Frauenbeirat Lichtenberg

Berufene Mitglieder des Frauenbeirates mit den Mitgliedern des BA und der Gleichstellungsbeauftragten vor dem Rathaus Lichtenberg
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

100 Jahre Frauenwahlrecht - Festveranstaltung am 12. November 2018

Seit 100 Jahren können Frauen wählen und gewählt werden – ein Grund zum Feiern und Innehalten, aber kein Grund sich zurückzulehnen. Das Frauenwahlrecht gilt als ein Meilenstein in der Geschichte der Demokratie in Deutschland. Das Stimmrecht ist Grundlage für die Gleichberechtigung und die politische Teilhabe von Frauen und Männern. Gleichwohl sind Frauen seit 1919 in keinem Parlament Deutschlands gleichberechtigt vertreten. „100 Jahre Frauenwahlrecht sind definitiv ein Grund zum Feiern, aber auch zum Nachdenken, denn dem Wahlrecht für Frauen ging ein langer, hauptsächlich von Frauen geführter Kampf voraus. Jetzt gilt es, die errungenen Rechte zu verteidigen und sich weiter für die Gleichstellung einzusetzen“, betont Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) anlässlich des bevorstehenden Jahrestages.

Das bedeutende Jubiläum wurde gestern gebührend gewürdigt. Bezirksbürgermeister Michael Grunst und der Frauenbeirat Lichtenberg luden zu einer Festveranstaltung in das Rathaus Lichtenberg ein. Festrednerin des Abends war Ines Schmidt, Mitglied im Abgeordnetenhaus und langjährige Frauenvertreterin bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG).

Bilder der Festveranstaltung

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Endlich wieder ein Frauenbeirat für Lichtenberg

Der Bezirk Lichtenberg hat endlich wieder einen Frauenbeirat. Es ist der erste seit der Bezirksfusion 2001. Am Dienstag, 12. Juni 2018, wurden die Berufungsurkunden durch Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) und die Gleichstellungsbeauftragte des Bezirkes, Majel Kundel, überreicht. Michael Grunst hat sich dafür eingesetzt, dass ein Beirat gegründet wird. Dadurch haben Frauen nun ein zusätzliches Forum, um ihre Interessen gegenüber der Politik und Verwaltung besser vertreten zu können, damit ihre Wünsche und Ideen stärker in kommunalpolitische Entscheidungsprozess einfließen können.

„Dass dies der richtige Weg ist, zeigt die hohe Zahl der Bewerbungen um einen Platz im Lichtenberger Frauenbeirat“, sagt die bezirkliche Gleichstellungsbeauftragte, Majel Kundel. Eine Jury, bestehend aus dem Bezirksbürgermeister, den Bezirksstadträtinnen Birgit Monteiro (SPD) und Katrin Framke (parteilos, für Die Linke), Majel Kundel, und dem Vorsitzenden des Ausschusses für Gleichstellung und Inklusion, Jochen Rakowski (Die Linke), wählte aus den Bewerberinnen aus. Die Berufenen, unter denen auch viele jüngere Frauen sind, haben sehr klare Vorstellungen davon, wofür sie sich engagieren wollen. Dazu zählen der gleichberechtigte Zugang zu Bildung und Arbeit sowie der Einsatz gegen Diskriminierung. Denn immer noch verdienen Frauen im Schnitt weniger als Männer und übernehmen seltener Führungspositionen. Weitere Themen sind die Anerkennung lesbischer oder queerer Lebensentwürfe sowie der Kampf gegen Sexismus und Geschlechternormen.

Der Beirat setzt sich aus 20 Mitfrauen zusammen. Michael Grunst freut sich über das neue Gremium: „Der Beirat bildet den Querschnitt der in Lichtenberg lebenden und arbeitenden Frauen ab: da gibt es die Studentin, die bei der Planung öffentlicher Freiflächen verstärkt die Gender-Diversity-Perspektive einbringen möchte oder die älteren Frauen, die im Bezirk am Stadtrand leben und sich in diesen Gebieten für eine Daseinsvorsorge und soziale Fraueninfrastruktur einsetzen. Vertreten sind aber auch Selbständige, die beispielsweise Kulturschaffende oder Existenzgründerinnen beraten oder in der Krankenpflege, im Frauenhaus oder als Ärztin arbeiten. Außerdem sind auch Frauen vertreten, die sich beruflich oder ehrenamtlich für Geflüchtete einsetzen. Mit Ihnen gemeinsam wollen wir unseren Bezirk in Gleichstellungsfragen weiter voranbringen“.

Berufen wurden: Michaela Arndt; Kirsten Peters; Nele Kossmann; Mareen Oberschmidt; Ulrike Leyh; Judith Köpke; Petra Weitling; Carmen Gorkow; Alicja Möltner; Sandra Gerstner; Jacqueline Dumke; Denise Kauffmann; Ilona Schmidt; Adriana Lia Schultz; Marianne Nedwed; Juliane Knote; Yvonne Kändler; Dorit Happ; Katrin Heinitz.

Hintergrundinformationen zum Frauenbeirat

Der Beirat wird vom Bezirksamt für eine Legislaturperiode von fünf Jahren berufen. Er arbeitet unabhängig und überparteilich. Er versteht sich als Interessenvertretung für Frauen in ihren vielfältigen biografischen Lebensbezügen. Der Beirat greift die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Themen und Probleme der im Bezirk lebenden und arbeitenden Frauen auf und unterbreitet Empfehlungen, die dazu beitragen sollen, die Lebensqualität von Frauen im Bezirk zu verbessern. Der Beirat berät das Bezirksamt und über den Ausschuss Gleichstellung und Inklusion die Bezirksverordnetenversammlung in allen Angelegenheiten der im Bezirk wohnenden und arbeitenden Frauen. Auch kann das Bezirksamt den Beirat um Stellungnahmen bitten. Der Beirat richtet seine Anregungen, Empfehlungen und Stellungnahmen an das Bezirksamt und an die Bezirksverordnetenversammlung. Er kann Anträge einbringen und eine dementsprechende Beschlussfassung empfehlen. Die Mitglieder sind Bürgerinnen des Bezirks; und oder arbeiten im Bezirk; oder sind durch gesellschaftliches Engagement mit dem Bezirk verbunden. Sie sind Fachfrauen an Schnittstellen relevanter Bereiche: dazu gehören Wirtschaft, Bildung, Soziales, Arbeitsmarkt, Gesundheit, Kultur, Jugend, Sport oder Vertreterin eines Trägers, der die Arbeit mit Frauen zum Schwerpunkt hat und/ oder die spezifischen Interessen von Frauen vertreten: Frauen mit Behinderung; Frauen mit Migrationshintergrund; alleinerziehenden Frauen; Mädchen, Seniorinnen und queere Frauen. Die Geschäftsführung obliegt der Gleichstellungsbeauftragten des Bezirksamtes Lichtenberg, die an den Sitzungen mit beratender Stimme teilnimmt. Der Beirat tagt regel- und planmäßig zweimonatlich.

Stellungnahmen des Frauenbeirates

Sitzungstermine

  • Donnerstag, 7. Februar 2019, um 18.30 Uhr

    ALLF – Albatros Lebensnetz, Familien- und Freizeittreff
    Wartenbergstraße 24, 13053 Berlin

    Tagesordnung

  • Donnerstag, 4. April 2019, um 18.30 Uhr

    Raum 114 (1. OG), Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin

    Tagesordnung