Zukunft gestalten mit KI und Robotik: MPI Deep Dive 2025 zeigt Innovationskraft der Berliner Industrie
Pressemitteilung vom 16.07.2025
Beim MPI Deep Dive 2025 kamen am 15. Juli rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im neu eröffneten Haus der Robotik an der Berliner Hochschule für Technik (BHT) zusammen. Im Fokus standen aktuelle Entwicklungen und strategische Perspektiven für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotik in der Berliner Industrie sowie die damit verbundenen Herausforderungen und Impulse für die Weiterentwicklung des Industriestandorts. Der MPI Deep Dive ist die jährliche Fachveranstaltung für alle Akteurinnen und Akteure der Berliner Industrie im Rahmen des Masterplans Industriestadt Berlin (MPI).
„Wer im internationalen Wettbewerb bestehen will, muss Automatisierung konsequent vorantreiben – die Integration von KI und Robotik in Produkte und Prozesse ist dafür ein zentraler Erfolgsfaktor. Berlin und sein innovatives Ökosystem bieten hierfür die besten Voraussetzungen“, so Dr. Severin Fischer, Staatssekretär für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Gemeinsam mit Dr. Henry Marx, Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, sowie Dr. Julia Neuhaus, Präsidentin der Berliner Hochschule für Technik, eröffnete er die Veranstaltung.
Neuer Innovationsort: das Haus der Robotik
Mit dem Haus der Robotik entsteht am BHT-Standort Kurfürstenstraße ein zentraler Ort für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer im Bereich intelligenter Automatisierung. Im Rahmen des MPI Deep Dive wurde es feierlich eröffnet. Die neue Einrichtung bringt Hochschulen, Startups und Industriepartner zusammen und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Ziel ist es, neue Lösungen durch praxisnahe Forschung, offene Laborinfrastrukturen und gezielte Vernetzung schneller in die Anwendung zu bringen. Das Haus stärkt Berlins Rolle als Standort für Robotik und KI – mit besten Voraussetzungen, um das Zusammenspiel beider Technologien in der industriellen Produktion weiterzuentwickeln und in die betriebliche Praxis zu überführen.
Studie zur KI-basierten Robotik zeigt Handlungspotenziale
Ein zentraler Programmpunkt war die Vorstellung einer von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe beauftragten Studie zur KI-basierten Robotik. Sie beschreibt Berlin als dynamischen Standort mit hohem Entwicklungspotenzial, gestützt durch eine starke Forschungslandschaft, spezialisierte Technologieunternehmen und vielfältige industrielle Anwendungsfelder.
Die Studie identifiziert Herausforderungen, etwa beim Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis, bei der Sichtbarkeit bestehender Kompetenzen sowie im Fachkräftebedarf. Daraus leitet sie konkrete Handlungsempfehlungen wie den Ausbau von Transferstrukturen, gezielte Unternehmensunterstützung sowie die Stärkung von Netzwerken ab.
Die vollständige Studie finden Sie hier.
Praxisbeispiele, Diskussion und Ausstellung
In einer Podiumsdiskussion diskutierten Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, wie sich die gewonnen Erkenntnisse der Robotikstudie konkret in die Praxis übertragen lassen, etwa durch ein starkes regionales Netzwerk bestehend aus KMUs und Startups, aber auch den Technologietransfer zwischen Forschung, Entwicklung und Anwendung. Ergänzt wurde das Programm durch Impulse aus der Praxis, zum Beispiel zur Optimierung von Produktionsabläufen, dem Einsatz intelligenter Steuerungssysteme und zur ressourcenschonenden Prozessgestaltung. Konkrete Beispiele für Anwendungen sind etwa Roboterarme, die schiefe Bauteile auf dem Fließband erkennen und ausrichten, KI-Systeme zur automatischen Qualitätskontrolle oder autonome Transportroboter, die sich selbstständig durch Produktionshallen bewegen.
Anwendungsbeispiele kamen von der Alfred Rexroth GmbH & Co. KG, einem Berliner Metallverarbeitungsunternehmen, der Wilhelm Dreusicke GmbH & Co. KG sowie dem Pharmaunternehmen Klosterfrau Berlin GmbH. Darüber hinaus stellten die BHT und das Mittelstand-Digital Zentrum Berlin konkrete Unterstützungs- und Transferangebote für Unternehmen vor.
Bei der begleitenden Ausstellung präsentierten Berliner Robotikunternehmen ihre aktuellen Entwicklungen. Mit dabei waren pi4_robotics mit Bildverarbeitungslösungen und kollaborativen Robotern für Qualitätskontrolle und Logistik, Gestalt Robotics mit KI-basierter Automatisierung und mobilen Robotersystemen für die Industrie, Continuum Innovation mit nachgiebiger Robotik für sichere Mensch-Maschine-Interaktion, das BHT-Startup Capandji mit einer Greifhand für kollaborative Anwendungen sowie Viras Solutions (HTW Berlin) mit KI-gestützter Software für kamerabasierte Robotik und flexible Automatisierungsprozesse.
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