Begegnungsräume

Bunte Sprechblasen

Krisen und Kriege haben auch Auswirkungen auf das Zusammenleben in Berlin und die Gesellschaft in der Stadt. Wenn Vorurteile und Ressentiments zunehmen, führt das oft auch zu Konflikten und Hassgewalt. Dies ist eine besondere Herausforderung für unsere pluralistische Gesellschaft. Austausch- und Begegnungsformate eignen sich gut, um Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegenzuwirken. Wir brauchen dafür Räume und Gelegenheiten, um uns auszutauschen und Menschen mit unterschiedlichen Sichtweisen zusammenzubringen.
Die Landeskommission Berlin gegen Gewalt unterstützt deshalb Maßnahmen, die durch Begegnungen und Austausch den Abbau von gruppenbezogenen Vorurteilen fördern und eine gewaltfreie Konfliktlösung ermöglichen. So können wir dazu beitragen, dass bestehende oder potentielle Konflikte in der Stadt und Nachbarschaft gewaltfrei gelöst werden, und dass die Menschen sich besser verstehen. Das soll die Gesellschaft stärken und zu einem respektvollen Miteinander führen.
Im Rahmen der Vorhaben Begegnungsräume unterstützt die Landeskommission Berlin gegen Gewalt im Jahr 2026 drei Projekte.

Die Landeskommission Berlin gegen Gewalt ist Mitglied im “Forum Brückenbauer:innen”, welches das Ziel verfolgt, Räume für Begegnung, Dialog und solidarisches Handeln in Berlin zu schaffen.

Link zur Webseite des Forum Brückenbauer:innen

Gemeinschaft durch Kultur - Starke Nachbarschaften

Träger: Berlin Mondiale

Das Projekt setzt Kulturangebote und Formate der kulturellen Bildung gezielt als Mittel zur Gewaltprävention und sozialen Integration von geflüchteten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Marzahn-Nord ein. Rund um den Otto-Rosenberg-Platz wird modellhaft erprobt, wie kulturelle Bildungsarbeit nachhaltige Strukturen für soziale Resilienz, interkulturellen Austausch, Nachbarschaftsbeziehungen und die Stärkung von Konfliktbewältigungskompetenzen schaffen kann.

Link zur Webseite von Berlin Mondiale

Vielfalt im Blick

Träger: Goldnetz gGmbH

Das Projekt bietet den Teilnehmenden in sozial benachteiligten Quartieren besondere Räume der Begegnung: Es ermöglicht den Bewohnerinnen und Bewohnern eine individuelle Reflexion der eigenen und anderer Lebensentwürfe und -vorstellungen. Verbindende Aspekte können identifiziert und (vermeintlich) einander unterscheidende Aspekte verstanden und akzeptiert werden. In dialogorientierten Workshops mit heterogener bzw. diverser Teilnehmenden-Struktur werden spezifische Begriffe wie z.B. Nachbarschaft, Zusammenhalt oder Sicherheit diskutiert und reflektiert. In den Begegnungsräumen erarbeiten die Teilnehmenden dabei eine Text-, Foto- und Videoausstellung. Im letzten Jahr wurde das Projekt in der Thermometersiedlung umgesetzt und die Ergebnisse in einer Ausstellung im Quartier gezeigt. Im Jahr 2026 soll das Projekt im Bezirk Spandau umgesetzt werden.

Link zur Webseite von Goldnetz:

Konflikte als Ausgangspunkt – Resilienz als Gemeinschaftserfahrung

Träger: we are village | queer matters gGmbh

Queere Communities in Berlin sind divers und vielgestaltig, aber wie auch andere Teile der Gesellschaft zugleich durch soziale Fragmentierung, Abgrenzung, Konflikte und ungleiche Teilhabe geprägt. Das Projekt begreift Konflikte und Distanz nicht als Bruch, sondern als einen geeigneten Ausgangspunkt für Begegnung, Verständigung und gemeinsames Wachstum. Ziel ist es, respektvolle Räume zu schaffen, in denen queere Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Positionierungen und Lebensrealitäten einander begegnen, sich zuhören, voneinander lernen und solidarische Beziehungen aufbauen.

Link zur Webseite von we are villagers