1933, unmittelbar vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten, zog George Grosz in die USA. Fast die Hälfte seines Lebens hat Grosz letztlich in den USA – seit 1938 als amerikanischer Staatsbürger – gelebt und gearbeitet. An politischer Schlagkraft hat sein Schaffen in dieser Zeit nicht verloren. Ganz im Gegenteil. Aus den eigenen Erfahrungen des Ersten Weltkrieges und dem Schock über die Atombomben-Abwürfe, die den Zweiten Weltkrieg beendeten, erwuchs ab Mitte der 1940er-Jahre eine Werkgruppe, die klar und entschlossen vor den Gefahren eines Dritten Weltkrieges warnte: die «Stick Men»– entmenschlichte, versklavte Gestalten, die durch eine feindliche, vergiftete Welt irren.