Aktuelles

Über weitere aktuelle Meldungen informieren wir Sie in unserem Newsletter. Hier können Sie sich anmelden:
Grüne "Anmelden"-Button auf einer Tastatur

Online-Austausch zu Chemikalien-, Klima- und Zirkularitätsaspekten in der nachhaltigen Beschaffung

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Interreg-Projektes „ChemClimCircle-2 – Nachhaltige öffentliche Beschaffung für eine schadstofffreie Zukunft“ statt. Das Projekt unterstützt Behörden und andere öffentliche Einrichtungen im Ostseeraum dabei, Materialien, Bauleistungen und Dienstleistungen so zu gestalten und zu beschaffen, dass sie kreislauffähig, klimaneutral und schadstofffrei sind. In rund 50 Beschaffungsvorhaben bei kommunalen und regionalen Behörden im Ostseeraum werden hierfür Ansätze erprobt und die Erfahrungen gesammelt und aufbereitet.
Um die Vernetzung auch über die Projektgrenzen hinaus zu fördern, soll regelmäßig ein digitaler Runder Tisch stattfinden, der für interessierte Fachleute, Beschaffende und weitere Stakeholder offen ist.

Das Auftakttreffen findet am Mittwoch, den 4. März von 9 bis 11 Uhr statt.

Um Anmeldung wird gebeten, per Mail an die Projektkoordinatorin Fee Widderich vom „Baltic Environmental Forum Deutschland“: Fee.Widderich@bef-de.org

Finger wischt über Tablet

Neuer Leitfaden für CO₂-bewusste Hardware-Beschaffung

Ein neuer Leitfaden des Circular and Fair ICT Pact (CFIT) zeigt auf, wie öffentliche Auftraggeber CO₂-Emissionen bei der IKT-Hardwarebeschaffung senken können und stellt konkrete Handlungsempfehlungen und praktische Werkzeuge für alle Beschaffungsphasen bereit. Da im IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie) -Sektor, der etwa 1,4–4 % der globalen Emissionen verursacht, rund 80 % der Emissionen in Produktion und Transport entstehen, ist die Verlängerung der Gerätelebensdauer einer der wichtigsten Hebel zur Senkung von Treibhausgasemissionen.

Flaggen der EU

Europäisches Parlament beschließt Kreislaufwirtschaft für Textilien

Die Europäische Abfallrahmenrichtlinie dient wie die Berliner Zero Waste Strategie (Abfallwirtschaftskonzept 2030) einer hochwertigen Kreislaufwirtschaft und legt den Rechtsrahmen für den Umgang mit Abfällen in der EU fest. Ziel der Richtlinie ist der Schutz von Umwelt, Gesundheit, Klima und natürlichen Ressourcen. Bislang finden beispielsweise Alttextilien vielfach noch nicht den Weg in die Wiederverwendung oder das Recycling. Nach Inkrafttreten der aktualisierten Richtlinie Ende September, sollen die EU-Mitgliedstaaten innerhalb von 20 Monaten die gesetzlichen Vorkehrungen schaffen, um für Textilien eine hochwertige Kreislaufwirtschaft in der Praxis zu ermöglichen. So wird auch die Perspektive für die Beschaffung von möglichst nachhaltiger Arbeitskleidung und von Textilien verbessert, die aus sekundären Rohstoffen produziert wurden. Im Land Berlin wird schon seit Jahren an einer Kreislaufwirtschaft für Textilien gearbeitet – entsprechende Handlungshilfen für die öffentliche Beschaffung stehen zur Verfügung.

Logo der FNR

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR): Neue Handreichung für öffentliche Holzbauprojekte und Start einer Seminarreihe zu den Zukunftspotenzialen von Holz

Die Handreichung der FNR zeigt auf, wie moderner Holzbau neue Anforderungen an Planung und Vergabe im öffentlichen Bauen stellt. Sie unterstützt öffentliche Auftraggeber, Bauämter und Planende dabei, Planungsleistungen rechtssicher, effizient und qualitätsorientiert auszuschreiben, erläutert Besonderheiten der Holzbauplanung, rechtliche Spielräume funktionaler Leistungsbeschreibungen und die Einbindung qualitativer Kriterien. Grafische Übersichten und praxisnahe Tools erleichtern die Umsetzung.

In Kooperation mit dem Informationsdienst Holz startet die FNR die Online-Seminarreihe #HolzKannDas: Potenziale eines nachwachsenden Rohstoffs. Im Fokus stehen moderne Verarbeitungstechnologien, Kreislaufwirtschaft und innovative Anwendungen von Holz. Das erste Seminar findet am 10. Dezember 2025 (10–12 Uhr, online) zum Thema dreidimensionale Holzwerkstoffe statt. Weitere Termine 2026 widmen sich u. a. Kreislaufwirtschaft in der Möbelbranche, Holz als Torfersatz im Gartenbau, Lignin als Rohstoff und modernen Holzfenstern. Die Teilnahme ist kostenlos; Anmeldung über die Veranstaltungsseite.

Circular Cities & Regions Initiative

Zirkuläre öffentliche Beschaffung: Ein neuer Leitfaden für Städte

Der neue Leitfaden „Circular Public Procurement in Cities“ soll Städten die Erkenntnisse und Werkzeuge vermitteln, die sie benötigen, um die öffentliche Beschaffung als Mittel zur Beschleunigung der Kreislaufwirtschaft zu nutzen. Er bietet praktische Anleitungen, Tools und Fallstudien, die auf Städte in verschiedenen Entwicklungsstadien der zirkulären Beschaffung zugeschnitten sind. Der Leitfaden wurde von Circle Economy und ICLEI (Local Governments for Sustainability) entwickelt und vom Circular City Centre – C3, einem Kompetenzzentrum der Europäischen Investitionsbank (EIB), veröffentlicht. C3 unterstützt EU-Städte bei ihrer Transformation zur Kreislaufwirtschaft und wurde in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission im Rahmen der Circular Cities and Regions Initiative mit Mitfinanzierung der EU eingerichtet.

Hand auf der Maus neben einem Laptop

Neues Tool zur Lebenszykluskostenrechnung erleichtert Auswahl umweltfreundlicher Produkte

Das neue Tool des Umweltbundesamts zur Berechnung von Lebenszykluskosten und CO₂-Emissionen schließt eine wichtige Lücke im Beschaffungsprozess: Es ermöglicht, die Ermittlung der Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts und deren Einbezug in die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung – wie es die Vorgaben der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift Klima fordern. Mithilfe des neuen Tools können nun auch die CO₂-Kosten als Teil der Lebenszykluskosten berücksichtigt werden, was die Auswahl umweltfreundlicher Produkte erleichtert. Öffentliche Auftraggeber erhalten durch ein frei konfigurierbares Punktevergabeschema praktische Unterstützung bei der Angebotsbewertung. Kostenlos bereitgestellte Schulungsskripte und Beispieldateien erleichtern Einstieg und Anwendung.

Hamburgische Landesflagge

Neuer Leitfaden für den öffentlichen Einkauf der Stadt Hamburg

Der Hamburger Senat hat einen neuen Leitfaden für den nachhaltigen Einkauf vorgestellt. Er definiert verbindliche Kriterien wie Kreislauffähigkeit, Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit sowie soziale Nachhaltigkeitsaspekte für die Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen. Mit einem Beschaffungsvolumen von jährlich 340 Millionen Euro will die Stadt ihrer Vorbildrolle gerecht werden. Der Leitfaden ergänzt den bisherigen Umweltleitfaden und wurde gemeinsam mit Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft entwickelt.

Heidekrautbahn

Meilenstein im VBB-Gebiet: Zum Fahrplanwechsel im Dezember starteten 12 Züge mit alternativen Antrieben

Durch die Metropolregion Berlin-Brandenburg fahren seit Dezember 2024 die ersten Regionalzüge mit Batterie- und Wasserstoffantrieb. Der Einsatz der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in den Netzen Ostbrandenburg und Heidekrautbahn ist der erste große Schritt zur Umsetzung der Diesel-Ausstiegsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg. Das stufenweise Umsetzungskonzept sieht vor, die restlichen Dieselfahrzeuge bis Ende August 2025 durch batterieelektrische Züge zu ersetzen.
Einkaufen im Supermarkt

Indikatoren zum Nationalen Programm für nachhaltigen Konsum

Die Indikatoren des Nationalen Programms für nachhaltigen Konsum (NPNK) bieten einen Überblick über die Entwicklung des nachhaltigen Konsums in verschiedenen Bereichen. Das Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum wurde 2021 beauftragt, einen Indikatorensatz zu entwickeln, der nach Abstimmungen 2024 final beschlossen wurde. Die Indikatoren ergänzen die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und decken wichtige Handlungsfelder im Umwelt- und Sozialbereich, wie z.B. Bekleidung, Mobilität und Gebäude, ab. Neben dem privaten Konsum berücksichtigen die Indikatoren auch den öffentlichen Konsum und die Beschaffung. Alle Indikatoren basieren auf bundesweiten Daten. Mehr dazu auf der folgenden Website:
Person in einer Kantine hält ein Tablett mit Spaghetti und Tomatensauce, Salat und Weintrauben

NAHGAST-Projekt für eine nachhaltige Gastronomie

Das Projekt „Eine nachhaltige Gastronomie ist möglich!“ stammt aus dem NAHGAST-Projekt und wird gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), das Bundeministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMUV) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Das Projekt bietet praktische Ressourcen, um nachhaltige Prozesse und nachhaltige Ernährung in der Außer-Haus-Gastronomie zu fördern und richtet sich an Küchenleitende, Caterer, Lieferanten und Gäste. Dazu gehören der NAHGAST-Rechner, der die Nachhaltigkeit von Gerichten in Bezug auf Umwelt, Gesundheit, Fairness und Tierschutz bewertet, sowie ein Praxishandbuch mit Informationen und Tipps zur Erstellung eines nachhaltigen Speiseangebots. Die Materialien wurden in Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis entwickelt und werden kontinuierlich aktualisiert. Ziel ist es, nachhaltige Lösungen in der Gastronomie voranzutreiben.
Paragraph_Kugel_ in_ der_Hand

Novellierte VwV Beschaffung in Baden-Württemberg

Am 1. Oktober 2024 trat die überarbeitete Verwaltungsvorschrift zur Beschaffung in Baden-Württemberg (VwV Beschaffung) in Kraft. Diese vereinfacht die Vergabeverfahren durch eine erhöhte Wertgrenze für Direktaufträge von 25.000 auf 100.000 Euro. Für weiteren Bürokratieabbau wurde der Umfang der Vorschrift von 59 auf 12 Seiten reduziert. Zudem wird ein dreijähriges Pilotprojekt initiiert, um innovative Vergaben an Start-ups gezielt zu fördern.
Schweißer Stahlbau

BMWK: Entwicklung klimafreundlicher Grundstoffe durch öffentliche Beschaffung

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) hat ein Konzeptpapier zur Definition grüner Grundstoffe veröffentlicht. Das Konzept „Leitmärkte für klimafreundliche Grundstoffe“ zielt darauf ab, die Nachfrage nach klimafreundlich hergestellten Materialien wie Stahl, Zement, Ammoniak und Ethylen zu fördern, um Investitionen in neue, umweltfreundliche Industrietechnologien anzuregen. Das BMWK betont die Rolle der öffentlichen Beschaffung als Hebel zur Etablierung dieser Produkte als Marktstandard. Kennzeichnungssysteme und Labels sollen helfen, klimafreundliche Produkte erkennbar zu machen. Das Konzept ergänzt bisherige Maßnahmen, die vor allem das Angebot fokussieren, indem es nun verstärkt die Nachfrageseite in den Mittelpunkt rückt.
Paragraph_Kugel_ in_ der_Hand

Juristisches Gutachten zum Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetz

Das Umweltbundesamt (UBA) hat ein juristisches Gutachten zum Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetzt, der Auslegung der Umweltsorgfaltspflichten und Ansätzen zur praktischen Umsetzung veröffentlicht. Das im Auftrag des UBA erstellte Rechtsgutachten dient als Orientierung für Unternehmen, die unter das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) fallen, insbesondere solche ab 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Es diskutiert zudem die Rolle involvierter Behörden wie dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das mit dem Vollzug des Gesetzes betraut ist. Das Gutachten fokussiert sich auf umweltbezogene Sorgfaltspflichten und beleuchtet deren Relevanz im Kontext des nationalen LkSG. Es soll Unternehmen und Behörden dabei unterstützen, die komplexen Anforderungen des LkSG zu navigieren und kann auch für die künftige Umsetzung der EU-Lieferkettenrichtlinie hilfreiche Erkenntnisse liefern.
Zeichnung von Laptop, Handy, Tablet und Bildschirm

Branchenstudien des Umweltbundesamts veröffentlicht: Umweltrisiken und -auswirkungen in Lieferketten der Elektronikindustrie

Das Umweltbundesamt (UBA) hat die Umweltrisiken und -auswirkungen in globalen Lieferketten der deutschen Elektronikindustrie untersucht und als Branchenstudie veröffentlicht. Die Studie kann Unternehmen bei der Erfüllung umweltbezogener Sorgfaltspflichten und im Umweltmanagement unterstützen. Die Studie umfasst eine modellbasierte Analyse der Lieferketten für Datenverarbeitungsgeräte, elektronische und optische Produkte sowie elektrische Ausrüstungen, mit Fokus auf Treibhausgase, Luftschadstoffe, Flächennutzung, Wasser, wassergefährdende Stoffe und Abfälle. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Halbleiterproduktion sowie dem Abbau und der Aufbereitung von Kupfer, Gold und Zinn. Auf Basis der Analyseergebnisse wurden Handlungsempfehlungen für Unternehmen entwickelt.
Grafik von einem roten Werkzeugkasten

Toolbox für die innovative Beschaffung

KOINNO, das Kompetenzzentrum Innovative Beschaffung des Bundeministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz stellt ein neues Tool zur Verfügung, das die Implementierung der innovativen öffentlichen Beschaffung in tägliche Praxis der öffentlichen Vergabe- und Beschaffungsstellen vorantreiben und eine sozial-ökologische und digitale Transformation der Wirtschaft stärken soll. Innovationen gehen häufig mit höheren Anschaffungs- oder Entwicklungskosten einher, deren Vorteile oftmals nach längerer Einsatzzeit deutlich werden. Im neuen „Werkzeugkasten innovative Beschaffung“ können bei der Festlegung der Bewertungskriterien die Lebenszykluskosten über einen längeren Zeitraum (bis hin zur Entsorgung) einbezogen und somit innovative Lösungen mitbedacht werden. Der Werkzeugkasten ist entlang der Anforderungen öffentlicher Vergabe- / Beschaffungsstellen ausgerichtet bzw. eine Validierung des Werkzeugkastens mit Vertretern der öffentlichen Beschaffungslandschaft durchgeführt. Zur Anwendung werden auf der Website weitere Informationen und eine Anleitung zur Verfügung gestellt.
Illustration zu einer Bauplanung

Circular Materials Systems: Eine Sammlung kreislauforientierter Bauprojekte und Praktiken

Der Bausektor macht fast 40% der globalen Treibhausgasemissionen aus. Dabei gehen etwa 95% der Baumaterialien verloren, wenn Gebäude rückgebaut werden. Das Projekt „Circular Material Systems“ sammelt in einer Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis kreislauforientierte Bauprojekte aus ganz Europa, welche Materialien länger in der Wertschöpfungskette halten, und stellt sie zum Lernen und inspirieren lassen als Website zur Verfügung. Das Projekt erfasst jedoch nicht nur kreislauforientierte Bauprojekte, sondern auch zirkuläre Praktiken, die in der Praxis hilfreiche Schritte und Hilfestellungen zur Integration der Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in Projekte bieten sollen. Das Projekt entstand aus einer Forschungskollaboration zwischen Georg Hubmann und Vera van Maaren an der TU Berlin, unterstützt durch Studierende und Circular Berlin.
Labyrinth mit Brücke von oben

Richtlinie der EU-Kommission soll gegen Greenwashing vorgehen

Eine Vielzahl an Nachhaltigkeits-Labels in der EU wurde in einer Studie als haltlos oder vage und irreführend und somit als Greenwashing eingestuft. Daraufhin schlug die EU-Kommission vor einem Jahr eine Richtlinie über umweltbezogene Angaben vor, die Greenwashing von Unternehmen durch strengere Vorschriften unterbinden soll. Nun wurde das Gesetzt im EU-Parlament verabschiedet und muss noch im Rat gebilligt werden. Die Richtlinie sieht vor, dass Unternehmen umweltbezogene Angaben überprüfen und wissenschaftlich beweisen müssen, um diese zur Bewerbung ihrer Produkte zu verwenden. Damit sollen sowohl Transparenz für Verbraucher und Verbraucherinnen als auch gleiche Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen gefördert werden. Dies beträfe auch strengere Regeln für CO2-Ausgleiche.
Bild auf oberen bereich einer im bau gefindlichen hauses

DekarbInd: Eine Roadmap für die Dekarbonisierung der Zementindustrie

Bis 2045 strebt Deutschland – wie auch das Land Berlin – an, treibhausgasneutral zu sein. Der Industriesektor, der 24 Prozent der nationalen Treibhausgasemissionen ausmacht, spielt dabei eine entscheidende Rolle. Besonders die energieintensive Stahl- und Zementindustrie stehen vor großen Herausforderungen. Mit Blick darauf haben Forscher und Forscherinnen des Fraunhofer ISI und des Wuppertal Instituts im Auftrag des Umweltbundesamtes und unter partizipativer Einbindung verschiedener Stakeholder Eckpunkte Roadmaps für die Stahl- und Zementindustrie entwickelt. Ein Teilbericht des Vorhabens mit einer umfassenden Roadmap für die deutsche Zement- und Betonindustrie mit konkreten Schritten zur Dekarbonisierung und Beleuchtung von Treibern und Hemmnissen wurde nun veröffentlicht.

Es bestehen eine Reihe von Ansätzen für klima- und ressourcenschonende Betone:
Hand eines Mannes zeichnet ein Organigramm

Messmethodik für die Wiederverwendung von Produkten in Deutschland

Die Förderung der Abfallvermeidung ist dringend erforderlich, da bisherige Bemühungen, das Wirtschaftswachstum von den negativen Auswirkungen der Abfallerzeugung zu entkoppeln, unzureichend sind. Die Stärkung der Wiederverwendung ist eine Maßnahme dazu. Ein Projekt des Umweltbundesamtes berichtete die Umsetzung der Wiederverwendung von Produkten in Deutschland gemäß EU-Richtlinien. Darüber hinaus wurden Maßnahmen für 2021 und eine Quantifizierung wiederverwendeter Produkte zusammengestellt. Zukünftige Messmethoden wurden skizziert und Handlungsempfehlungen abgeleitet, um diesen Bereich weiter zu verbessern.

Der Abschlussbericht steht auf der Seite des Umweltbundesamtes zum Download bereit:
Nachhaltiges Bauen

Klimaverträglicher öffentlich bauen

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. hat ein Impulspapier dazu veröffentlicht, wie die öffentliche Hand mit Ausschreibungen künftig noch stärkere Anreize für eine klima- und ressourcenschonende Beschaffung setzen könnte. Das Papier „Klimaverträglich Bauen mit einem Schattenpreis für CO2-Emissionen“ zeigt Handlungsmöglichkeiten für eine klimaverträgliche öffentliche Beschaffung auf und sieht Klimaschutz als zentrales Ziel im Vergabeprozess an. Mit Vorschlägen wie einem Schattenpreis für CO2-Emissionen und der Definition von Leitplanken soll das Impulspapier die Diskussion rund um eine klimagerechte und damit zukunftsfähige öffentliche Beschaffung fördern. Lesen können Sie das Impulspapier unter folgendem Link:
Hände am Laptop. Auf dem Bildschirm stehen die Worte Standards und Enter

Niedersachsen führt Verwaltungsvorschriften zur nachhaltigen Beschaffung ein

Die vergaberechtlichen Vorschriften des Landes Niedersachsen berücksichtigen wie in Berlin Nachhaltigkeitsaspekte in der öffentlichen Beschaffung. Mit dem Erlass neuer Verwaltungsvorschriften soll dort nun noch stärker als bisher die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen durch das öffentliche Auftragswesen gefördert werden. Mit seinem hohen Beschaffungsvolumen möchte Niedersachsen einen spürbaren Beitrag für eine klimagerechtere und ressourcenschonende Wirtschaft leisten. Weitere Informationen, Hilfestellungen und die Lesefassung der Regelung finden Sie unter folgendem Link:
Blick für Menschenmasse beim Konzert

Cradle-to-Cradle Veranstaltungsleitfaden

Im Leitfaden „Labor Tempelhof Guidebook“ berichtet die C2C NGO über ihre Erfahrungen aus drei Großveranstaltungen auf dem Tempelhofer Feld mit mehr als 180.000 Menschen. Das Projekt zeigt, wie sich nachhaltige Veranstaltungen bereits heute schon umsetzen lassen. Auch die Berliner Senatsumweltverwaltung bietet Unterstützung bei der Organisation abfallarmer Großveranstaltungen. Die in Zusammenarbeit mit der Berliner Stadtreinigung entwickelte digitale Plattform „Abfallarme Großveranstaltungen“ umfasst einen Leitfaden und Kontaktadressen.

Icon Werkzeug

Reparieren statt wegschmeißen: Umweltkalender Berlin stellt Beratungs-, Hilfe- und Workshop-Möglichkeiten vor

In ganz Berlin verteilt bieten RepairCafes und weitere Initiativen Hilfe bei der Reparatur von Dingen an. Sei es am Wochenende für die Lieblingsjeans im spezifischen Nähworkshop oder nach Feierabend für den Toaster um die Ecke. Der Umweltkalender Berlin hat verschiedene Akteure und Anlaufpunkte dieser stadtweiten Beratungs-, Hilfe- und Workshop-Möglichkeiten zusammengestellt. Die Website ist eine nützliche Informationsquelle für all diejenigen, die ihre Produkte selber reparieren und Ressourcen schonen möchten.

Strompreisentwicklung bei Angebotswertung mittels Lebenszykluskosten

Die bei der Angebotswertung mittels Lebenszykluskosten vorzugebende Strompreisentwicklung wurde vom Berliner Senat bereits zur ersten Fassung der VwVBU beschlossen und gilt seit 2010. Da sie die durchschnittliche Strompreisentwicklung weiterhin gut widerspiegelt, gilt sie auch für die Neufassung der VwVBU weiterhin fort.

Kurzfilm „Nachhaltige Beschaffung ist das neue Normal!“

Januar 2022: Ein gemeinsames Film-Projekt von Bund und Ländern zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung.

Neufassung der Verwaltungsvorschrift Beschaffung und Umwelt in Kraft

Dezember 2021: Am 01. Dezember ist die Neufassung der Verwaltungsvorschrift Beschaffung und Umwelt (VwVBU) in Kraft getreten Mit der Neufassung der VwVBU sind auch zahlreiche neue Leistungsblätter in Kraft getreten.