Gemeinsam Balkonsolar in der Mieterinnen- und Mieterstadt voranbringen - Friedrichshain-Kreuzberg macht den Anfang
Pressemitteilung vom 28.10.2026
Unter dem Motto ‚Balkonkraftwerke gemeinsam voranbringen‘ haben die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe Franziska Giffey, Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann und Gewobag Vorstand Markus Terboven heute zwei Projekte vorgestellt, die Hürden für die Installation von Balkonkraftwerken in Berlin abbauen sollen. Im Neuen Kreuzberger Zentrum erhalten 60 Mieterinnen und Mieter im Rahmen eines vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gemeinsam mit der Gewobag initiierten Praxisprojekts kostenlos ein Balkonkraftwerk, um eigenen Solarstrom zu erzeugen. Das Projekt soll zeigen, wie sich Hürden für Balkonsolar im Mietwohnungsbestand abbauen lassen. Die Erfahrungen fließen in das von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe geförderte Projekt „Berliner Lösungsbaukasten Balkonkraftwerke“ ein.
Beide Projekte werden von PLAN B 2030 e. V. umgesetzt. Der Verein berät, unterstützt die Organisation der Installation und fördert die nachbarschaftliche Zusammenarbeit: Mieter und Mieterinnen werden zu Solarbotschaftern geschult und helfen ihren Nachbarn bei der Installation. Der Ansatz knüpft an ein gemeinsames Projekt des Vereins und des Bezirksamts am Halleschen Ufer an, bei dem sich eine hohe Bereitschaft zur gegenseitigen Unterstützung gezeigt hat. Für den landesweiten Lösungsbaukasten wertet PLAN B 2030 e. V. dieses und weitere Berliner Praxisbeispiele aus und bereitet bewährte Vorgehensweisen für unterschiedliche Gebäude- und Balkontypen auf. Öffentlich zugängliche Musteranschreiben, Checklisten und weitere Vorlagen sollen insbesondere Vermietenden die Zustimmung zur Installation erleichtern und so die Nutzung von Balkonkraftwerken in ganz Berlin voranbringen.
Franziska Giffey, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Mit Balkonkraftwerken können alle Berlinerinnen und Berliner eigenen Solarstrom erzeugen, ihre Stromkosten senken und die Energiewende mitgestalten. Seit die Geräte deutlich erschwinglicher geworden sind, konzentrieren wir uns auf zwei Dinge: Zum einen bauen wir Hürden bei Zustimmung, Installation und Inbetriebnahme ab. Dafür fördern wir den Berliner Lösungsbaukasten, um gute Praxiserfahrungen in die Breite der Stadt zu tragen. Gleichzeitig fördern wir mit unserem Programm SolarPLUS den Ausbau auf größeren Dachflächen wie auf Ein- oder Mehrfamilienhäusern und Gewerbebauten. Allein in diesem Jahr haben wir bereits über 6.000 Anträge bewilligt und mehr als zehn Millionen Euro ausgezahlt. So bringen wir die Energiewende in Berlin voran: mit einfachen Möglichkeiten zum Mitmachen und leistungsstarken Förderprogrammen. Zusammen schaffen wir es, Berlin bis 2045 klimaneutral zu machen und bis 2035 25 Prozent des in Berlin erzeugten Stroms aus Sonnenenergie zu gewinnen.“
Clara Herrmann, Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg: „Gemeinsam machen wir Friedrichshain-Kreuzberg zum Solarbezirk. Mit Balkonkraftwerken sinken die Stromkosten für die Mieter*innen und wir machen unseren Bezirk klimaneutral. Mit unserer Balkon-PV-Offensive können Mieter*innen einfacher Balkonkraftwerke anbringen und nutzen. Bis 2030 wollen wir die Anzahl der Balkonkraftwerke in Friedrichshain-Kreuzberg verdoppeln. Jetzt bringen wir das Zentrum Kreuzberg zum Glitzern.“
Markus Terboven, Vorstand der Gewobag: „Balkonkraftwerke bieten gerade in großen Wohnanlagen großes Potenzial. Wenn wir mehrere Anlagen gemeinsam planen und umsetzen, können wir Abläufe vereinfachen und es unseren Mieterinnen und Mietern leichter machen, selbst Solarstrom zu erzeugen und ihre Stromkosten zu senken. Das Zentrum Kreuzberg bietet uns die Chance, solche gebündelten Lösungen in der Praxis zu erproben und Erfahrungen für weitere Bestände zu sammeln.“
Lu Yen Roloff, Geschäftsführende Vorständin von Plan B 2030 e.V.: „Wir sehen, dass viele Mieter*innen Balkonsolar nutzen wollen. Deshalb entwickeln wir gemeinsam mit Bezirk, Senatsverwaltung und Wohnungswirtschaft Lösungen, die es ihnen so einfach wie möglich machen – von der gebündelten Genehmigung und Installation bis zur Unterstützung in der Nachbarschaft. Unsere Erfahrung zeigt: Wenn die Bedingungen stimmen, sind viele Menschen auch bereit, ihr Wissen weiterzugeben und ihren Nachbar*innen zu helfen. So bringen wir Balkonsolar gemeinsam in die Breite.“
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20261028 Gemeinsam Balkonsolar in der Mieterinnen- und Mieterstadt voranbringen – Friedrichshain-Kreuzberg macht den Anfang
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