Fahrradtour um den Tegeler See

Fahrradtour um den Tegeler See

  • Reinickendorf, Tegeler See© visitBerlin/Foto: Dagmar Schwelle
    Die Sechserbrücke am Tegeler See in Reinickendorf
  • Villa Borsig am Tegeler See© dpa
    Die Villa Borsig , Gästehaus des Auswärtigen Amtes, am Ufer des Tegeler Sees im Bezirk Reinickendorf
  • Tegeler-Forst_visitBerlin_Chris_Martin.jpg© visitberlin/Foto: Chris Martin Scholl
  • Tegeler Forst und Tegeler See (3)© visitberlin/Foto: Chris Martin Scholl
  • Tegeler Forst und Tegeler See (4)© visitberlin/Foto: Chris Martin Scholl
  • Tegeler Forst und Tegeler See (1)© visitberlin/Foto: Chris Martin Scholl
  • Tegeler Forst und Tegeler See (2)© visitberlin/Foto: Chris Martin Scholl
  • Tegeler-Forst_visitBerlin-Chris_Martin.jpg© visitberlin/Foto: Chris Martin Scholl
Der Tegeler See im Norden Berlins ist ein schönes Stück Natur in der Stadt und lässt sich mit dem Fahrrad wunderbar umrunden. Die Fahrradtour ist dank der vorrangig grünen Wege nicht nur entspannt, denn an zahlreichen Stellen lassen sich hervorragend Pausen einlegen, sondern mit Naturdenkmälern wie der Dicken Marie und interessanter Architektur auch abwechslungsreich. Ein besonderes Erlebnis ist die Überfahrt mit der Fähre.

Start: Von der Greenwichpromenade zur Dicken Marie

Tegeler Forst und Tegeler See (1)
© visitberlin/Foto: Chris Martin Scholl
Sie starten an der Greenwichpromenade in Berlin-Tegel. Hier flaniert Groß und Klein entlang des Wassers und füttert die brotsatten Enten. Die großen Dampfer wie die Moby Dick locken an der Anlegestelle Greenwichpromenade mit Fahrten über den Tegeler See und angrenzende Gewässer. Gestärkt mit einem kleinen Espresso an einem der zahlreichen Cafés an der Promenade startet die Tour entgegen des Uhrzeigersinns. Es geht kurz Richtung Norden, wo nicht weit entfernt die Sechserbrücke überquert wird. Die Brücke hat ihren Namen vom "Sechser" der früher bezahlt werden musste, um sie zu überqueren. In Wahrheit waren der "Sechser" fünf Pfennige, die im Berliner Volksmund “Sechser” genannt wurden. Von der Brücke lässt sich prima auf den Tegeler Hafen schauen. Es geht immer weiter am Ufer entlang – ein wenig neidisch kann man schon werden beim Betrachten der vielen kleinen hübschen Boote, die an den vielen Bootsstegen liegen.

Von der Dicken Marie zum Arbeiterstrand

Villa Borsig am Tegeler See
© dpa
An der Spitze des Tegeler Sees steht die Dicke Marie. Der beeindruckende Baum ist ein Naturdenkmal und wahrscheinlich der älteste Baum Berlins. Den Namen hat er von den Brüdern Wilhelm und Alexander von Humboldt, die im nahe gelegenen Tegeler Schloss aufwuchsen. Die nördliche Spitze des Tegeler Sees ist erreicht. Sie fahren nun Richtung Süden weiter am See entlang auf dem Schwarzen Weg. Auf der linken Seite passieren Sie die Halbinsel Reiherwerder. Hier steht die Villa Borsig, die als Gästehaus des deutschen Außenministeriums genutzt wird. Außerdem wurden auf der Halbinsel spannende archäologische Relikte aus der Bronzezeit gefunden. Allerdings ist die Halbinsel für die Öffentlichkeit nicht begehbar. Sie müssen also ohne Abstecher auf die Halbinsel weiterfahren und kommen nach einiger Zeit am Strandbad Tegel vorbei, das nach seiner Restaurierung hoffentlich bald wieder eröffnet. Abkühlung verschafft der See aber auch am “Arbeiterstrand” neben dem Freibad. Von hier haben Sie gute Sicht auf die zahlreichen, im See liegenden kleinen Inseln, wie Scharfenberg, auf der eine Schule steht oder Valentinswerder und Baumwerder.

Mit der Fähre nach Spandau auf die Insel Eiswerder

Zitadelle Spandau
© © Zitadelle - FB Kultur
Sie sind an der Fähre nach Hakenfelde angekommen. Sie ist privat, sodass keine Tickets der Berliner Verkehrsbetriebe gelten. Sie fährt von Anfang April bis Ende Oktober immer freitags bis sonntags und an Feiertagen. In wenigen Minuten sind Sie nach Hakenfelde in Spandau übergesetzt und können weiter in die Pedalen treten. Fahren Sie geradeaus die Osloer Straße entlang und halten sich am Elkartweg links. Weiter geht es entlang der Werderstraße. An der Goltzstraße biegen Sie wieder links ab und fahren geradeaus. Am Ende wieder links auf die große Streitstraße, die irgendwann in die Neuendorfer Straße übergeht. Nicht weit und Sie können wieder auf ruhigeren Straßen fahren: Biegen Sie an der Eiswerder Straße abermals nach links und fahren Sie über die große Brücke auf die Insel Eiswerder. Die Insel war früher ein wichtiger Militärstandort mit Patronen- und Munitionsfabrik. Von hier sehen Sie außerdem die imposante Zitadelle Spandau. Die beeindruckende Festung aus der Renaissance ist nicht nur eine gut besuchte Sehenswürdigkeit der Stadt, sondern beherbergt auch spannende Museen und ist beliebter Veranstaltungsort im Sommer.

Von Eiswerder zurück zur Greenwichpromenade

Tegeler Forst und Tegeler See (3)
© visitberlin/Foto: Chris Martin Scholl
Auf der anderen Seite geht es wieder runter von der Insel über die Kleine Eiswerderstraße. Biegen Sie nach rechts in die Daumstraße und nach einigen Metern nach links in die Adickesstraße. Nun geht es entlang des Grützmachergrabens, einem kleinen Wassergraben bis zur Straße Lünette. Am Schifffahrtskanal drehen Sie sich nach links und fahren entlang der Rhenaniastraße. An der Abzweigung nehmen Sie den Bootshausweg. Der Saatwinkler Steg ist eher eine Brücke als Steg, hier überqueren Sie den Hohenzollernkanal. Ein Stück fahren Sie den Haligweg entlang und biegen denn nach links in die Straße “Am Saatwinkel”. Von nun an fahren Sie wieder nah am Ufer des Tegeler Sees entlang. Sollte Ihnen inzwischen allzu heiß sein, können Sie sich an der Badestelle Saatwinkel abkühlen. Während der Fahrt können Sie immer wieder Inseln inmitten des großen Sees entdecken. Fahren Sie entspannt am Ufer weiter, Sie kommen schnell wieder am Ausgangspunkt, der Greenwichpromenade, an.
Start und Ziel: Greenwichpromenade
Strecke: ca. 15 Kilometer
Dauer: ca. 1,5 Stunden

Karte

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© dpa

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Aktualisierung: 6. April 2021