Staatsbibliothek Potsdamer Straße

  • Staatsbibliothek Potsdamer Straße

    Blick auf die Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße.

  • Staatsbibliothek Berlin

    Blick auf die Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße.

  • Staatsbibliothek Berlin

    Blick ins Foyer der Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße.

Die Staatsbibliothek Potsdamer Straße gehört zu den Gebäuden des Kulturforums am Potsdamer Platz. Die Bibliothek steht im starken architektonischen Gegensatz zur Neuen Nationalgalerie.

Die Staatsbibliothek am Potsdamer Platz wurde als Ersatz für die sich im Ostteil Berlins befindende alte Staatsbibliothek gebaut. Im Jahr 1964 wurde ein Wettbewerb für den Neubau ausgeschrieben, den Hans Scharoun gewann. Die Bauarbeiten für das Gebäude an der Potsdamer Straße, das Teil des Kulturforums ist, begannen 1967. Nach Scharouns Tod im Jahr 1972 übernahm Edgar Wisniewski die Leitung. Nach elf Jahren Bauzeit wurde die Staatsbibliothek am 15. Dezember 1978 der Öffentlichkeit übergeben. Das Gebäude bot 600 Leseplätze und zwei Säle für Veranstaltungen. Im Laufe der Jahre wurde die Staatsbibliothek in der Potsdamer Straße regelmäßig saniert und ihre Kapazitäten wurden erweitert. Heute finden hier mehr als 5,4 Millionen Bücher und weitere Medien Platz.

Vielschichtige Außenansicht der Staatsbibliothek

Mit ihrer nüchternen und funktionalen Architektur setzt sich Scharouns Staatsbibliothek von den repräsentativen Gebäuden aus der Kaiserzeit ab. Über den flachen Gebäudeteilen ragt das hohe Magazin auf. Seine Fassade ist mit gelb eloxierten Aluminiumplatten verkleidet. Diese erinnern an die Optik der Philharmonie. Vorgelagert befinden sich in eigenen Gebäuden die Lese- und Vortragssäle, die Foyers, die Verwaltungsräume und das Ibero-Amerikanische Institut. Mit runden Fenstern griff Scharoun Motive aus dem Schiffsbau auf.

Abwechslungsreiche Leselandschaft in Inneren

Auch im Inneren präsentiert sich die Staatsbibliothek großzügig und vielfältig. So verteilt sich der Lesesaal beispielsweise auf mehreren Ebenen. Die Räume sind nicht streng rechteckig, sondern vieleckig oder trapezförmig. Lichtpyramiden und Kuppeln aus Milchglas sorgen für eine indirekte Beleuchtung mit Tageslicht. Bereits beim Bau wurde die künstlerische Gestaltung der Staatsbibliothek berücksichtigt. Scharoun beauftragte für die Innengestaltung Künstler, mit denen er bereits beim Bau der Philharmonie zusammengearbeitet hatte. So sind die Kunstwerke in die Staatsbibliothek integriert und nicht einzeln herauszulösen. Zu den wichtigsten Kunstwerken gehören die Glasbausteinfenster des Künstlers Alexander Camaro und die von Günter Ssymmank entworfenen Philharmonieleuchten, die in den Treppenaufgängen der Staatsbibliothek hängen.

In den kommenden Jahren ist eine Generalsanierung des Hauses geplant. Die Staatsbibliothek an der Potsdamer Straße soll ab 2030 für elf Jahre schließen.

Adresse, Öffnungszeiten und Kontakt

Kartenansicht

Es folgt eine Kartendarstellung. Karte überspringen

Zum Stadtplan

Ende der Kartenansicht

 Adresse
Potsdamer Str. 33
10785 Berlin
Telefon
(030) 266 433 888
Internetadresse
staatsbibliothek-berlin.de
Barrierefrei
Informationen zur Barrierefreiheit
Öffnungszeiten
Lesesaal: Montag bis Samstag 8 bis 22 Uhr, Sonntag 10 bis 18 Uhr
Hinweis
Das Gebäude der Staatsbibliothek ist nur mit einem gültigen Nutzerausweis begehbar.
Stil und Architekt
Nachkriegsmoderne West, Hans Scharoun, Edgar Wisniewski

Verkehrsanbindungen

Das könnte Sie auch interessieren

Quelle: Berlin.de | Alle Texte, Fotografien und Grafiken auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt (Copyright). Sie dürfen weder kopiert, vervielfältigt, übersetzt noch in anderer Weise verwendet werden.

Aktualisierung: 30. Juni 2026