Präsentiert werden die Filme von der Filmvermittlerin Stefanie Schlüter in Anwesenheit der Filmemacher Harun Farocki, Karl Heil und Bärbel Freund.
Mit spielerischen Ansätzen werden philosophische Fragen verfolgt. Der erste Teil, „Wie die Dinge entstehen“, zeigt, wie Alltagsobjekte hergestellt werden, die unsere Lebenswelt bestimmen. In „Die Kammacher“ (1993) von Filmemacher Karl Heil wird aus dem Horn eines Ochsen ein Kamm gefertigt, im Film „Fiberglass Chairs“ (1970) von Charles und Ray Eames entsteht ein Plastikstuhl aus Glasfasern. Im zweiten Teil, „Der Lauf der Zeit“, sind die Dinge bereits in voller Bewegung.
Die Künstler Peter Fischli und David Weiss zeigen in „Der Lauf der Dinge“ (1987) unterschiedlichste Objekte in einer Kettenreaktion, die einen scheinbaren Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Dingen unterstellt. Dagegen lässt Ben Russell in „River Rites“ (2011) Menschen rückwärts gerichtet in einem Fluss baden. Egal in welche Richtung: Die Zeit läuft unaufhaltsam.
„Fragen an Joshua“ (2014) beschäftigt sich mit der Endlichkeit des Lebens, und nimmt Bezug auf Senecas Formel, jeden Tag zu leben als wäre es der letzte. Der Film der Regisseurin Alexa Karolinski und des Künstlers und Autors Ingo Niermann fordert dazu auf, sich aus der Perspektive eines Kindes mit der Frage zu beschäftigen: Was würdest du tun, wenn du nur noch einen Tag zu leben hättest?