„Ort der Prävention in Berlin muß (…) der Kiez sein. Im Kiez liegen wichtige Determinanten für die Entstehung von Gewaltproblemen, dort werden sie virulent und dort bieten sich Ansatzpunkte für die Prävention.“
(Senatsverwaltung für Inneres (Hg.) (1994): Endbericht der Unabhängigen Kommission zur Verhinderung und Bekämpfung von Gewalt in Berlin. Berlin.)
Der Stellenwert kiezorientierter Gewaltprävention ist in Berlin frühzeitig erkannt und praktiziert worden. Dies verdeutlicht das Eingangszitat von 1994 anschaulich. Es stammt von der Unabhängigen Kommission zur Verhütung von Gewalt in Berlin.
Seit 2017 fördert die Landeskommission Berlin gegen Gewalt die Kiezorientierte Gewaltprävention (KOGP). Sie ermöglicht den 12 Berliner Bezirken dadurch, zielgenaue und sozialraumorientierte Projekte und Maßnahmen der Gewaltprävention umzusetzen.
Dem Konzept der KOGP liegt die Annahme zu Grunde, dass die gewaltpräventiven Bedarfe der Kieze auf lokaler Ebene am besten eingeschätzt werden können. So können die Bezirke frühzeitig auf gesellschaftliche Konflikte reagieren. Dabei soll gezielt dort angesetzt werden, wo sich Problemlagen verdichten, um gewaltfreie und lebenswerte Nachbarschaften in Berlin zu schaffen.
Mit der Förderung der KOGP sollen Schutzfaktoren gegen Gewalt gestärkt und Risikofaktoren von Gewalt gemindert werden.