Kirschblüten in Berlin

Kirschblüten in Berlin

Jedes Jahr erblüht in Berlin für ein paar Tage im Frühling ein Meer aus rosa Kirschblüten. An diesen Orten kann man die Kirschblüten bestaunen und sich wie in Japan fühlen.

Junge Frau fotografiert blühende Kirschbäume

© dpa

Einer der zentralsten Orte für einen Spaziergang unter Kirschblüten liegt direkt am Landwehrkanal. Auf dem ehemaligen Grenzstreifen zwischen Treptow und Neukölln stehen 45 Kirschbäume, die man zum Beispiel vom Görlitzer Park aus leicht erreicht, indem man die Lohmühlenbrücke überquert und anschließend nach Süden Richtung Maybachufer läuft.
In der Nähe der Mauerparks gibt es mit 215 Bäumen eine noch längere Kirschblütenallee. Im früheren Todesstreifen zwischen den Bezirken Prenzlauer Berg und Wedding kann man heute ab der S-Bahnstation Bornholmer Straße unter einem rosa Blütendach spazieren.
Weiter nördlich, an der Bezirksgrenze zwischen Pankow und Wedding, stehen noch einmal 120 Kirschbäume. Diese erreicht man leicht vom S-Bahnhof Wollankstraße aus, wenn man dem Verlauf der Bahnstrecke in Richtung des Bürgerparks Pankow folgt.
In den Gärten der Welt in Marzahn gibt es einen ganzen Japanischen Garten, in dem Mitte April ein Kirschblütenfest gefeiert wird. In den drei durch Wege miteinander verbundenen Gärten kann man von Fernost träumen und im Zen-Steingarten zur Ruhe kommen. Nahe des Japanischen Gartens wurden 80 Kirschbäume gepflanzt.

Kirschbaumalleen am Stadtrand

Kirschblütenfest
Auf dem Mauerweg im früheren Grenzgebiet zwischen Westberlin und der umliegenden DDR kann man heute über hunderte Meter in Kirschblüten schwelgen: Zwischen Lichterfelde-Süd und Teltow stehen in der TV-Asahi-Kirschblütenallee über 1000 Bäume. Einmal im Jahr findet hier in der längsten Kirschblütenallee von Berlin und Brandenburg ein Hanami-Fest mit Picknick, japanischen Speisen und Kulturprogramm statt.
Eine weitere Ansammlung von Kirschbäumen befindet sich im Bezirk Lichtenberg. In der Nähe des S-Bahnhofs Wartenberg stehen im Landschaftspark Nord-Ost am Hagenower Ring über 1400 Bäume.

Wie die Kirschblüten nach Berlin gekommen sind

Kirschblüte im Januar
In Japan stehen die Kirschblüten, dort Sakura genannt, als unverkennbares Symbol für die Ankunft des Frühlings. Sie sollen Frieden und Ruhe in die Herzen der Menschen bringen. Aus Freude über die Wiedervereinigung Deutschlands rief 1990 der japanische Fernsehsender TV-Asahi zu einer Spendenaktion auf, um Geld für die Pflanzung Japanischer Kirschbäume in Deutschland zu sammeln. Dabei kamen genug Spenden für über 9.000 Bäume zusammen, von denen ein großer Teil nach Berlin kam. Die ersten Bäume wurden im November 1990 an der Glienicker Brücke, einem symbolträchtigen Ort der Deutschen Teilung, gepflanzt. Viele Kirschbäume stehen heute im ehemaligen Grenzstreifen, aber auch in Parks und öffentlichen Einrichtungen.

Kirschblütenfeste in Berlin

Gärten der Welt 2015
Das größte Kirschblütenfest findet jährlich in den Gärten der Welt statt. Hier kann man Tänze und Gesang, Trommelkunst und anderes Bühnenprogramm bestaunen, asiatische Köstlichkeiten probieren und einfach die traumhaften Kirschblüten betrachten. Nicht nur der japanische, auch der chinesische und der koreanische Themenbereich beteiligen sich an dem Event.
Bei der Britzer Baumblüte am Gutspark Britz steht eher das Festprogramm mit Fahrgeschäften, Bühnenprogramm und dem Osterhasen im Vordergrund, ein paar Kirschblüten gibt es jedoch auch hier zu sehen.
Romantischer Sonnenuntergang
© dpa

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| Aktualisierung: 11. Juni 2018