Pflege im Pflegeheim

Junge Pflegerin hilft altem Mann aus dem Bett
Bild: Gina Sanders / Fotolia.com

Wenn häusliche Pflege trotz unterstützender Angebote nicht mehr möglich ist, stehen Pflegeheime für die stationäre Langzeitpflege in allen Berliner Bezirken zur Verfügung. Insgesamt gibt es in Berlin knapp 300 Langzeitpflegeeinrichtungen mit über 31.000 Pflegeplätzen. Die meisten Pflegeheime gehören einem Trägerverband an.
Einige Pflegeeinrichtungen versorgen besondere Zielgruppen nach speziellen Pflegekonzepten, die mit den Pflegekassen und der Fachverwaltung abgestimmt sind. Zu den Zielgruppen gehören:

  • Menschen mit schwerer Demenz
  • Menschen mit psychischen Erkrankungen
  • Menschen im Wachkoma
  • langzeitbeatmete pflegebedürftige Menschen
  • Menschen mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung
  • blinde, schwerstmehrfachbehinderte Menschen

Suche nach einem geeigneten Pflegeheim

Bei der Suche nach einem geeigneten Pflegeplatz helfen Beratungseinrichtungen.
In jedem Bezirk gibt es mehrere Pflegestützpunkte, deren Aufgabe es ist, Bürgerinnen und Bürger zu allen Fragen rund um die Pflege zu beraten; sie verfügen über ein breitgefächertes Angebot an Informationsmaterialien. Eine persönliche Beratung in einem Pflegestützpunkt sollte insbesondere dann in Anspruch genommen werden, wenn nach einer Einrichtung mit einem pflegefachlichen Schwerpunkt oder einem spezialisierten Wohnbereich gesucht wird.

Auch die Bezirke selbst halten Informationsmaterial zu den Pflegeeinrichtungen im Bezirk bereit. Ein weiterer wichtiger Ansprechpartner bei der Suche nach einem Pflegeheim sind die Pflegekassen. Für die Suche im Internet stehen u. a. der Pflegelotse des vdek, der Pflegeheimnavigator der AOK und der Hilfelotse der Pflegestützpunkte in Berlin zur Verfügung.

Leistungen

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Regelung der Leistungen der Berliner Pflegeheime mit Hinweisen zur QualitätssicherungWeitere Informationen

Interkulturelle Öffnung in stationären Pflegeeinrichtungen

Immer mehr unterstützungsbedürftige Ältere sind nicht in Deutschland ge­boren, sondern irgendwann in ihrem Leben nach Deutschland eingewandert. Gleichzeitig stammen immer mehr Fachkräfte in Institutionen der Altenhilfe aus Fa­milien mit Migrationsgeschichte.
Mit einer Interkulturellen Öffnung reagieren Organisationen wie Altenpflegeeinrich­tungen, Wohlfahrtsverbände, öffentliche Verwaltungen und Bildungseinrichtungen etc. bewusst auf diese Entwicklung und möchten sich migrations-, kultur-, und ggf. auch religionssensibel aufstellen.

Die vorliegende Publikation soll Entscheidungsträgern und Leitungskräften sowie Mitarbeitern stationärer Altenpflegeeinrichtungen Informationen, Arbeitshilfen und Inspirationen an die Hand geben, um den interkulturellen Entwicklungsprozess ihrer Organisation (selbst-)bewusst zu gestalten.