Coronavirus in Berlin

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Workshops

Gemeinsam haben die Mitglieder des Netzwerks „Pflege 4.0“ (ehemaliges Fachgremium „Pflege 4.0“) „Digitale Kompetenzen für die Pflege“, „Technische Assistenz für die Pflege“ sowie „Smarte Kooperation und Koordination für die Pflege“ als Schwerpunkte der Initiative „Pflege 4.0 – Made in Berlin“ bestimmt. Jedes dieser drei Themen wurde in einem eigenen Workshop zusammen mit den Mitgliedern des Netzwerks und weiteren Expertinnen und Experten aus Pflegepraxis, Pflegeberatung, Wissenschaft, (Wohnungs-) Wirtschaft, Informations- und Kommunikationstechnik, Ethik sowie aus Pflegeaus-, fort- und -weiterbildung näher beleuchtet.

1) Digitale Kompetenzen für die Pflege

Visuelle Dokumentation des Workshops
Bild: Gabriele Schlipf, SenGPG

Am 03.12.2018 diskutierte Frau Senatorin Kalayci mit rund 30 Expertinnen und Experten zu dem Thema „Digitale Kompetenzen für die Pflege“.
Eingeleitet wurden die konzentrierten, konstruktiven und fachlich dichten Diskussionen durch Impulse von Carsten Große Starmann (Bertelsmann Stiftung), Dr. Karin Reichel (FrauenComputerZentrumBerlin) und Anne Röhrig (k.o.s. GmbH).
In den Diskussionen erwiesen sich neben dem Wissen vor allem auch Neugierde, Vertrauen und Fertigkeiten als wesentliche Voraussetzungen für pflegebedürftige Menschen, pflegende Angehörige und beruflich Pflegende, wenn es darum geht, eine souveräne Auswahl passender digitaler Lösungen für die jeweilige Lebens- bzw. Arbeitssituation zu treffen und sie für sich gewinnbringend einzusetzen. Für die Kompetenzvermittlung sollten keinesfalls ausschließlich digitale Wege genutzt werden, vielmehr braucht es auch ganz „analoge“ Möglichkeiten der Begleitung und Beratung. Diese und weitere Ergebnisse der Diskussionen rund um das Thema digitale Kompetenzen für die Pflege können Sie der Dokumentation des ersten Workshops im Rahmen der Initiative „Pflege 4.0 – Made in Berlin“ vom 03.12.2018 entnehmen.

Dokumentation des Workshops I „Digitale Kompetenzen für die Pflege“ im Rahmen der Initiative „Pflege 4.0 – Made in Berlin“

PDF-Dokument (1.0 MB)

2) Technische Assistenz für die Pflege

Visuelle Dokumentation des 2. Workshops
Bild: Gabriele Schlipf, SenGPG

Am 13.03.2019 widmeten sich Frau Senatorin Kalayci und etwa 40 Expertinnen und Experten in dem Workshop zum zweiten Schwerpunktthema „Technische Assistenz für die Pflege“ den Fragen, welche technischen Assistenzsysteme die Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen tatsächlich verbessern und pflegende Angehörigen entlasten können, was es braucht, damit die Assistenzsysteme bei ihnen ankommen und welche ethischen, finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen dabei zu klären sind.

Den Diskussionen voran ging ein sehr informativer Impuls durch Frau Weiß (VDI/VDE Innovation + Technik GmbH), die den aktuellen Stand der Verbreitung und Wirksamkeit technischer Assistenzsysteme in der Pflege zusammenfasste. Einen Einblick, wie die Umsetzung technischer Lösungen in der Praxis gelingen kann, gab Frau Michels-Rieß (Leiterin des Seniorenzentrums Breipohls Hof im Stiftungsbereich Altenhilfe der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel). Herr Dr. Kern aus dem Bundesministerium für Gesundheit erläuterte die bundespolitischen Vorhaben und Herausforderungen bei der Identifizierung und Verbreitung guter digitaler Lösungen für die Pflege.

Auch hier erwiesen sich das Wissen um technische Lösungen, ihre Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Risiken sowie Möglichkeiten des ganz praktischen Technikerlebens als zentrale Grundlagen bei der individuellen Entscheidung für – aber auch gegen – Assistenzsysteme und eine passgenaue Auswahl. Ausgangspunkt der Technikentwicklung muss der pflegebedürftige Mensch und der pflegende Angehörige sein, was impliziert, dass er von Beginn an zu beteiligen ist. Deutlich wurde zudem die zwingende Notwendigkeit von Wirksamkeitsnachweisen für technische Assistenzsysteme als Grundlage einer potenziellen Finanzierbarkeit sowie Beratung und Auswahl zu technischen Assistenzprodukten.

Dokumentation des Workshops II „Technische Assistenz für die Pflege“ im Rahmen der Initiative „Pflege 4.0 – Made in Berlin“

PDF-Dokument (1.1 MB)

3) Smarte Kooperation und Koordination für die Pflege

Visuelle Dokumentation des 3. Workshops
Visuelle Dokumentation des 3. Workshops
Bild: Gabriele Schlipf, SenGPG

Der dritte Workshop zum Thema „Smarte Kooperation und Koordination für die Pflege“ fand am 28.08.2019 statt. Ziel des Workshops war es, sichtbar zu machen, wie digitale Innovationen zur Optimierung von Arbeitsabläufen in der Pflege beitragen und die Zusammenarbeit an den Schnittstellen der Versorgung verbessern können. Anhand anschaulicher Berliner Praxisbeispiele aus dem Bereich des Entlassmanagements sowie der ambulanten und stationären Pflege diskutierte Frau Senatorin Kalayci gemeinsam mit Vertreter/-innen aus den Bereichen IT, Datenschutz, der Bundesebene sowie weiteren Expert/-innen über die Potenziale der Digitalisierung für die Pflege. Zentrales Ergebnis der Veranstaltung war, dass es einheitliche Standards im Bereich der Softwaresysteme in der Pflege braucht, um Schnittstellenprobleme zu reduzieren. Zudem braucht es kreative Lösungen, damit Datenschutz, Verbraucherrechte und Prozessoptimierungen in pflegerischen Betrieben Hand in Hand gehen können. Die Digitalisierung von Arbeitsprozessen wird als Chance begriffen, das berufliche Handeln einer reflektierenden Prüfung zu unterziehen und es hierdurch zu modernisieren.

Dokumentation Workshop 3 "Smarte Kooperation und Koordination für die Pflege"

PDF-Dokument (1.2 MB)