haus mit Klaus Maria Brandauers Inszenierung von Brechts „Dreigroschenoper“ neu eröffnet, nachdem es denkmalgerecht saniert worden war. Johannes Heesters sang auf der Eröffnungsparty und schlug in seiner Person einen Bogen zu den 30er-Jahren, als er hier den Danilo in „Die lustige Witwe“ spielte.

In den 20ern tanzten im Admiralspalast die berühmten Haller-Girls

In dem 1911 eröffneten Haus hat vor allem der Spaß Tradition, als Theater funktionierte es zu Beginn aber nur nebenbei. Es war ein Multifunktionsort des Genusses, ein kleines Bad Pyrmont mitten in Berlin: Neben einer Eisarena, einer Schwimmhalle, einem Salonbad, 62 Wannenbädern, zwei elektrischen Bädern, einem russisch-römischem Bad, einer Naturheilanstalt sowie 41 Solebädern im Seitengebäude beherbergte das Haus im Vorderhaus zur Friedrichstraße Kegelbahnen, ein Café und ein Lichtspieltheater. In den 20ern tanzten hier die berühmten Haller-Girls. Später wurde der Admiralspalast zum Revue- und Operettentheater. 1946 legten Otto Grotewohl und Wilhelm Pieck in eins nun die Hände und zelebrierten im Admiralspalast die von den Sowjets angeordnete Zwangsvereinigung von Sozialdemokraten und Kommunisten zur SED. Bis 1955 nutzte das Ensemble der Deutschen Staatsoper das vom Krieg weitgehend verschonte Gebäude als Ausweichquartier für ihr kriegszerstörtes Haus Unter den Linden. In die Friedrichstraße zog nun mit der „Fledermaus“ das Metropol Theater als Operetten- und Musicaltheater der DDR ein – diesem Genre blieb es auch nach der Wende treu, bis zur Schließung im Jahre 1997.

Comedy, Musical und Chanson im Admiralspalast

An die Anfänge des Amüsiertempels wollen die neuen Betreiber anknüpfen, was sie mit der Rückbesinnung auf den Namen Admiralspalast illustrieren. Alles nach altem Vorbild neu. Programmatisch reicht der Reigen von Comedy, Musical und Chanson bis zum unverwüstlichen Bühnen-Dauerbrenner „Caveman“. Über eine Million Besucher hat die bunte Mischung dem Haus seit der Neueröffnung bereits beschert.

Quelle: Kulturverführer Berlin, 10. Auflage

Admiralspalast Berlin

Adresse
Friedrichstraße 102
10117 Berlin
Telefon
030 47 99 74 99
Internetadresse
www.admiralspalast.de/

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Aktualisierung: 18. Juli 2018