Im Ortsteil Adlershof des Bezirks Treptow-Köpenick sind eine Straße und ein Platz nach dem Historiker und Dichter Ernst Moritz Arndt (1769-1860) benannt. Arndt war Vertreter eines nationalistischen Weltbilds und äußerte sich wiederholt und offen antisemitisch. Vor dem Hintergrund, dass die Verleihung von Straßennamen – neben ihrer Orientierungsfunktion – immer auch Ausdruck einer politischen und kulturellen Ehrung darstellt, widmete sich am Montag, 8. Juni 2026 eine Podiumsdiskussion der Frage, wie der Bezirk Treptow-Köpenick zukünftig mit diesem Erbe umgehen soll.
Zur Eröffnung sprachen der Bezirksbürgermeister Oliver Igel und der Bezirksstadtrat für Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport Marco Brauchmann.
Auf dem Podium diskutierten:
- Dr. Michael Häusler, Historiker und Mitglied im Gemeindekirchenrat der Evang. Emmaus-Kirchengemeinde (früher: Ernst-Moritz-Arndt-Gemeinde) in Berlin-Zehlendorf
- Thomas Irmer, Politikwissenschaftler und Historiker
- Sigmount Königsberg, Beauftragter gegen Antisemitismus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
Es handelte sich dabei um eine gemeinsame Veranstaltung des Beauftragten für Antisemitismusprävention des Bezirks Treptow-Köpenick, der Museen Treptow-Köpenick, Fachbereich Kultur und Museum, Amt für Weiterbildung und Kultur und der Sozialraumorientierten Planungskoordination sowie dem Raum für Beteiligung Treptow-Köpenick.