Stolpersteine im Bezirk Lichtenberg

Stolpersteine im Bezirk Lichtenberg
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Diese Stolpersteine erinnern an die Menschen, die in verschiedenen Konzentrationslagern gebracht und dort ermordet wurden. An Menschen die vertrieben, oder in den Suizid getrieben wurden.

Der Kölner Künstler Gunter Demnig, Initiator der Stolpersteine, hat ein “dezentrales Monument” geschaffen, das die Erinnerung an die Ermordeten an jenen Ort zurückbringt, an dem sie lebten, bevor der Nationalsozialismus sie stigmatisierte und sie zu Verfolgten wurden.

Im Bezirk Lichtenberg wurden bisher 124 Stolpersteine verlegt.

Die Steine sind aus Beton und mit einer Messingplatte versehen. Alle haben eine Gravur, auf der steht: “Hier wohnte”, gefolgt von einem Namen, dem Geburtstag der Person und das Jahr der Deportation, sowie der Name des Lagers, in dem die Person umgebracht wurde.

Stolpersteinverlegung

Stolperstein

Die nächsten Verlegungen sind bereits geplant und finden voraussichtlich wie folgt statt:

  • 16. März 2018 um 13 Uhr Stolperstein für Bertha Reich in der Eitelstraße80 im Weitlingkiez
  • 2. Mai 2018 um 17 Uhr Stolperstein für Hermann Jochade im Grafenauer Weg 39 in Karlshorst
  • im Juni/Juli folgen mögliche 6 Stolpersteine in Alt-Hohenschönhausen, denn Schüler*innen des Barnim-Gymnasium arbeiten in den Leistungskursen Geschichte schon intensiv an den Biografien

Paten und Unterstützer gesucht

Damit die Stolpersteine auch gut sichtbar sind, müssen sie hin und wieder geputzt werden. Wir freuen uns besonders, wenn sie sich als Pat*innen und Unterstützer*innen aus unserem Bezirk beteiligen und in Ihrer Wohngegend Stolpersteine pflegen möchten. Einige Patenschaften gibt es schon und sind in der Datenbank ebenfalls mit aufgeführt.
Sprechen Sie uns an, wenn Sie zu Überlebenden recherchieren, einen Stolperstein verlegen oder sich engagieren möchten.

Dauerausstellung im Museum

Die Biografien können in einem Gedenkbuch für jüdische Bürger in der Dauerausstellung des Museums Lichtenberg nachgelesen werden. Das Nachschlagewerk beinhaltet Kurzbiografien von jüdischen Berlinern, die in der Zeit zwischen 1933 und 1945 in den heutigen Bezirksgrenzen Lichtenbergs gelebt haben, und die der Verfolgung und Ermordung im Nationalsozialismus zum Opfer fielen.