Am 23. Juni 2026 wird in der Justizvollzugsanstalt Tegel eine Skulptur zum Gedenken an den seligen Bernhard Lichtenberg feierlich eingeweiht. Das Besondere: Das Kunstwerk entstand aus einem mehrjährigen Projekt, in dem sich Gefangene gemeinsam mit Vertretern der katholischen Kirche intensiv mit Leben und Wirken des im Gefängnis Tegel inhaftierten Berliner Dompropstes auseinandersetzten.
Der Einweihungstermin fällt auf den 30. Jahrestag der Seligsprechung Bernhard Lichtenbergs. Auf Initiative des Erzbistums Berlin entwickelten die Projektbeteiligten Ideen für ein dauerhaftes Erinnerungszeichen. Besonders geprägt wurde die Arbeit von einem Satz aus Lichtenbergs letztem Brief: „Alles im Licht der Ewigkeit sehen.“ Nach einem internationalen Wettbewerb entschied sich die Jury einstimmig für den Entwurf des Bildhauers Norvin Leineweber. Die Skulptur greift zentrale Gedanken auf, die während der gemeinsamen Projektarbeit entstanden sind. An der Einweihung werden unter anderem der Weihbischof Matthias Heinrich sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Justiz, Kirche und Gesellschaft teilnehmen.
Wann:
Dienstag, 23. Juni 2026, 11.00 Uhr
Einlass ab 10:30 Uhr
Wo:
Justizvollzugsanstalt Tegel
Seidelstraße 39, 13507 Berlin
Hinweis für Medien:
Aufgrund der Teilnahme zahlreicher Gefangener sind während der Veranstaltung keine Film- und Fotoaufnahmen vorgesehen. Pressefotos können im Anschluss über die JVA Tegel oder die Pressestelle der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz angefordert werden. Die Anmeldung erfolgt über die Pressestelle der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz unter pressestelle@senjustv.berlin.de .
Hintergrund:
Bernhard Lichtenberg (1875–1943), Dompropst an der St.-Hedwigs-Kathedrale in Berlin, setzte sich während der Zeit des Nationalsozialismus öffentlich für Verfolgte ein. Er starb nach vorheriger Inhaftierung im Gefängnis Tegel 1943 auf dem Weg in das Konzentrationslager Dachau und wurde 1996 in Berlin seliggesprochen. Sein Wirken steht bis heute für Menschlichkeit, Gewissensstärke und die Verantwortung, für die Würde anderer einzutreten.