KW Institute for Contemporary Art

KW Institute for Contemporary Art

Das KW Institute for Contemporary Art ist eine Kunst-Institution – nicht nur für die trendbewusste Szene, sondern auch viele Touristen, die sich in Mitte tummeln.

KW Institute for Contemporary Art, Berlin Straßenansicht

© Uwe Walter, 2010

KW Institute for Contemporary Art, Berlin

Seit 24. April greift die bundesweite Notbremse in Berlin: Kultur- wie Freizeiteinrichtungen müssen seit diesem Stichtag geschlossen bleiben. Galerien dürfen als Einzelhandelsgeschäfte unter Einhaltung strenger Hygienerichtlinien geöffnet bleiben. Besucher müssen einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen. Weitere Informationen »

Vom Hotelzimmer bis zum Schulraum, vom Ladenlokal bis zur Toilette reichten einmal die Örtlichkeiten, in denen sich die junge Berliner Kunst rund um die Auguststraße ausbreitete. Klaus Biesenbach legte mit der Ausstellung „37 Räume“ 1992 den Grundstein für die trendbewusste Szene in Mitte. Längst hallt der glänzende Ruf des KW Institute of Contemporary Art, getragen vom Kunst-Werke Berlin e. V., sogar bis nach New York. Der umtriebige Gründervater Biesenbach ist daran nicht ganz unschuldig.

Seit der endgültigen Instandsetzung 1999 holt das KW Institute die großen Namen des Kunstbetriebs nach Berlin. Die Skandal-Briten Jake und Dinos Chapman zeigten hier ihre makabren Farbfotos eines KZ-Infernos im Spielzeugformat. Der smarte Matthew Barney ließ live und im Film „Cremaster 2“ seine Kunst-Muskeln spielen. Wenngleich sich manche Themenstellung hier etwas theorieschwer gibt, sind doch meistens Trendsetter unter den präsentierten Künstlern. Hier fand die im Vorfeld umstrittene RAF-Ausstellung statt, die sich allen Befürchtungen zum Trotz als gediegene Kunstschau entpuppte.

2012 gab Chefkurator Artur Zmijewski der siebten Berlin-Biennale einen hoch politischen Anstrich, selbst Aktivisten der Occupy-Bewegung waren eingeladen. Auch sonst geht es gern mal etwas radikaler zu, wie unlängst bei einer Schau über New Yorker Filmemacher der 1980er Jahre, die erst ab 18 zugänglich war. Neben den 2.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche bietet die Institution auch Wohn- und Arbeitsraum für Künstler im denkmalgeschützten Vorderhaus aus dem 18. Jahrhundert. Illuster sind daneben die Vorträge und Diskussionsveranstaltungen.

Quelle: Kulturverführer Berlin, 10. Auflage
KW Institute for Contemporary Art, Berlin Straßenansicht
© Uwe Walter, 2010

Tipp: 30 Jahre KW -Jubiläumswochende

02. bis 04. Juli 2021

Der Verein Kunst-Werke Berlin, welcher die Trägerschaft für das KW Institute for Contemporary Art und die Berlin Biennale hält, feiert seinen 30. Geburtstag gebührend. mehr

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Adresse
Auguststraße 69
10117 Berlin
Telefon
030 243 45 90
Internetadresse
www.kw-berlin.de/

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