Degenfechterin Duplitzer: «IOC betreibt Verkauf der olympischen Idee»

Degenfechterin Duplitzer: «IOC betreibt Verkauf der olympischen Idee»

Die Degenfechterin Imke Duplitzer findet Olympische Spiele problematisch und hat das Internationale Olympische Komitee scharf kritisiert. «Das IOC betreibt den Verkauf der olympischen Idee», beklagte die 39-Jährige am Montagabend bei einer olympiakritischen Veranstaltung der Grünen in Berlin. «Olympia hat Charme und Potenzial, doch ich finde es nicht schick, was das IOC daraus gemacht hat», sagte die fünfmalige Olympia-Teilnehmerin. 

Imke Duplitzer

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Fechterin Imke Duplitzer. Foto: Jens Wolf/Archiv

Die zweimalige Europa- und Vizeweltmeisterin kritisierte die seit 1992 massiv voranschreitende Kommerzialisierung der Spiele durch das IOC. «Olympia ist mittlerweile die drittteuerste Marke der Welt. Wo viel Geld im Spiel ist, weckt das viele Begehrlichkeiten», gab Duplitzer zu bedenken. Sie ist skeptisch, ob die eingeleiteten Reformen des IOC weit genug gehen werden: «Ich glaube nicht, dass sich das IOC in kurzer Zeit stark verändern kann».
Das IOC habe es in den zurückliegenden Jahren nicht geschafft, «ein Hüter der olympischen Idee» zu sein. Die Bürger Münchens oder Oslos, die Olympia in ihren Städten abgelehnt haben, hätten Spiele unter den aktuellen Voraussetzung ebenfalls kritisch gesehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 2. März 2015 21:53 Uhr

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